dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 20.12.2017

dpa-AFX

ROUNDUP: EU bietet Großbritannien Übergangsfrist bis Ende 2020

BRÜSSEL/LONDON - Die Europäische Union bietet Großbritannien nach dem Brexit eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2020 an. In diesem Zeitraum müsse das Vereinigte Königreich aber alle Regeln des EU-Binnenmarkts und der Zollunion einhalten, teilte EU-Unterhändler Michel Barnier am Mittwoch mit. Großbritannien will die Staatengemeinschaft am 29. März 2019 verlassen. Unterdessen konnte die britische Premierministerin Theresa May eine drohende Brexit-Schlappe im Parlament durch eine Kompromisslösung abwenden.

USA: Verkäufe bestehender Häuser steigen deutlich

WASHINGTON - In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser im November deutlich gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat legten sie um 5,6 Prozent zu, wie die Maklervereinigung "National Association of Realtors" (NAR) am Mittwoch in Washington mitteilte. Das ist der stärkste Anstieg seit Ende 2015. Erwartet wurde ein Zuwachs von lediglich 0,9 Prozent. Zugleich wurde der Zuwachs im Vormonat von ursprünglich 2,0 auf 2,4 Prozent korrigiert.

ROUNDUP: Union und SPD wollen vom 7. bis 12. Januar sondieren

BERLIN - Die Spitzen von CDU, CSU und SPD wollen vom 7. bis 12. Januar über eine Regierungsbildung sondieren. Das Ergebnis der Sondierungen solle anschließend in den Parteigremien und Fraktionen beraten werden, teilten CDU, CSU und SPD am Mittwoch nach gut siebenstündigen Beratungen in Berlin mit.

ROUNDUP: Land muss Verkehr an Schmutzkreuzung reduzieren - Kommen Fahrverbote?

STUTTGART - Nach einer erneuten Schlappe für das Land im Rechtsstreit um Stuttgarts miese Luft könnte es nun doch zu punktuellen Fahrverboten in der Autostadt kommen. Um die Schadstoffe an Deutschlands schmutzigster Straßenkreuzung zu reduzieren, muss der Verkehr dort an Tagen mit hoher Belastung zur Not mit Fahrverboten reduziert werden, wie das Verwaltungsgericht Stuttgart am Mittwoch entschied. Bleibt das Land wie angekündigt bis Ende April 2018 untätig, droht ein sogenanntes Zwangsgeld in Höhe von 10 000 Euro. Das Land kann gegen die Entscheidung noch Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof einlegen (Az.: 13 K 14557/17).

EU-Kommission besorgt wegen Bitcoins - Regulierer sollen Warnungen aktualisieren

BRÜSSEL - Die EU-Kommission beobachtet die Turbulenzen rund um den Bitcoin und andere Digitalwährungen zunehmend mit Sorge und fordert die Regulierer zu eindringlicheren Warnungen auf. Man habe den Bitcoin in den vergangenen Wochen mit großer Aufmerksamkeit im Blick gehabt, sagte Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis am Mittwoch in Brüssel. Er habe europäische Regulierungsbehörden angeschrieben und sie gebeten, angesichts der jüngsten Marktentwicklungen als Notfallmaßnahme ihre jüngsten Warnungen zu aktualisieren.

Belgien: Geschäftsklima trübt sich überraschend ein

BRÜSSEL - In Belgien hat sich das Geschäftsklima im Dezember überraschend eingetrübt. Der Indikator sei im Vergleich zum Vormonat um 1,5 Punkte auf 0,1 Punkte gefallen, teilte die belgische Notenbank (BNB) am Mittwoch in Brüssel mit. Volkswirte hatten stattdessen mit einem Anstieg auf 2,0 Punkten gerechnet. Im November hatte der Indikator noch mit 1,6 Punkten den höchsten Wert seit April 2011 erreicht.

Deutsche Wirtschaft gibt erneut mehr Geld für Innovationen aus

BERLIN/ESSEN - Die deutsche Wirtschaft investiert immer mehr Geld in interne Forschung und experimentelle Entwicklung (FuE). Die Ausgaben dafür lagen im vergangenen Jahr mit 62,8 Milliarden Euro rund 3,1 Prozent höher als noch 2015, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Essener Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft hervorgeht. Dafür stockten die Konzerne auch personell auf: 413 000 Beschäftigte waren 2016 laut Verband in der Innovationsforschung tätig - rund 8000 mehr als noch 2015.

Brüssel will große Investmentfirmen unter EZB-Aufsicht stellen

BRÜSSEL - Große Investmentfirmen sollen nach dem Willen der EU-Kommission künftig wie systemrelevante Banken unter die Aufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) gestellt werden. Einen entsprechenden Gesetzesvorschlag legte die Brüsseler Behörde am Mittwoch vor. Demnach sollen Firmen mit Vermögenswerten von mehr als 30 Milliarden Euro in Zukunft als wichtige Kreditinstitute eingestuft und dementsprechend behandelt werden. Für kleinere Investmentfirmen sollen hingegen vereinfachte Regeln gelten, um ihnen Geschäfte in Europa zu erleichtern.

ROUNDUP/IWF: Brexit-Verhandlungen sind größtes Risiko für britische Wirtschaft

WASHINGTON/LONDON - Die Verhandlung über den Austritt aus der Europäischen Union sind nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) das größte Risiko für die Wirtschaft Großbritanniens. Falls es schneller als erwartet zu Fortschritten bei den Verhandlungen komme, könne dies das Vertrauen stärken, schreibt der IWF in seinem am Mittwoch veröffentlichten Länderbericht zu Großbritannien. Ein Scheitern der Gespräche hingegen könnte zu einem ungeordneten Austritt aus der EU und zu einem starken Einbruch an den Finanzmärkten führen.

ROUNDUP: EU bietet Großbritannien Übergangsfrist bis Ende 2020

BRÜSSEL - Die Europäische Union bietet Großbritannien nach dem Brexit eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2020. Dies teilte der EU-Unterhändler Michel Barnier am Mittwoch mit. In dieser Übergangszeit müsse Großbritannien alle Regeln des EU-Binnenmarkts und der Zollunion einhalten. Das Vereinigte Königreich will die EU am 29. März 2019 verlassen.

Schwedens Notenbank bleibt auf Kurs - keine Ausweitung der Anleihekäufe

STOCKHOLM - Die schwedische Notenbank hält an ihrer extrem lockeren Geldpolitik fest. Der Leitzins verbleibe weiterhin bei minus 0,5 Prozent, teilte die Schwedische Reichsbank am Mittwoch in Stockholm mit. Wie bereits zuvor angekündigt, sei erst ab Mitte 2018 mit Zinserhöhungen zu rechnen. Eine Verlängerung des noch bis zum Jahresende laufenden Wertpapierkaufprogramms gaben die Notenbanker nicht bekannt. Sie wollen aber bereits im Januar mit Reinvestitionen beginnen.

Studie: Erdöl bleibt der wichtigste Treibstoff für Handelsschiffe

HAMBURG - In der Schifffahrt ist verflüssigtes Erdgas (LNG) als Treibstoff schwer im Kommen, doch Erdöl bleibt noch für Jahrzehnte die wichtigste Antriebsenergie. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch in Hamburg verbreitete internationale Studie des Technik-Konzerns DNV GL, die sich mit der Zukunft der weltweiten Energieversorgung bis 2050 und den Auswirkungen auf die Schifffahrt beschäftigt.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.