dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 02.02.2018

dpa-AFX

ROUNDUP: Weiter gute Lage am US-Arbeitsmarkt - Löhne steigen robust

WASHINGTON - In den USA hat sich der Arbeitsmarkt zum Jahresauftakt weiter in einer robusten Verfassung gezeigt. Im Januar wurden mehr Stellen geschaffen als erwartet. Außerdem verharrte die Arbeitslosenquote auf dem niedrigsten Stand seit etwa 17 Jahren, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. An den Finanzmärkten bewegte vor allem die besser als erwartet ausgefallene Lohnentwicklung.

USA: Industrieaufträge steigen stärker als erwartet

WASHINGTON - Die US-Industrie hat im Dezember mehr Aufträge erhalten als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat seien die Aufträge um 1,7 Prozent gestiegen, teilte das Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg um 1,5 Prozent gerechnet.

USA: Michigan-Konsumklima sinkt weniger als erwartet

MICHIGAN - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Januar weniger stark eingetrübt als erwartet. Das Konsumklima der Universität von Michigan fiel im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 95,7 Zähler, wie die Universität am Freitag laut einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Schätzung war jedoch noch ein stärkerer Rückgang auf 94,4 Punkten ermittelt worden. Volkswirte hatten für den Januar lediglich mit einer Aufwärtsrevision auf 95,0 Punkte gerechnet.

ROUNDUP 2: Merkel, Schulz und Seehofer rechnen mit schwierigem GroKo-Endspurt

BERLIN - Die Chefs von CDU, SPD und CSU rechnen mit harten Verhandlungen auf der Zielgeraden zu einer neuen großen Koalition, zeigen sich aber optimistisch. Es gebe noch "eine ganze Reihe sehr ernster Dissenspunkte", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor dem Start in die entscheidenden Marathonverhandlungen. "Wir sind guten Willens, sie zu überwinden. Aber da liegt noch ein Riesenstück Arbeit vor uns." SPD-Chef Martin Schulz sagte, nun müsse "Sorgfalt vor Schnelligkeit" gehen. Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer zeigte sich "überzeugt, dass wir das schaffen". Es gebe bisher keinen Grund davon auszugehen, dass die Verhandlungen länger als bis einschließlich Sonntag dauerten.

Italien: Inflationsrate steigt überraschend an

ROM - In Italien ist die Jahresinflationsrate im Januar überraschend gestiegen. Der nach europäischer Methode berechnete Preisindex HVPI sei um 1,1 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat gestiegen, teilte die nationale Statistikbehörde Istat am Freitag in Rom mit. Im Vormonat hatte die Rate bei 1,0 Prozent gelegen. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,8 Prozent gerechnet.

Eurozone: Erzeugerpreise steigen schwächer als erwartet

LUXEMBURG - In der Eurozone sind die Preise auf Herstellerebene im Dezember etwas schwächer gestiegen als erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr habe es bei den Erzeugerpreisen einen Zuwachs um 2,2 Prozent gegeben, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag mit. Analysten hatten einen Anstieg um 2,3 Prozent erwartet. Im November hatte die Rate noch bei 2,8 Prozent gelegen.

Japans Notenbank will 10-jährige Staatsanleihen mit unbegrenztem Volumen kaufen

TOKIO - Japans Notenbank hat sich erneut gegen Spekulationen auf eine baldige Straffung der Geldpolitik gestemmt. Am Freitag kündigte die Bank of Japan (BoJ) eine Auktion an, in der sie unbegrenzt japanische Staatsanleihen zu einem Zinssatz von 0,11 Prozent kaufen will. Es wäre die erste Auktion dieser Art seit vergangenen Sommer - ein Termin dafür steht aber noch nicht fest.

ROUNDUP: Paritätische Finanzierung der Krankenkassen ab 2019

BERLIN - Mehr Geld für Kliniken, mehr Landärzte und eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenkassen bereits ab 2019 - darauf haben sich SPD und Union bei Gesundheit und Pflege geeinigt. Das geht aus dem achtseitigen Papier der entsprechenden Koalitionsarbeitsgruppe hervor, das der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in Berlin vorlag und über das mehrere Medien zuvor berichtet hatten. Außerdem soll Außenwerbung für Zigaretten verboten werden.

Proteste in Finnland gegen Einschnitte für Arbeitslose

HELSINKI - Mehrere Tausend Finnen haben am Freitag gegen Einschnitte bei der Unterstützung von Arbeitslosen protestiert. Wie der finnische Rundfunk berichtete, stand in der Hauptstadt Helsinki wegen eines Streiks unter anderem der öffentliche Nahverkehr still. Metrostationen blieben geschlossen, es fuhren nur wenige Busse. Weil Lkw-Fahrer streikten, wurden Supermärkte zum Teil nicht beliefert. Bis zu 8000 Menschen kamen zu einer Kundgebung zusammen.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.