dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 07.11.2017

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ROUNDUP: Deutsche Produktion fällt im September - Experten geben aber Entwarnung

WIESBADEN - Die Gesamtproduktion Deutschlands ist im September spürbar gefallen. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, lag die Herstellung des Verarbeitenden Gewerbes im September 1,6 Prozent niedriger als im Vormonat. Das ist der deutlichste Rückgang in diesem Jahr. Analysten hatten zwar mit einem Minus gerechnet, allerdings nur 0,9 Prozent veranschlagt.

Eurozone: Einzelhandelsumsatz steigt etwas stärker als erwartet

LUXEMBURG - Die Einzelhändler in der Eurozone haben ihre Umsätze im September etwas mehr steigern können als erwartet. Nach Angaben des Statistikamts Eurostat vom Dienstag lagen die Erlöse 0,7 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Analysten hatten einen Zuwachs um 0,6 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Umsätze um 3,7 Prozent. Erwartet wurde hier ein Plus von 2,8 Prozent.

Glücksatlas: Hohe Lebenszufriedenheit in Deutschland

BERLIN/MÜNCHEN- Die Lebenszufriedenheit in Deutschland bleibt der jährlichen Analyse für den sogenannten Glücksatlas zufolge hoch. Auf einer Skala von 0 bis 10 erreichte sie 2017 einen Punktwert von 7,07, heißt es in der repräsentativen Studie im Auftrag der Deutschen Post, die am Dienstag in München vorgestellt wurde. Im vergangenen Jahr lag die Zufriedenheitsquote noch bei 7,11. Den leichten Rückgang werten die Forscher aber als statistische Unsicherheit bei gleichbleibend positiver Tendenz.

ROUNDUP/Experte: Deutsche Firmen bei Investitionen in Katalonien kritischer

FRANKFURT - Deutsche Unternehmen halten sich nach Einschätzung von Beratern wegen der Katalonien-Krise mit Investitionen in die Region zurück. "Viele Firmen neigen dazu, Investitionspläne vorsichtiger und sensibler zu prüfen", sagte Marcus Schüller, Partner bei der Beratungsgesellschaft KPMG der Deutschen Presse-Agentur. "Die Liste der Kriterien für Entscheidungen wird generell länger und Punkte wie Rechtsstaatlichkeit sowie politische Stabilität gewinnen an Bedeutung."

ROUNDUP: EU-Finanzminister vertagen Entscheidung zu Online-Steuerregeln

BRÜSSEL - Die EU-Finanzminister haben vor allem wegen Widerstand aus Deutschland eine Entscheidung zu neuen Steuerregeln für Online-Händler vertagt. Er könne noch nicht allen Maßnahmen zustimmen, sagte Interimsfinanzminister Peter Altmaier (CDU) beim Treffen mit seinen EU-Amtskollegen am Dienstag in Brüssel. Ein Beschluss solle nun im Dezember fallen. Eine Einigung bis Ende des Jahres wäre ein großer Erfolg, meinte EU-Steuerkommissar Pierre Moscovici.

Opec rechnet mit steigendem Ölbedarf - bald zwei Milliarden Autos

WIEN - Der Bedarf an Rohöl wird nach Einschätzung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) noch rund 25 Jahre lang steigen. Ein wesentlicher Grund dafür sei, dass sich die Zahl der weltweit zugelassenen Autos bis 2040 auf rund zwei Milliarden fast verdoppeln werde, teilte die Opec am Dienstag in Wien mit.

EZB-Aufsicht: 50 Banken zeigen wegen Brexit Interesse an Umzug

FRANKFURT - Etwa 50 Banken haben sich bislang wegen des Brexits bei der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Verlagerung von Geschäften erkundigt. "Manche haben uns mehrfach besucht, um ihre Umzugspläne zu diskutieren", sagte die Chefin der EZB-Bankenaufsicht, Danièle Nouy, am Dienstag in Frankfurt. 20 dieser Institute hätten eine Banklizenz im Euroraum beantragt.

Ifo-Umfrage: Trumps Politik ist schlecht für die Weltwirtschaft

MÜNCHEN - Eine Umfrage unter Wirtschaftsexperten hat eine vernichtende Bewertung der Regierungspolitik von US-Präsident Donald Trump ergeben. Wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag mitteilte, sehen Fachleute sowohl einen negativen Einfluss der Regierung Trumps auf die Weltwirtschaft als auch auf die amerikanische Ökonomie. Ungünstige Folgen für die globale Wirtschaft sehen 73,9 Prozent der Befragten, für die US-Wirtschaft sind es 57,6 Prozent. Befragt wurden 929 Experten aus 120 Ländern.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.