dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 27.11.2017

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USA: Neubauverkäufe steigen überraschend

WASHINGTON - In den USA sind die Verkäufe neuer Häuser im Oktober überraschend und deutlich gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat seien sie um 6,2 Prozent geklettert, teilte das Handelsministerium am Montag mit. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang um 6,1 Prozent erwartet.

ROUNDUP 2: Merkel bietet SPD Gespräche an und nennt wichtige Politikfelder

BERLIN - Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat der SPD faire Gespräche über eine Neuauflage der großen Koalition angeboten und zugleich Schwerpunkte einer künftigen Regierung benannt. Wie die Sondierungen mit FDP und Grünen wolle ihre Partei die Gespräche mit den Sozialdemokraten "ernsthaft, engagiert, redlich" führen, sagte die Kanzlerin nach einer CDU-Vorstandssitzung am Montag in Berlin. Nach ersten Forderungen aus der SPD für eine künftige Steuer-, Sozial- und Gesundheitspolitik hob Merkel hervor, dass es Themen mit "größerer Dringlichkeit" als vor vier Jahren gebe.

ROUNDUP: Chinas Premier trifft Regierungschefs aus Mittel- und Osteuropa

BUDAPEST - Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang ist am Montag in der ungarischen Hauptstadt Budapest mit seinen Amtskollegen aus 16 mittel- und osteuropäischen Ländern zusammengetroffen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Infrastrukturprojekte in der Region. Parallel dazu fand ein Wirtschaftsforum statt.

SPD-Chef Schulz: 'Keine Option ist vom Tisch'

BERLIN - Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz schließt eine Zusammenarbeit mit CDU und CSU nicht aus, will sich aber vorerst nicht auf ein konkretes Modell festlegen. "Keine Option ist vom Tisch", sagte Schulz am Montag in Berlin nach einer Sitzung des Parteivorstands. Nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierung gelten eine Neuauflage der großen Koalition sowie eine von der SPD tolerierte Minderheitsregierung als mögliche Alternativen zur Neuwahl.

ROUNDUP: Merkel bietet SPD 'ernsthafte, engagierte, redliche' Gespräche an

BERLIN - CDU-Chefin Angela Merkel hat der SPD faire Gespräche über die mögliche Aufnahme von Koalitionsverhandlungen angeboten. Wie die Sondierungen mit FDP und Grünen wolle ihre Partei diese Gespräche "ernsthaft, engagiert, redlich" führen, sagte die Kanzlerin nach einer CDU-Vorstandssitzung am Montag in Berlin. "Es gibt jetzt ein Gesprächsangebot, das meinen wir ernst."

ROUNDUP 3: Mögliche Verhandlungen über große Koalition erst im neuen Jahr

BERLIN - Führende CDU-Politiker wollen die SPD bei einer möglichen Neuauflage der großen Koalition nicht unter Zeitdruck setzen. Sie gehen daher davon aus, dass Verhandlungen frühestens im neuen Jahr beginnen können. Unterdessen gibt es bereits Streit um Forderungen aus der SPD für eine künftige Steuer-, Sozial- und Gesundheitspolitik in einer neuerlichen schwarz-roten Koalition.

Italien: Verbraucher etwas weniger zuversichtlich

ROM - In Italien hat sich die Stimmung der Verbraucher im November etwas eingetrübt, allerdings von hohem Niveau aus. Nach Angaben des Statistikamts Istat vom Montag fiel der Stimmungsindikator um 1,7 Punkte auf 114,3 Zähler. Analysten hatten dagegen einen Zuwachs auf 116,5 Punkte erwartet.

