dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 02.11.2017

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ROUNDUP 2: Britische Notenbank erhöht Leitzins erstmals seit zehn Jahren

LONDON - Die britische Notenbank hat ihren Leitzins erstmals seit rund zehn Jahren erhöht. Wie die Bank of England am Donnerstag in London mitteilte, steigt der Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 0,5 Prozent. Es ist die erste Zinsanhebung seit Mitte 2007. Analysten hatten mehrheitlich mit dem Schritt gerechnet, weil die Zentralbank bereits starke Hinweise darauf gegeben hatte.

Spaniens Staatsanwaltschaft fordert Festnahme von Puigdemont

MADRID - Die spanische Staatsanwaltschaft hat die Festnahme des nach Belgien ausgereisten katalanischen Ex-Regionalpräsidenten Carles Puigdemont beantragt. Im offiziellen Antrag wird die Ausstellung eines Europäischen Such- und Haftbefehls auch gegen die vier Ex-Minister der abgesetzten katalanischen Regierung gefordert, die sich den Erkenntnissen zufolge in Brüssel aufhalten und eine Vorladung der Justiz am Donnerstag missachtet hatten, wie Medien unter Berufung auf Justizssprecher in Madrid berichteten.

Griechenland-Anleihen: Niedrigste Rendite seit Beginn der Hilfsprogramme

FRANKFURT - Griechenland bekommt an den Finanzmärkten wieder so viel Vertrauen entgegengebracht wie seit der ersten Eskalation der Staatsschuldenkrise nicht mehr. Die Rendite zehnjähriger griechischer Staatsanleihen fiel am Donnerstag um 0,22 Prozentpunkte bis auf 5,05 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit Dezember 2009, also vor dem Start des ersten Hilfsprogramms internationaler Gläubiger im Jahr 2010. Das Programm war nötig geworden, weil Griechenland sich nicht mehr selbst an den Finanzmärkten finanzieren konnte.

ROUNDUP: Staatsanwalt fordert U-Haft für katalanische Separatisten

MADRID - Die spanische Staatsanwaltschaft hat für Mitglieder der abgesetzten separatistischen Regionalregierung von Katalonien Untersuchungshaft beantragt. Der Antrag gilt zunächst für alle neun Politiker, die vor der Untersuchungsrichterin am Donnerstag in Madrid erschienen, wie Medien unter Berufung auf Justizsprecher berichteten. Darunter war nicht Ex-Regionalpräsident Carles Puigdemont, der sich nach Belgien abgesetzt hat.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend gefallen

WASHINGTON - In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend gefallen. Sie sanken um 5 000 auf 229 000 Anträge, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg auf 235 000 Anträge gerechnet.

USA: Produktivität steigt so stark wie seit drei Jahren nicht

WASHINGTON - Die Produktivität der amerikanischen Wirtschaft hat im dritten Quartal so stark zugelegt wie seit drei Jahren nicht mehr. Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte, betrug der Zuwachs einer ersten Schätzung zufolge 3,0 Prozent. Das ist der höchste Anstieg seit dem dritten Quartal 2014. Analysten hatten im Mittel mit nur 2,6 Prozent gerechnet. Im zweiten Quartal hatte die Produktivität um 1,5 Prozent zugelegt.

ROUNDUP: Tschechiens Notenbank hebt Leitzins erneut an

PRAG - Die tschechische Notenbank hat zum zweiten Mal in diesem Jahr auf die glänzende wirtschaftliche Entwicklung Tschechiens mit einer Zinserhöhung reagiert. Der Leitzins werde von 0,25 auf 0,50 Prozent angehoben, teilte die Zentralbank am Donnerstag in Prag mit. Experten hatten dies erwartet. Bereits im August hatten die Währungshüter erstmals seit den zahlreichen Zinssenkungen in Reaktion auf die jüngste Finanzkrise die Rate wieder angehoben.

Tschechiens Notenbank hebt Leitzins erneut an

PRAG - Die tschechische Notenbank hat zum zweiten Mal in diesem Jahr auf die glänzende wirtschaftliche Entwicklung Tschechiens mit einer Zinserhöhung reagiert. Der Leitzins werde von 0,25 auf 0,50 Prozent angehoben, teilte die Zentralbank am Donnerstag in Prag mit. Experten hatten dies erwartet. Bereits im August hatten die Währungshüter erstmals seit den zahlreichen Zinssenkungen in Reaktion auf die jüngste Finanzkrise die Rate wieder angehoben.

Jamaika-Verhandlungsführer beraten am Freitag und Montag

BERLIN - Die Verhandlungsführer der Jamaika-Parteien treffen sich am Freitag von 11.00 bis 13.00 Uhr, um über den weiteren Fortgang der Gespräche zu beraten. Nach dpa-Informationen ist eine weitere Chefrunde für Montagabend ab 19.00 Uhr geplant. Es soll unter anderem um Verfahrensfragen gehen - etwa, wie man bei den größeren Streitthemen vorankommen will.

ROUNDUP: Jamaika-Runde für Tierschutz und neue Klagewege für Verbraucher

BERLIN - Mehr Tierschutz, weniger Pestizide und neue Klagewege für Verbraucher: Die Unterhändler von CDU, CSU, FDP und Grünen sind sich über diese Ziele eines Jamaika-Bündnisses im Grundsatz einig. Doch bei den Sondierungen in Berlin hat sich auch bei diesen Themen erneut gezeigt, dass auf dem Weg dahin noch hohe Hürden stehen. Alle Seiten äußerten am Donnerstag aber den Willen zur Einigung - trotz weiterer strittiger Punkte etwa in der Außen- oder Handelspolitik. An diesem Freitag wollen die Unterhändler eine Zwischenbilanz ziehen.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.