dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 17.03.2021 - 17.00 Uhr

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ROUNDUP 2: 'Wirtschaftsweise' senken Prognose - Impfen als Konjunkturhebel

BERLIN - Ein anhaltender Corona-Lockdown und Probleme beim Impfen könnten den Aufschwung in Deutschland verzögern. Die "Wirtschaftsweisen" senkten am Mittwoch ihre Konjunkturprognose für 2021. Im ersten Quartal wird ein Rückgang der Wirtschaftsleistung erwartet. Als größtes Risiko für die Konjunktur sehen die Experten eine dritte Welle - vor allem wenn die Industrie stark von Einschränkungen und Betriebsschließungen betroffen wäre.

ROUNDUP: Biden droht Putin - harsche Kritik des US-Präsidenten am Kremlchef

WASHINGTON/MOSKAU - Nach vernichtender Kritik von US-Präsident Joe Biden an Kremlchef Wladimir Putin eskaliert der Streit zwischen Washington und Moskau. Biden antwortete in einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview des Senders ABC auf die Frage, ob er denke, dass Putin ein "Killer" sei: "Das tue ich." Der US-Präsident löste damit sofort Kritik in Moskau aus. "Biden hat mit seinen Aussagen die Bürger unseres Landes beleidigt", schrieb Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin im Nachrichtenkanal Telegram. "Putin ist unser Präsident, Angriffe auf ihn sind Angriffe auf unser Land." Wolodin sprach im Zusammenhang mit Bidens Aussagen von "Hysterie" und "Ohnmacht".

ROUNDUP: WHO empfiehlt vorerst weiter Einsatz von Astrazeneca-Impfstoff

GENF - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt vorerst weiter den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca <GB0009895292>. "Die WHO ist der Meinung, dass die Vorteile die Risiken überwiegen", teilte die Organisation am Mittwoch in Genf mit.

USA: Baubeginne und Genehmigungen geben stark nach

WASHINGTON - Die US-Bauwirtschaft hat sich im Februar schwach entwickelt. Sowohl die Zahl der neu begonnenen Bauten als auch der genehmigten Häuser ging kräftig zurück. Die Baubeginne fielen zum Vormonat um 10,3 Prozent, wie das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten einen viel schwächeren Rückgang um im Schnitt 1,3 Prozent erwartet.

ROUNDUP: Kretschmer hält jüngste Corona-Lockerungen für gescheitert

DRESDEN - Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) hält die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern zu Lockerungen in der Corona-Pandemie für gescheitert. "Es funktioniert nicht", sagte der Ministerpräsident am Mittwoch in einer Videokonferenz mit Kommunalpolitikern aus dem Erzgebirge und verwies dabei auf die erneut wachsende Zahl an Corona-Infektionen. "Jetzt müssen wir versuchen, die Sache wieder einzufangen und vor die Lage zu kommen."

Griechenland legt erfolgreich 30-jährige Anleihe auf

ATHEN - Griechenland hat sich am Mittwoch mit einer 30-jährigen Staatsanleihe frisches Geld in Höhe von 2,5 Milliarden Euro beschafft. Zuletzt hatte sich Athen vor 16 Jahren Geld mit einer 30-jährigen Anleihe geliehen, berichtete das Staatsfernsehen (ERT). Die Rendite lag demnach nach Informationen aus Kreisen des Finanzministeriums bei 1,9 Prozent. Die Nachfrage nach diesen griechischen Staatsanleihen war sehr hoch. Es habe Anträge in Höhe von rund 26 Milliarden Euro gegeben, berichtete das Staatsfernsehen weiter.

ROUNDUP/Von der Leyen: Mit dem 'Grünen Zertifikat' zurück zur Reisefreiheit

BRÜSSEL - Die Europäer sollen nach dem Willen der EU-Kommission im Sommer wieder reisen können - mit einem "Grünen Zertifikat" als Nachweis von Impfungen, Tests oder einer überstandenen Covid-Erkrankung. Das Konzept stellte Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Mittwoch in Brüssel vor. Nach harter Kritik am Impfstoffmangel will sie zudem nun strikter darauf achten, dass die Hersteller vorrangig die EU beliefern. Impfstoffexporte in Länder wie Großbritannien sollen notfalls schärfer beschränkt werden.

Eurozone: Inflation stabil bei 0,9 Prozent

LUXEMBUG - Die Inflation in der Eurozone ist im Februar stabil geblieben. Die Lebenshaltungskosten lagen unter dem Strich 0,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Der Anstieg fällt damit so stark aus wie im Januar. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Verbraucherpreise im Februar um 0,2 Prozent. Vorläufige Zahlen wurden bestätigt.

Japan: Exporte fallen stärker als erwartet

TOKIO - Die Exporte Japans sind im Februar wegen des chinesischen Neujahresfests und des kalten Winterwetters in den Vereinigten Staaten wieder gefallen. Das Minus von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, das das japanische Finanzministerium am Mittwoch in Tokio mitteilte, fiel zudem höher aus als Experten erwartet hatten. Damit ist die leichte Erholung der Exporte in den vergangenen beiden Monaten wieder vorbei.

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