CDU-Vize Klöckner: Gespräche mit SPD wohl erst im neuen Jahr

BERLIN - Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner geht von möglichen Gesprächen mit der SPD über eine große Koalition erst im neuen Jahr aus. "Dann sollte es überall grünes Licht geben, dass man über eine Koalition verhandelt", sagte die rheinland-pfälzische Landesparteichefin am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Gründlichkeit gehe vor Schnelligkeit. Die SPD, die sich nach der Bundestagswahl vor zwei Monaten zunächst auf eine Rolle in der Opposition festgelegt hatte, brauche noch etwas Zeit, sagte Klöckner und verwies etwa auf den Parteitag der Sozialdemokraten in knapp zwei Wochen: "Man hätte danach nur eine Woche bis zur Winterpause."

Griechenlands Geldgeber starten neue Prüfungsrunde in Athen

ATHEN - Die internationalen Gläubiger starten an diesem Montag neue intensive Kontrollen zu Griechenlands Reformbemühungen. Zum Auftakt geht es um die Entwicklung der Staatsfinanzen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Kreisen des Finanzministeriums in Athen erfuhr. Ein erstes Bild von der aktuellen Lage soll es nach Angaben eines Beamten des Athener Finanzministeriums, der an den Verhandlungen teilnimmt, am 4. Dezember bei einer Sitzung der Eurogruppe geben. Mit dem Abschluss dieser Kontrolle wird jedoch frühestens im Januar gerechnet, berichtete die Athener Finanzpresse am Wochenende. Das dritte Hilfspaket für Griechenland seit 2010 in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro läuft im August 2018 aus. Athen hofft bis dahin, das nötige Vertrauen an den Finanzmärkten wieder zu gewinnen, um sich eigenständig Geld zu leihen.

ROUNDUP/Koalitionspoker 2.0: Union und SPD bringen sich für GroKo in Stellung

BERLIN - Nach dem Scheitern der Jamaika-Gespräche bringen sich Union und SPD für eine Neuauflage der großen Koalition in Stellung. Kanzlerin Angela Merkel drängt zu einer raschen Regierungsbildung. Neuwahlen erteilte die CDU-Chefin am Wochenende eine Absage. Die SPD zeigte sich gesprächsbereit, will aber kein neues Bündnis mit der Union um jeden Preis. Führende Sozialdemokraten stellten am Wochenende einen Strauß an inhaltlichen Bedingungen - die CDU warnte daraufhin die SPD, die Gespräche mit Maximalforderungen zu belasten. Aber auch die Union stellt bereits Bedingungen auf.

Japan vor Anfahren weiterer Atomreaktoren

TOKIO - Trotz Protesten in der Bevölkerung wird Japan in Kürze zwei weitere Atomreaktoren wiederanfahren. Der Gouverneur der Provinz Fukui am Japan-Meer, Issei Nishikawa, gab am Montag sein Einverständnis, dass der Betreiberkonzern Kansai Electric die Reaktoren 3 und 4 im Atomkraftwerk Ohi wieder hochfährt. Damit können die beiden Reaktoren voraussichtlich ab Anfang nächsten Jahres wieder in Betrieb gehen. Nach zwei Jahren Stillstand aller Reaktoren im Land als Konsequenz aus der Atomkatastrophe in Fukushima von 2011 hatte Japan im August 2015 erstmals wieder zwei Rektoren hochgefahren. Inzwischen laufen von Japans noch funktionsfähigen 42 Reaktoren vier.

Bund will Milliardenprogramm für bessere Luft schnell auf Weg bringen

BERLIN - Die Bundesregierung will das geplante Milliarden-Sofortprogramm für bessere Luft in Städten schnell auf den Weg bringen und damit drohende Diesel-Fahrverbote verhindern. "Unser gemeinsames Ziel ist es, dass in allen von Grenzwertüberschreitungen betroffenen Kommunen möglichst schnell eine Einhaltung der Stickstoffdioxid-Grenzwerte erreicht wird", heißt es im Entwurf eines Ergebnispapiers für ein Spitzentreffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Kommunen am Dienstag. Das Papier lag der Deutschen Presse-Agentur am Montag vor. Zuvor hatte das "RedaktionsNetzwerk Deutschland" darüber berichtet.

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