dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 01.12.2017

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USA: Industriestimmung trübt sich erneut ein

WASHINGTON - Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im November zum zweiten Mal in Folge eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex ISM fiel um 0,5 Punkte auf 58,2 Zähler, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Freitag mitteilte. Bankvolkswirte hatten mit einer etwas schwächeren Eintrübung auf 58,3 Punkte gerechnet.

USA: Bauausgaben steigen überraschend stark

WASHINGTON - In den USA sind die Bauausgaben im Oktober unerwartet deutlich gestiegen. Auf Monatssicht erhöhten sie sich um 1,4 Prozent, wie das US-Handelsministerium am Freitag mitteilte. Analysten hatten dagegen einen schwächeren Zuwachs um 0,5 Prozent erwartet. Im Vormonat hatte der Anstieg bei 0,3 Prozent gelegen.

Eurozone: Industriestimmung auf 17-jährigem Höchststand

LONDON - Die Stimmung in den Industriebetrieben des Euroraums könnte kaum besser sein. Wie das Institut Markit am Freitag mitteilte, stieg der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe im November auf 60,1 Punkte. Das ist der höchste Wert seit rund 17 Jahren und der zweithöchste Stand, der seit der Einführung des Indikators im Jahr 1997 gemessen wurde.

Großbritannien: Industriestimmung auf Vierjahreshoch

LONDON - Die Stimmung in der britischen Industrie hat sich im November überraschend stark aufgehellt. Wie das Forschungsinstitut IHS Markit am Freitag in London mitteilte, stieg der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex um 1,6 Punkte auf 58,2 Zähler. Das ist der höchste Stand seit rund vier Jahren. Analysten hatten nur 56,5 Punkte erwartet.

Italiens Wirtschaft wächst schwächer als erwartet

ROM - Die Wirtschaft Italiens ist im dritten Quartal etwas schwächer gewachsen als bisher bekannt. Die Wirtschaftsleistung (BIP) habe um 0,4 Prozent im Vorquartalsvergleich zugelegt, teilte das Statistikamts Istat am Freitag nach einer zweiten Schätzung mit. In einer ersten Erhebung hatte Istat für die Monate Juli bis September noch ein Wachstum von 0,5 Prozent gemeldet. Volkswirte hatten eine Bestätigung der ersten Schätzung erwartet.

Japan: Inflation schwächt sich deutlich ab

TOKIO - Die Inflation in Japan hat sich trotz einer extrem lockeren Geldpolitik der nationalen Notenbank wieder der Nullmarke genähert. Nach Regierungsdaten vom Freitag lag das Preisniveau im Oktober 0,2 Prozent über dem Stand vor einem Jahr. Damit hat sich die Inflationsrate im Vergleich zum Vormonat deutlich abgeschwächt. Im September hatte die Teuerung noch bei 0,7 Prozent gelegen. Volkswirte hatten den Dämpfer bei der Preisentwicklung erwartet.

China: Stimmung in der Industrie trübt sich etwas ein

PEKING - In China hat sich die Stimmung bei kleineren und privaten Industrieunternehmen etwas eingetrübt. Im November sank der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Stimmungsindikator für den Industriesektor auf 50,8 Punkte. Dies geht aus Daten hervor, die am Freitag veröffentlicht wurden. Im Oktober hatte der Indexwert für Industriebetriebe der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft noch bei 51,0 Punkten gelegen. Volkswirte hatten mit einem Rückgang im November gerechnet, aber nur auf 50,9 Zähler.

ROUNDUP: Grünes Licht für Bitcoin-Future - Handel soll am 18. Dezember starten

CHICAGO - Die Digitalwährung Bitcoin hat eine wichtige Hürde auf dem Weg zu einem etablierten Finanzprodukt genommen: Bereits in gut zwei Wochen wird es erstmals Terminkontrakte auf Bitcoins geben. Man habe den Selbstzertifizierungsprozess abgeschlossen und werde bereits am 18. Dezember mit den ersten Bitcoin-Futures an den Start gehen, teilte der weltweit größte Börsenbetreiber, die Chicago Mercantile Exchange Group (CME) , am Freitag mit. Man habe im Vorfeld eng mit der US-Regulierungsbehörde CFTC kooperiert.

US-Senat verschiebt Steuerabstimmung - Republikaner haben Probleme

WASHINGTON - Der US-Senat hat in der Nacht zum Freitag überraschend seine Abstimmung über die republikanische Steuerreform verschoben. Mehrheitsführer Mitch McConnell erklärte in Washington, vor Freitag 11.00 Uhr Ortszeit (1700 MEZ) solle es keine Abstimmung geben.

ROUNDUP 4: Schulz will Parteitag ergebnisoffene Gespräche mit Union empfehlen

BERLIN - Die SPD-Spitze um Martin Schulz will ergebnisoffene Gespräche mit der Union über eine Regierungsbildung führen und sich dafür die Zustimmung des anstehenden Parteitags einholen. Bereits am Montag wolle er mit dem SPD-Vorstand über einen entsprechenden Antrag für den Kongress Ende kommender Woche beraten, sagte Schulz am Freitag in Berlin. Die SPD werde sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen. "Wir haben viele Optionen für eine Regierungsbildung. Wir sollten über jede dieser Optionen reden." Die CDU zeigte sich zur Aufnahme ernsthafter Gespräche mit der SPD ohne Vorbedingungen bereit.

Brok zum Brexit: Lösung für Irland-Frage völlig unklar

BRÜSSEL - Die Vermeidung einer neuen Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland ist nach Angaben des CDU-Europapolitikers Elmar Brok der letzte Knackpunkt in der ersten Phase der Brexit-Verhandlungen. "Die Frage der Bürgerrechte und der Finanzen scheinen bis Montag lösbar", sagte Europaabgeordnete und Brexit-Beauftragte am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. "In beiden Fragen ist "ausreichender Fortschritt" erreichbar. Offen ist dagegen die irische Frage."

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