dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 05.02.2018

dpa-AFX

USA: Stimmung der Dienstleister steigt auf Rekordwert

TEMPE - Die Stimmung der US-Dienstleister hat sich im Januar überraschend deutlich verbessert. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) sei um 3,9 Punkte auf 59,9 Zähler geklettert, wie das Institut am Montag in Tempe mitteilte.

Eurozone: Unternehmensstimmung nähert sich 12-Jahreshoch

LONDON - In der Eurozone hat die Stimmung in den Unternehmen zum Jahresauftakt den höchsten Stand seit fast zwölf Jahren erreicht und neue Hinweise auf einen robusten Aufschwung geliefert. Der Markit-Einkaufsmanagerindex stieg im Januar auf 58,8 Punkte, wie das britische Forschungsinstitut am Montag mitteilte. Das ist der höchste Stand seit Juni 2006. Das Resultat fiel noch etwas günstiger aus als in einer ersten Umfragerunde ermittelt.

Griechenland testet erneut Gang an Kapitalmarkt

ATHEN - Zum zweiten Mal seit der Machtübernahme im Januar 2015 will Griechenlands Links-Rechts-Regierung probeweise eine Rückkehr an den Kapitalmarkt unternehmen. Athen plane, mit einer siebenjährigen Staatsanleihe rund drei Milliarden Euro aufzunehmen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur ANA MPA am Montag unter Berufung auf die griechische Schuldenagentur und das Finanzministerium. Weitere Details sollten in den kommenden Tagen folgen. Federführend sei ein Konsortium internationaler Banken, hieß es.

Kreise: GroKo-Verhandlungen könnten sich bis zum späten Abend ziehen

BERLIN - Bei den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD wird mit Beratungen bis mindestens in den späten Abend hinein gerechnet. Das verlautete am Montag in Berlin aus Verhandlungskreisen. Der Entwurf des Koalitionsvertrags habe derzeit einen Umfang von rund 160 Seiten, hieß es.

Eurozone: Einzelhandel setzt weniger um

LUXEMBURG - Die Einzelhändler in der Eurozone haben Ende vergangenen Jahres weniger umgesetzt. Wie das Statistikamt Eurostat am Montag mitteilte, fielen die Erlöse im Dezember 1,1 Prozent niedriger aus als im Vormonat. Analysten hatten einen Rückgang um 1,0 Prozent erwartet. Das Minus folgt jedoch auf einen deutlichen Umsatzanstieg im November, der mit 2,0 Prozent sogar höher ausfiel als bislang mit 1,5 Prozent bekannt.

Großbritannien: Stimmung der Dienstleister sinkt

LONDON - Die Stimmung britischer Dienstleistungsunternehmen hat sich zum Jahresauftakt eingetrübt. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex sei um 1,2 Punkte auf 53,0 Zähler gefallen, teilte das Forschungsinstitut IHS Markit am Montag in London mit.

Eurozone: Anlegerstimmung trübt sich ein

FRANKFURT - Die Anlegerstimmung im Euroraum hat sich im Februar etwas eingetrübt. Der vom Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindikator fiel gegenüber Januar um einen Punkt auf 31,9 Zähler, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Damit entfernt sich der Indikator von seinem im November erreichten Zehnjahreshoch. Analysten hatten mit einem Anstieg auf 33,2 Punkte gerechnet.

China: Bessere Stimmung bei privaten und mittelständischen Dienstleistern

PEKING - In China ist die Stimmung in privaten und mittelständischen Dienstleistungsfirmen zu Beginn des Jahres so gut wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr. Der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Einkaufsmanagerindex im Januar für den Sektor Dienstleistungen kletterte nach Angaben vom Montag auf 54,7 (Dezember: 53,9) Punkte. Das ist der vierte Anstieg in Folge und der höchste Stand seit Mai 2012. Analysten hatten hingegen mit einem leichten Stimmungsdämpfer gerechnet und einen Indexwert von 53,5 Punkten erwartet.

Theresa May schließt Zollunion mit der EU kategorisch aus

LONDON - Die britische Premierministerin Theresa May schließt jede Art von Zollunion mit der Europäischen Union nach dem Brexit aus. Das berichteten britische Medien am Sonntagabend unter Berufung auf Regierungskreise. "Es ist nicht unsere Politik, in der Zollunion zu sein. Es ist nicht unsere Politik, in [irgend]einer Zollunion zu sein", hieß es auch am Montag im Regierungssitz Downing Street.

Konjunkturbericht: NRW erstmals seit langem nicht unter Durchschnitt

DÜSSELDORF - Erstmals seit Jahren hinkt Nordrhein-Westfalen dem Wirtschaftswachstum in Deutschland einem Gutachten zufolge nicht mehr hinterher. Laut Konjunkturbericht des RWI-Leipniz-Instituts für Wirtschaftsforschung wird NRW 2017 mit 2,4 Prozent Wachstum abschließen. Das wären 0,2 Prozentpunkte mehr als im Bund, berichtete NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Montag in Düsseldorf. Endgültige amtliche Zahlen für alle Länder sollen Ende März vorliegen. Für 2018 gehen die RWI-Forscher von einem Plus von 2,2 Prozent für NRW und Deutschland aus. Der Konjunkturbericht wurde für das NRW-Wirtschaftsministerium erstellt.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.