dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 17.12.2021 - 17.00 Uhr

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ROUNDUP: Corona-Welle drückt Ifo-Geschäftsklima auf tiefsten Stand seit Februar

MÜNCHEN - Die aktuelle Corona-Welle belastet die Stimmung in der deutschen Wirtschaft erheblich. Das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer, fiel im Dezember gegenüber dem Vormonat um 1,9 Punkte auf 94,7 Zähler, wie das Ifo-Institut am Freitag in München mitteilte. Nach dem sechsten Rückgang in Folge notiert der Indikator auf dem tiefsten Stand seit Februar. Analysten hatten im Schnitt mit einem moderateren Rückgang auf 95,3 Punkte gerechnet.

Bundesbank: Aufschwung verschiebt sich etwas nach hinten - Höhere Inflation

FRANKFURT - Die deutsche Wirtschaft erleidet nach Einschätzung der Bundesbank im Winter einen Rückschlag. Die Corona-Pandemie und Lieferengpässe dürften das Wachstum im Winterhalbjahr bremsen. "Der Aufschwung verschiebt sich zeitlich etwas nach hinten", erläuterte der scheidende Bundesbankpräsident Jens Weidmann am Freitag. Die Notenbank rechnet mit einem deutlich schwächeren Wachstum in diesem und im kommenden Jahr und einer höheren Inflation als noch im Juni angenommen.

Eurozone: Inflation steigt auf Rekordwert von 4,9 Prozent

LUXEMBURG - Die Inflationsrate im Euroraum ist im November auf einen Rekordwert gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im Jahresvergleich um 4,9 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit wurde eine erste Schätzung bestätigt. Es ist der höchste Wert seit dem Start der Währungsunion. Im Vormonat hatte die Teuerungsrate noch bei 4,1 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Oktober stiegen die Verbraucherpreise im November um 0,4 Prozent.

Russische Notenbank hebt Leitzins deutlich an

MOSKAU - Die russische Notenbank hat mit einer deutlichen Zinserhöhung auf die hohe Inflation im Land reagiert. Der Leitzins werde um 1,0 Prozentpunkte auf 8,5 Prozent angehoben, teilte die Zentralbank am Freitag in Moskau mit. Analysten hatten diesen Schritt erwartet.

Russland kündigt Antwort auf Verlängerung der EU-Sanktionen an

MOSKAU - Russland will die Verlängerung der EU-Sanktionen im Ukraine-Konflikt nicht unbeantwortet lassen. "Wir haben eine ganze Palette an funktionierenden Gegenmaßnahmen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge am Freitag. Nach der Verlängerung der EU-Sanktionen um weitere sechs Monate werde Russland ebenfalls seine Strafmaßnahmen fortsetzen. Peskow betonte zugleich, dass Moskau die Sanktionen des Westens für illegal und einen Verstoß gegen internationales Recht halte.

ROUNDUP: EZB: Sonderregel für Liquiditätspuffer bei Banken läuft Ende 2021 aus

FRANKFURT - Nach dem Entgegenkommen während der Pandemie schalten die EZB-Bankenaufseher im Umgang mit den Geldhäusern allmählich wieder auf Normalmodus. Die Erleichterungen für Banken bei der Erfüllung von Vorgaben für Liquiditätspuffer laufen zum Jahresende aus. "Die Europäische Zentralbank sieht keine Notwendigkeit, die Liquiditätsentlastungsmaßnahme, die es den Banken ermöglichte, mit einer Liquiditätsdeckungsquote von unter 100 Prozent zu arbeiten, über Dezember 2021 hinaus zu verlängern", teilte die EZB am Freitag in Frankfurt mit.

IEA rechnet für 2021 mit Rekord für Stromerzeugung aus Kohle

PARIS - Stromerzeugung aus Kohle könnte 2021 der Internationalen Energieagentur IEA zufolge einen Rekordwert erreichen. Insgesamt gehen die Fachleute für dieses Jahr von einer Produktion von 10 350 Terawattstunden Strom weltweit aus, wie sie in einem am Freitag veröffentlichten Jahresbericht schrieben. Dies wäre ein Anstieg von neun Prozent und ein Höchstwert. IEA-Geschäftsführer Fatih Birol sprach von einem besorgniserregenden Zeichen dafür, wie weit die Welt in ihren Bemühungen, die Emissionen zu senken, vom Weg abgekommen sei. Ohne starke und sofortige Maßnahmen von Regierungen gegen Kohleemissionen werde man kaum eine Chance haben, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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