dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 08.01.2018

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Eurozone: Wirtschaftsstimmung klettert auf neues 17-Jahreshoch

BRÜSSEL - Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich im Dezember abermals von hohem Niveau aus verbessert. Der Economic Sentiment Indicator (ESI), der die Stimmung in Unternehmen und privaten Haushalten misst, stieg im Vergleich zum Vormonat um 1,4 Punkte auf 116,0 Zähler, wie die EU-Kommission am Montag in Brüssel mitteilte. Damit wurde erneut der höchste Stand seit Oktober 2000 erreicht. Volkswirte hatten nur mit einem geringen Anstieg des Indikators gerechnet.

ROUNDUP: Deutsche Industrie erhält weniger Aufträge - Tendenz trotzdem stark

WIESBADEN/BERLIN - Der Höhenflug beim Auftragseingang in der deutschen Industrie hat sich im November nicht weiter fortgesetzt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilte, schrumpfte der Auftragseingang im Monatsvergleich um 0,4 Prozent. Mit Blick auf die Details sind Marktbeobachter dennoch zuversichtlich, dass das verarbeitende Gewerbe weiter kräftig wachsen dürfte.

Juncker freut sich über schwarz-rote Sondierung in Deutschland

BRÜSSEL - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich erfreut über die laufenden Sondierungsgespräche zwischen CDU, CSU und SPD gezeigt. "Wir haben überaus großes Glück, dass in Deutschland zwei Parteien über eine Regierung verhandeln, die sehr offen pro-europäisch sind", sagte der Luxemburger am Montag mit Blick auf CDU und SPD. Für die CSU gelte diese Einschätzung "zum Teil".

Nächste Zentralbank in Europa: Rumänien hebt Leitzins an

BUKAREST/FRANKFURT - Die Zahl der europäischen Notenbanken, die auf eine etwas straffere Geldpolitik einschwenken, wächst. Am Montag hob die Zentralbank Rumäniens erstmals seit fast zehn Jahren ihren Leitzins wieder an. Der Zins steigt, ausgehend von einem Rekordtief von 1,75 Prozent, auf 2,0 Prozent, wie die Zentralbank am Montag in Bukarest mitteilte. Analysten wurden von dem Schritt mehrheitlich überrascht. Der Leu, die Währung Rumäniens, legte in einer ersten Reaktion zum Euro zu.

Tsipras: Griechenland wird 2018 aus der Krise herauskommen

ATHEN - Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras ist zuversichtlich, dass das hoch verschuldete Land in diesem Jahr finanziell wieder auf eigenen Beinen stehen kann. "Es ist ein Meilenstein auf dem Weg aus der Krise", sagte Tsipras am Montag in seinem Ministerrat. In den kommenden Monaten müsse jedoch noch viel Arbeit geleistet werden, fügte Tsipras hinzu.

Eurozone: Einzelhandelsumsatz steigt stärker als erwartet

LUXEMBURG - Im Einzelhandel der Eurozone sind die Umsätze im November kräftig gestiegen und haben einen Dämpfer im Vormonat mehr als wettgemacht. Wie das Statistikamt Eurostat am Montag mitteilte, lagen die Erlöse 1,5 Prozent höher als im Oktober. Dies ist der stärkste Anstieg seit Oktober 2016.

Eurozone: Anlegerstimmung hellt sich wieder auf

FRANKFURT - Die Anlegerstimmung im Euroraum hat sich zu Jahresbeginn nach einem Rücksetzer im Dezember wieder aufgehellt. Der vom Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindikator stieg im Januar um 1,8 Punkte auf 32,9 Zähler, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Damit nähert sich der Indikator wieder seinem im November erreichten Zehnjahreshoch. Analysten hatten zwar mit einem Anstieg gerechnet, allerdings nur auf 31,3 Punkte.

Deutschland: Industrieaufträge sind überraschend gesunken

WIESBADEN/BERLIN - Der Höhenflug beim Auftragseingang in der deutschen Industrie hat sich im November nicht weiter fortgesetzt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilte, schrumpfte der Auftragseingang im Monatsvergleich um 0,4 Prozent. Trotz des Dämpfers spricht das Bundeswirtschaftsministerium weiter vor einer "positiven" Entwicklung. "In der Tendenz sind die Auftragseingänge kräftig aufwärtsgerichtet", hieß es in einer Stellungnahme.

ROUNDUP/Kreise: 'GroKo'-Sondierer wollen deutsches Klimaziel 2020 aufgeben

BERLIN - Die Unterhändler von Union und SPD wollen das deutsche Klimaschutzziel einer Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes um 40 Prozent bis 2020 laut Insidern offiziell aufgeben. Stattdessen soll mit einem Maßnahmenpaket erreicht werden, dass die Lücke zu diesem Ziel so weit wie möglich geschlossen werden kann. Das sieht nach Informationen der Deutsche Presse-Agentur aus Verhandlungskreisen in Berlin die Einigung der Sondierungsgruppe "Energie, Klimaschutz, Umwelt" vor. Der Kompromiss sei aber noch nicht von den Partei- und Fraktionschefs abgesegnet. Zuerst hatte das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) über das ihm vorliegende Ergebnispapier berichtet.

ROUNDUP : Macron will an Chinas 'neuer Seidenstraße' kräftig mitbauen

PEKING - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich für eine engere Zusammenarbeit Europas mit China ausgesprochen. Zum Auftakt seines ersten Besuches in China nannte Macron am Montag in einer Rede in Xi'an in Westchina besonders den Klimaschutz und die chinesische Initiative für den Bau einer "neuen Seidenstraße" mit Handelskorridoren nach Europa. Als erste Station seines dreitägigen Besuchs hatte sich Macron bewusst die alte Kaiserstadt ausgesucht, die einst Ausgangspunkt der antiken "Seidenstraße" war.

Presse: May will Kabinettsposten für Brexit ohne Abkommen schaffen

LONDON - Die britische Premierministerin Theresa May will einem Medienbericht zufolge einen neuen Posten im Kabinett für die Vorbereitung eines Brexits ohne Abkommen schaffen. Der Schritt sei ein Signal an Brüssel, dass es London ernst meint, die EU auch dann zu verlassen, falls die Brexit-Verhandlungen scheitern, hieß es in einem Bericht des "Telegraph" am Montag. Für diesen Fall wird mit schwerwiegenden Konsequenzen für die britische Wirtschaft und andere Bereiche gerechnet. Die neue Position werde die eines Staatssekretärs im Brexit-Ministerium sein, so der Bericht.

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