dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 25.01.2018

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GESAMT-ROUNDUP 2/EZB bleibt auf lockerem Kurs - Draghi kann Euro nicht bremsen

FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Hoffnungen auf ein baldiges Ende ihrer Nullzinspolitik gedämpft. Wie erwartet gibt es zunächst keine Änderungen bei den Leitzinsen und dem milliardenschweren Wertpapierkaufprogramm, wie die Notenbank am Donnerstag nach ihrer Zinsentscheidung in Frankfurt mitteilte. Andeutungen in Richtung einer künftigen Straffung gab es nicht. Besorgt zeigte sich EZB-Chef Mario Draghi über die jüngste Euro-Stärke. Ausbremsen konnte er sie dadurch aber nicht.

ROUNDUP: Stimmung in der deutschen Wirtschaft wieder auf Rekordniveau

MÜNCHEN - In den deutschen Unternehmen hat sich die Stimmung zum Jahresauftakt überraschend verbessert und wieder das Rekordniveau vom vergangenen November erreicht. Das Geschäftsklima stieg im Januar um 0,4 Punkte auf 117,6 Zähler, wie das Münchner Ifo-Institut am Donnerstag mitteilte. Ifo-Präsident Clemens Fuest sagte: "Die Stimmung in den deutschen Chefetagen ist auch zu Jahresbeginn hervorragend".

ROUNDUP 2: Deutsche Verbraucher in Kauflaune - Zuversicht für höhere Gehälter

NÜRNBERG/FRANKFURT/MÜNCHEN - Die deutschen Verbraucher sind so optimistisch wie selten zuvor ins neue Jahr gestartet. Viele sehen die Konjunktur in Topform und rechnen mit weiter steigenden Einkommen, wie das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK in einer am Donnerstag veröffentlichten Konsumklimastudie schreibt. Entsprechend groß sei ihre Bereitschaft zu größeren Anschaffungen wie ein neues Auto, neue Möbel oder Unterhaltungselektronik. Auch für teure Reisen oder Wellness-Angebote sitze das Geld so locker wie selten zuvor, teilte GfK-Konsumforscher Rolf Bürkl mit.

ROUNDUP/GroKo: Gabriel soll federführend für SPD über Außenpolitik verhandeln

BERLIN - Außenminister und Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel soll für die Sozialdemokraten bei den Koalitionsverhandlungen mit der Union anders als in den Sondierungen wieder mitwirken. Gabriel soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur vom Donnerstag für die SPD federführend für die Bereiche Außen, Entwicklung, Verteidigung und Menschenrechte verhandeln. Insgesamt sind bisherigen Überlegungen zufolge 18 Arbeitsgruppen geplant. Die Verhandlungen sollen am Freitag beginnen.

USA: Frühindikatoren steigen etwas stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA ist der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im Dezember etwas stärker als erwartet gestiegen. Er habe um 0,6 Prozent zum Vormonat zugelegt, teilte das private Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten einen Anstieg um 0,5 Prozent erwartet.

USA: Neubauverkäufe fallen stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Verkäufe neuer Häuser im Dezember stärker als erwartet gefallen. Im Vergleich zum Vormonat gingen sie um 9,3 Prozent zurück, wie das Handelsministerium am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten nur einen Rückgang um 7,9 Prozent erwartet. Auf das Jahr hochgerechnet stiegen die Hausverkäufe auf 625 000.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestiegen - weniger als erwartet

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche gestiegen. Sie habe um 17 000 auf 233 000 Anträge zugelegt, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten mit 235 000 Anträgen gerechnet.

Arbeitslosigkeit in Spanien fällt auf niedrigsten Stand seit 2008

MADRID - Das einstige Krisenland Spanien setzt auch auf dem Arbeitsmarkt seine Erholung fort. Die Arbeitslosenrate sank im vergangenen Jahr um knapp 2,1 Punkte auf 16,55 Prozent im Vergleich zu 2016, wie die Statistikbehörde INE am Donnerstag mitteilte. Das ist der niedrigste Jahresabschlusswert seit 2008.

Belgien: Geschäftsklima hellt sich stark auf - höchste Stand seit 2011

BRÜSSEL - In Belgien hat sich das Geschäftsklima zum Jahresauftakt stark aufgehellt. Der Indikator sei im Vergleich zum Vormonat um 1,7 Punkte auf 1,8 Punkte gestiegen, teilte die belgische Notenbank (BNB) am Donnerstag in Brüssel mit. Dies ist der höchste Wert seit April 2011. Volkswirte hatten nur einen Anstieg auf 0,4 Punkten erwartet.

DAVOS/ROUNDUP: US-Finanzminister entschärft Ton im Handelsstreit mit China

DAVOS - Kurz vor dem Auftritt von US-Präsident Donald Trump in Davos versucht sein Finanzminister Steven Mnuchin gut Wetter im Handelsstreit mit China und anderen Ländern zu machen. "Wir wollen nicht in Handelskriege geraten", sagte Mnuchin am Donnerstag vor Journalisten. "Andererseits sind wir gewillt, Amerikas Interessen zu verteidigen."

ROUNDUP 2: Verhandeln oder Streiks - Metalltarifverhandlung am Scheidepunkt

STUTTGART/FRANKFURT - Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie rücken ganztägige Warnstreiks näher. Nach dem ergebnislosen Abbruch der vierten Verhandlungsrunde im potenziellen Pilotbezirk Baden-Württemberg hat die IG Metall am Donnerstag in sämtlichen regionalen Tarifkommissionen über den Einsatz des neuartigen Arbeitskampfmittels beraten.

DAVOS/Trump: Sind mit Großbritannien komplett auf einer Wellenlänge

DAVOS - Trotz jüngster Spannungen sieht US-Präsident Donald Trump das Verhältnis seines Landes zu Großbritannien als vollkommen intakt an. "Wir sind in so gut wie jeder Beziehung auf einer Wellenlänge", sagte Trump am Donnerstag in Davos vor einer Begegnung mit der britischen Premierministerin Theresa May.

ROUNDUP 2: Zwölf Jahre Knast? Lula will trotzdem Präsident Brasiliens werden

PORTO ALEGRE - Der langjährige Präsident Brasiliens, Luiz Inácio Lula da Silva (72), will trotz einer Verurteilung zu zwölf Jahren Gefängnis im Oktober wieder Staatschef seines Landes werden. "Sie wollen nicht, dass ich Kandidat sein werde. Aber jetzt will ich erst recht Präsidentschaftskandidat für Brasilien sein", sagte er am späten Mittwochabend (Orstzeit) nach einem Urteil eines Berufungsgerichts in Porto Alegre, das die Strafe der ersten Instanz sogar noch erhöhte. Der Vorwurf lautet auf Korruption und Geldwäsche. Tausende Anhänger feierten Lula in Sao Paulo. Trotzdem wird der Gefängnisaufenthalt für den 72-jährigen Politiker von der linken Arbeiterpartei (PT) immer wahrscheinlicher.

DAVOS: Britische Regierungschefin May will Bitcoin 'sehr ernsthaft' beobachten

DAVOS - Die britische Premierministerin Theresa May sieht in der Kryptowährung Bitcoin ein beachtenswertes Problem. Großbritannien und andere Länder sollten die Risiken "sehr ernsthaft" beobachten, sagte May am Donnerstag am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos gegenüber dem US-Sender Bloomberg TV. Kryptowährungen könnten von Kriminellen genutzt werden. Insbesondere in den Bereichen Terrorismus und Kinderpornographie müssten sich Technologiefirmen auf ihre soziale Verantwortung besinnen.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.