dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 19.01.2018

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USA: Michigan-Konsumklima wieder gesunken

MICHIGAN - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Januar entgegen den Markterwartungen erneut eingetrübt. Das Konsumklima der Universität von Michigan fiel im Vergleich zum Vormonat in einer ersten Schätzung um 1,5 Punkte auf 94,4 Zähler, wie die Universität am Freitag mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg gerechnet.

Eurozone: Überschuss in der Leistungsbilanz steigt

FRANKFURT - Der Überschuss in der Leistungsbilanz der Eurozone hat nach einem schwachen Vormonat im November vergangenen Jahres wieder zugelegt. Nach Zahlen der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Freitag stieg der Überschuss auf 32,5 Milliarden Euro. Im Oktober war der Überschuss auf 30,3 Milliarden Euro gefallen.

Großbritannien: Einzelhandel setzt deutlich weniger um

LONDON - Der britische Einzelhandel hat im Dezember deutlich weniger umgesetzt. Nach Zahlen des Statistikamts ONS vom Freitag gingen die Erlöse gegenüber November um 1,5 Prozent zurück. Das ist der stärkste Rückgang seit eineinhalb Jahren. Analysten hatten mit einem Minus gerechnet, allerdings nur in Höhe von 1,0 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahresmonat lagen die Umsätze 1,4 Prozent höher. Das war weniger als der erwartete Anstieg um 2,6 Prozent.

Deutschland: Erzeugerpreise steigen 2017 um 2,6 Prozent

WIESBADEN - Nicht nur der Preisdruck auf Verbraucherebene ist im vergangenen Jahr in Deutschland gestiegen, sondern auch auf Ebene der Unternehmen. Dies zeigen Daten des Statistischen Bundesamts vom Freitag. Demnach haben sich die Produzentenpreise im vergangenen Jahr um durchschnittlich 2,6 Prozent erhöht. Das war der erste Anstieg seit dem Jahr 2012. In den Jahren zuvor waren die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, jeweils rückläufig gewesen.

ROUNDUP: US-Regierung droht 'Shutdown' - Trump kritisiert Demokraten

WASHINGTON - Wenige Stunden vor dem Ablauf einer entscheidenden Frist hat sich der Streit um einen drohenden Regierungsstillstand in den USA verschärft. Republikaner und Demokraten konnten sich bis zum Freitagmorgen (Ortszeit) nicht auf einen Kompromiss verständigen, um eine drohende Schließung von Teilen der Regierung und Verwaltung wegen fehlender Etatmittel kurzfristig abzuwenden. Beide Seiten gaben sich gegenseitig die Schuld daran. Präsident Donald Trump übte am Freitag scharfe Kritik an den Demokraten.

SEC dämpft Hoffnung auf Bitcoin-Fonds - Starökonom warnt vor Crash

WASHINGTON - Die US-Börsenaufsicht SEC hat erneut Zweifel an Kryptowährungen wie Bitcoin angemeldet und Hoffnungen der Fondsbranche auf entsprechende Anlageprodukte gedämpft. Zudem warnte Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Shiller am Freitag vor einem Crash. Bitcoin werde wahrscheinlich "total kollabieren", sagte er im US-Sender CNBC. Der Yale-Professor sprach mit Blick auf den aktuellen Hype um digitale Währungen von "Spekulationsblasen überall".

ROUNDUP 2/SPD: GroKo-Befürworter trommeln für Koalitionsgespräche

BERLIN - Kurz vor der mit Spannung erwarteten SPD-Entscheidung über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union werben sozialdemokratische Befürworter massiv um die Skeptiker. Rund 40 SPD-Politiker aller Flügel plädieren in einem Aufruf für Koalitionsgespräche - "aus Verantwortung für Deutschland, Europa und die SPD", wie es in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Appell heißt. Zu den Unterzeichnern zählen auch die ehemaligen Juso-Vorsitzenden Niels Annen und Björn Böhning.

Merkel reist nach Davos - aber kein Treffen mit Trump

DAVOS - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt in der kommenden Woche am Weltwirtschaftsforum in Davos teil, wird dort aber nicht auf US-Präsident Donald Trump treffen. Die beiden sind an unterschiedlichen Tagen bei der weltweit wichtigsten wirtschaftspolitischen Konferenz in der Schweiz: Merkel nur am Mittwoch, Trump reist frühestens Donnerstag an und redet am Freitag.

Kreise: Notenbanker Williams hat gute Chancen als neuer Fed-Vize

NEW YORK/WASHINGTON - Bei der Besetzung des Postens des Vizechefs der US-Notenbank Fed scheint der Präsident der regionalen Notenbank von San Francisco, John Williams, laut einem Pressebericht gute Chancen zu haben. US-Präsident Donald Trump erwäge, Williams bei der anstehenden Neubesetzung zu nominieren, berichtet das "Wall Street Journal" (Freitagausgabe) und beruft sich auf namentlich nicht genannte Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut seien. Ein Sprecher der Notenbank von San Francisco wollte den Bericht auf Anfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg nicht kommentieren.

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