dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 15.11.2017

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USA: Inflation schwächt sich wie erwartet ab

WASHINGTON - In den USA hat sich der Preisauftrieb im Oktober wie erwartet abgeschwächt. Die Verbraucherpreise erhöhten sich zum Vorjahresmonat um 2,0 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte. Volkswirte hatten mit dieser Rate gerechnet. Im September hatte die Inflation bei 2,2 Prozent gelegen.

USA: Einzelhandelsumsätze steigen überraschend

WASHINGTON - Die Umsätze des US-Einzelhandels sind im Oktober überraschend gestiegen. Sie hätten um 0,2 Prozent zum Vormonat zugelegt, teilte das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Bankvolkswirte hatten mit einer Stagnation gerechnet.

USA: Empire-State-Index fällt stärker als erwartet

NEW YORK - Die Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York hat sich im November stärker eingetrübt als erwartet. Der Empire-State-Index fiel um 10,8 Punkte auf 19,4 Zähler, wie die regionale Notenbank von New York am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten mit einem geringeren Rückgang auf 25,1 Punkte gerechnet. Im Vormonat hatte der Indikator den höchsten Stand seit drei Jahren erreicht.

Großbritannien: Arbeitslosigkeit bleibt niedrig - Löhne wachsen verhalten

LONDON - Die Lage am britischen Arbeitsmarkt hat sich im September nur wenig geändert. Die Arbeitslosigkeit bleibt niedrig, während die Löhne nur verhalten wachsen. Das geht aus neuen Zahlen des Statistikamts ONS vom Mittwoch hervor. Allerdings ging die Beschäftigung erstmals seit knapp einem Jahr zurück.

Russland gewährt Venezuela Schuldenerleichterung

FRANKFURT - Russland will dem hochverschuldeten Venezuela mit einer Umschuldung unter die Arme greifen. Wie das russische Finanzministerium am Mittwoch mitteilte, sei eine Vereinbarung über die Restrukturierung von Staatsschulden in Höhe von 3,15 Milliarden US-Dollar unterzeichnet worden. Die Umschuldung soll sich über die nächsten zehn Jahre hinziehen und "minimale" Zahlungen seitens Venezuela innerhalb der ersten Jahre vorsehen. Detailliertere Angaben wurden zunächst nicht gemacht.

Merkel: Klimawandel ist 'Schicksalsfrage' für die Menschheit

BONN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Klimawandel als "Schicksalsfrage" für die Menschheit bezeichnet. Mit den bisher beschlossenen Maßnahmen könnten die Ziele des Pariser Klimaabkommens nicht erreicht werden, sagte Merkel am Mittwoch in einer Rede bei der Weltklimakonferenz in Bonn. Deshalb bedürfe es unbedingt zusätzlicher Anstrengungen. "Ich will ganz offen sprechen", sagte Merkel, "das ist auch in Deutschland nicht einfach". Sie verspreche aber: "Wir in Deutschland werden uns mühen."

EU-Parlament bringt Schutzsystem gegen Billigimporte auf den Weg

STRASSBURG - Das EU-Parlament hat einem neuen Schutzsystem gegen Billigimporte zugestimmt. Die Abgeordneten brachten am Mittwoch in Straßburg Vorschriften auf den Weg, wonach internationale Handelspartner außerhalb der EU Sozial- und Umweltstandards einhalten müssen. So sollen Arbeitsplätze und Unternehmen in der EU vor Billigimporten zum Beispiel aus China geschützt werden.

Merkel: Braunkohle muss wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten

BONN - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bedeutung der Kohlestrom-Reduktion für den Klimaschutz in Deutschland betont. Kohle und insbesondere die Braunkohle müsse einen "wesentlichen Beitrag" zur Erfüllung der Klimaziele leisten, sagte Merkel (CDU) am Mittwoch vor den Delegierten der Weltklimakonferenz in Bonn. "Aber wie genau das ist, das werden wir in den nächsten Tagen miteinander ganz präzise diskutieren müssen." Das Thema gehört zu den am heftigsten umstrittenen bei den Jamaika-Sondierungen von CDU, CSU, FDP und Grünen in Berlin.

EU-Kommissar Avramopoulos sieht Erfolge von Flüchtlingspakt

BRÜSSEL - Der für Migrationspolitik zuständige EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos plädiert für ein Festhalten am Flüchtlingspakt mit der Türkei. "Seit Beginn des EU-Türkei-Abkommens haben wir eine deutliche Verringerung der lebensgefährlichen Überfahrten in der Ägäis erreicht", sagte der Grieche am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich profitierten die Syrien-Flüchtlinge in der Türkei von einem bislang drei Milliarden Euro schweren Hilfspaket.

Athen bietet Umtausch von Anleihen an

ATHEN - Griechenland hat Investoren den Umtausch von Anleihen in Höhe von knapp 30 Milliarden Euro angeboten. Dies berichtete am Mittwoch die staatliche Nachrichtenagentur ANA-MPA unter Berufung auf das Finanzministerium in Athen. Der Umtausch ziele auf die Erhöhung der Liquidität, hieß es aus Kreisen des Finanzministeriums in Athen.

Krankenkassen: Jamaika-Überlegungen belasten Versicherte zusätzlich

BERLIN - Die gesetzlichen Krankenkassen haben die künftige Bundesregierung aufgefordert, eine nachhaltige Finanzierung des Gesundheitswesens sicherzustellen. Der Verwaltungsrat des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) appellierte am Mittwoch in Berlin "an die politisch Verantwortlichen, die notwendigen Reformen an gesundheitlichen und pflegerischen Versorgungszielen auszurichten".

ROUNDUP: Japans Wirtschaft mit längster Wachstumsphase seit 16 Jahren

TOKIO - Starke Exportgeschäfte haben der japanischen Wirtschaft zur längsten Wachstumsphase seit mehr als 16 Jahren verholfen. Wie die Regierung der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt am Mittwoch bekanntgab, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Juli und September um eine hochgerechnete Jahresrate von 1,4 Prozent und damit seit sieben Quartalen in Folge. Allerdings fiel das Wachstum geringer aus als im Vorquartal, als das BIP noch um hochgerechnet 2,6 Prozent gestiegen war. Außerdem gab es im dritten Quartal einen überraschend starken Dämpfer beim privaten Konsum.

Bundesbank-Vorstand mahnt Tempo bei kontaktlosem Bezahlen an

FRANKFURT - Die Deutsche Bundesbank hat Tempo beim Ausbau des kontaktlosen Bezahlens angemahnt. Die Kreditwirtschaft plane bis Ende 2019, 75 Prozent der Girocards mit einem NFC-Chip zur Datenübertragung auszustatten, sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig-Thiele. "Damit kontaktloses Bezahlen bald zur Normalität wird, wäre es wünschenswert, wenn bald alle Girocard-Inhaber darüber verfügen könnten." Die technologische Entwicklung schreite schnell voran, und der Wettbewerbsdruck auch von Nichtbanken wie den großen Internet-Plattformen nehme zu, warnte Thiele.

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