dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 21.12.2017

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ROUNDUP 2: Trump setzt nach Steuerreform auf Wirtschaftsboom

WASHINGTON - Nach ihrem Erfolg bei der Durchsetzung eines neuen Steuergesetzes nehmen US-Präsident Donald Trump und die Republikaner in seltener Geschlossenheit Kurs auf das neue Jahr. Die vom Kongress verabschiedete Steuersenkung sei die größte in der Geschichte des Landes, erklärte Trump. "Wir haben jeden Rekord gebrochen."

USA: FHFA-Hauspreisindex steigt stärker als erwartet

NEW YORK - In den USA sind die Hauspreise im Oktober stärker gestiegen als erwartet. Der FHFA-Hauspreisindex erhöhte sich zum Vormonat um 0,5 Prozent, wie die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Donnerstag in New York mitteilte. Volkswirte hatten einen Zuwachs um 0,4 Prozent erwartet.

USA: Wirtschaft wächst geringfügig schwächer als gedacht

WASHINGTON - Die US-Wirtschaft ist im Sommer geringfügig schwächer gewachsen als bisher bekannt. Wie das Handelsministerium am Donnerstag in einer dritten Schätzung mitteilte, erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal um auf das Jahr hochgerechnet 3,2 Prozent zum Vorquartal. Eine zweite Schätzung hatte einen Anstieg um annualisiert 3,3 Prozent ergeben. Analysten hatten mit einer Bestätigung gerechnet.

ROUNDUP: Hohe Beteiligung bei Katalonien-Neuwahl - Umkämpftes Rennen erwartet

BARCELONA - Knapp zwei Monate nach der Absetzung der Separatisten-Regierung in Katalonien hat die Neuwahl des Regionalparlaments Massen von Menschen an die Urnen gelockt. Bis Donnerstagmittag hätten trotz des Werktages bereits 34,69 Prozent der 5,5 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, erklärte ein Regierungssprecher. Schon vor Öffnung der 2680 Wahllokale hatten sich am Morgen vielerorts lange Schlangen gebildet. Der Ausgang der Abstimmung war ungewiss. Umfragen sagten ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Separatisten und ihren Gegnern voraus.

USA: Mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe als erwartet

WASHINGTON - In den USA hat es in der vergangenen Woche mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gegeben als erwartet. Die Anzahl stieg um 20 000 auf 245 000 Anträge, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten hingegen mit 233 000 Anträgen gerechnet.

USA: Philly-Fed-Index steigt überraschend

PHILADELPHIA - In den USA hat sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Dezember überraschend aufgehellt. Der Indikator der regionalen Notenbank (Philly-Fed-Index) legte zum Vormonat um 3,5 Punkte auf 26,2 Zähler zu, wie die regionale Zentralbank am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten hingegen mit einem Rückgang auf 21,0 Punkte gerechnet.

Hohe Wahlbeteiligung in Katalonien

BARCELONA - Bei der Regionalwahl in der spanischen Konfliktregion Katalonien zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab. Bis 13.00 Uhr hatten am Donnerstag knapp 34,7 Prozent aller wahlberechtigten Bürger ihre Stimme abgegeben, wie die Wahlbehörden mitteilten. Das seien nur 0,4 Prozentpunkte weniger als bei der Parlamentswahl im Herbst 2015, hieß es.

ROUNDUP: Britischer Vize-Premier Damian Green tritt zurück - May unter Druck

LONDON - Die Regierung in London zerbröselt: Die britische Premierministerin Theresa May steht nach dem Rücktritt ihres Stellvertreters Damian Green im Zuge eines Sex-Skandals extrem stark unter Druck. Der Kabinettschef war wegen Belästigungsvorwürfen und Berichten über Pornografie auf seinen Dienstrechnern unter Beschuss geraten. Der 61-Jährige gab am Mittwochabend sein Amt auf.

Deutsche Wirtschaft in Russland für 2018 vorsichtig optimistisch

MOSKAU - Die deutschen Unternehmen in Russland sehen ihre Geschäftsaussichten für 2018 trotz zahlreicher Probleme vorsichtig optimistisch. Ihre wirtschaftliche Entwicklung beurteilen 71 Prozent als stabil, ergab eine Umfrage unter Mitgliedsfirmen der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) in Moskau. Über 60 Prozent verzeichneten in diesem Jahr ein Umsatzplus.

Stimmung der britischen Verbraucher noch schlechter als nach Brexit-Votum

LONDON - Mitten in der Weihnachtszeit ist die Stimmung der britischen Verbraucher erstmals noch unter ein Tief infolge des Brexit-Votums im Sommer 2016 gefallen. Der entsprechende Indikator des Marktforschungsinstituts GfK ist im Dezember um einen Punkt auf minus 13 Punkte gesunken und erreichte den schwächsten Stand seit vier Jahren, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Einen Monat nach dem Brexit-Votum war die Stimmung zwar drastisch eingebrochen, allerdings nicht ganz so weit wie jetzt.

Japans Notenbankchef: Bitcoin ist ein Spekulationsobjekt

TOKIO - Die bereits lange Reihe an prominenten Bitcoin-Kritikern ist um eine Person reicher. Am Donnerstag äußerte sich der Chef der japanischen Notenbank, Haruhiko Kuroda, zu der umstrittenen Kryptowährung. Der Bitcoin sei ein "Spekulationsobjekt", sagte der Notenbanker nach dem Zinsentscheid der Bank of Japan.

Frankreich: Bestes Geschäftsklima seit zehn Jahren

PARIS - Die Stimmung in der französischen Wirtschaft ist weiter im Höhenflug und lässt eine konjunkturelle Erholung erwarten. Der Indikator für das Geschäftsklima legte im Dezember überraschend zu. Das Stimmungsbarometer für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone stieg um einen Punkt auf 112 Zähler, wie das Statistikamt Insee am Donnerstag mitteilte. Damit erreichte der Indikator den höchsten Wert seit Ende 2007.

ROUNDUP: Japanische Notenbank hält an ultralockerer Geldpolitik fest

TOKIO - Japans Zentralbank bleibt auf Kurs: Da die Preise in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt trotz guter Konjunktur noch immer nicht so anziehen wie gewünscht, setzen die Währungshüter ihre extrem lockere Geldpolitik fort. Das entschied die Bank of Japan (BoJ) am Donnerstag erwartungsgemäß nach Abschluss zweitägiger Beratungen. Die Notenbank versucht seit Jahren, die Inflation anzuheizen. Zwar ist das Bruttoinlandsprodukt zuletzt sieben Quartale in Folge gestiegen. Auch hat sich Japan nach Einschätzung von Ökonomen aus der deflationären Spirale mit stetig fallenden Preisen inzwischen befreit. Doch der Preisanstieg liegt noch immer weit unter dem angestrebten Inflationsziel der BoJ von zwei Prozent.

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