dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 21.11.2017

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ROUNDUP: Steinmeier sucht nach Ausweg aus Krise - Heute Gespräch mit Lindner

BERLIN - Nach dem überraschenden Abbruch der Gespräche über ein Jamaika-Bündnis sucht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach einem Ausweg aus der verfahrenen Situation. Steinmeier will heute mit FDP-Chef Christian Lindner ausloten, ob es noch Chancen für eine Jamaika-Koalition mit Union und Grünen gibt. Das Treffen sei um 16.00 Uhr geplant, sagte Lindners Sprecher der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Dem Vernehmen nach empfängt Steinmeier noch vor Lindner die Grünen-Vorsitzenden Simone Peter und Cem Özdemir in seinem Amtssitz Schloss Bellevue. Sollten die Jamaika-Sondierungen nicht wieder aufgenommen werden, drohen Neuwahlen.

USA: Verkäufe bestehender Häuser steigen überraschend deutlich

WASHINGTON - In den USA haben die Verkäufe bestehender Häuser im Oktober überraschend deutlich zugelegt. Im Vergleich zum Vormonat seien sie um 2,0 Prozent zum Vormonat gestiegen, teilte die Maklervereinigung "National Association of Realtors" (NAR) am Dienstag in Washington mit. Erwartet wurde lediglich ein Zuwachs von 0,2 Prozent. Allerdings wurde der Zuwachs im Vormonat von ursprünglich 0,7 Prozent auf 0,4 Prozent nach unten revidiert. Auf das Jahr hochgerechnet wurden im Oktober 5,48 Millionen Häuser verkauft. Erwartet wurden 5,40 Millionen Häuser.

May: EU und London sollen über Handelsabkommen sprechen

LONDON - Die britische Premierministerin Theresa May will Gespräche mit der EU über ein Handelsabkommen für die Zeit nach dem Brexit vorantreiben. London wolle nun bei den Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der EU nicht mehr nur über die Trennungsfragen, sondern die zukünftige Partnerschaft sprechen, sagte May am Dienstag in London.

Erste SPD-Abgeordnete kritisieren Groko-Ausschluss

BERLIN - In der SPD-Bundestagsfraktion trauen sich erste Politiker, den Beschluss der Parteispitze gegen eine erneute große Koalition zu kritisieren. So spricht sich der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Bernd Westphal, klar für Gespräche mit CDU/CSU und gegen Neuwahlen aus. "Die SPD hat sich zu weit festgelegt", sagte Westphal dem "Handelsblatt" (Dienstag). Er glaube, dass noch Bewegung möglich sei. "Die SPD muss klare Bedingungen formulieren und die Union Gelenkigkeit beweisen."

Pariser Parlament berät Ratifizierung von Macrons Arbeitsmarktreform

PARIS - Frankreichs Nationalversammlung berät von Dienstag an erneut über die umstrittene Arbeitsmarktreform von Präsident Emmanuel Macron. Die Regierung hatte die Lockerung des Arbeitsrechts im September bereits per Verordnung in Kraft gesetzt, nachdem das Parlament ihr dazu eine Vollmacht erteilt hatte. Damit die Änderungen Gesetzeskraft erlangen, muss das Parlament die Reform aber noch ratifizieren. Das gilt als sicher, da das Macron-Lager eine klare Mehrheit in der Nationalversammlung hat.

Russland und Tschechien weiten bilaterale Beziehungen aus

SOTSCHI - Russland und Tschechien wollen trotz EU-Sanktionen gegen Moskau ihre bilateralen Wirtschaftsbeziehungen ausbauen. "Die Zusammenarbeit hat sich trotz der Sanktionen entwickelt", sagte Kremlchef Wladimir Putin bei einem Treffen mit dem tschechischen Präsidenten Milos Zeman in Sotschi am Dienstag. Seinen Angaben zufolge ist der Handel zwischen den beiden Ländern in den vergangenen neun Monaten um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen.

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