dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 28.07.2017

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ROUNDUP: US-Wirtschaft bekommt wieder mehr Schwung

WASHINGTON - Die US-Wirtschaft hat nach einem schwachen Jahresstart im Frühjahr wieder Fahrt aufgenommen. Nach Zahlen des Handelsministeriums vom Freitag erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal um auf das Jahr hochgerechnet 2,6 Prozent zum Vorquartal. Das ist deutlich stärker als das Wachstum im ersten Quartal von revidiert 1,2 Prozent (zuvor 1,4 Prozent). Analysten hatten die Erholung erwartet und für das zweite Quartal mit 2,7 Prozent sogar einen noch etwas besseren Wert prognostiziert.

USA: Michigan-Konsumklima weniger als angenommen eingetrübt

MICHIGAN - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Juli weniger als bislang angenommen eingetrübt. Das Konsumklima der Universität von Michigan sei von 95,1 Punkten im Vormonat auf 93,4 Zähler gefallen, teilte die Universität am Freitag nach einer zweiten Schätzung mit. Eine erste Erhebung hatte einen Wert von 93,1 Punkten ergeben. Analysten hatten mit einer geringeren Korrektur nach oben gerechnet. Der Indikator ist trotz der Revision unverändert auf dem tiefsten Stand seit vergangenem Oktober.

USA: Wirtschaft wächst wieder stärker

WASHINGTON - Die US-Wirtschaft hat nach einem schwachen Jahresstart im Frühjahr wieder an Fahrt aufgenommen. Nach Zahlen des Handelsministeriums vom Freitag erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal um annualisiert 2,6 Prozent zum Vorquartal. Das ist deutlich stärker als das Wachstum im ersten Quartal von revidiert 1,2 Prozent (zuvor 1,4 Prozent). Analysten hatten die Erholung erwartet und für das zweite Quartal mit 2,7 Prozent sogar einen noch etwas besseren Wert prognostiziert.

USA: Arbeitskosten steigen etwas schwächer als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Arbeitskosten im zweiten Quartal etwas schwächer gestiegen als erwartet. Der entsprechende Index sei um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal geklettert, teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Ökonomen hatten einen Anstieg um 0,6 Prozent erwartet. Im Vorquartal waren die Arbeitskosten um 0,8 Prozent gestiegen.

ROUNDUP: Inflation im Juli gestiegen: Nahrungsmittel und Mieten teurer

WIESBADEN - Höhere Preise für Nahrungsmittel und Mieten haben die Inflation in Deutschland im Juli ein Stück weiter nach oben getrieben. Die Verbraucherpreise lagen 1,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Freitag anhand vorläufiger Daten mitteilte. Im Mai waren es noch 1,5 Prozent und im Juni 1,6 Prozent. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Verbraucherpreise in Europas größter Volkswirtschaft um 0,4 Prozent.

Eurozone: Wirtschaftsstimmung steigt auf höchsten Stand seit 2007

BRÜSSEL - Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich Juli weiter aufgehellt und den besten Wert seit fast zehn Jahren erreicht. Der Economic Sentiment Indicator (ESI), der die Stimmung in Unternehmen und privaten Haushalten misst, stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Punkte auf 111,2 Punkte, wie die EU-Kommission am Freitag in Brüssel mitteilte. Dies ist der höchste Stand seit August 2007. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang auf 110,8 Punkte erwartet.

ROUNDUP: Frankreich und Spanien bleiben auf Wachstumskurs

PARIS/MADRID - Die zweit- und die viertgrößte Volkswirtschaft im Euroraum bleiben auf Wachstumskurs. Wie aus Zahlen der jeweiligen nationalen Statistikämter vom Freitag hervorgeht, wuchs die französische Wirtschaft im zweiten Quartal um 0,5 Prozent. Es war bereits das dritte Quartal in Folge mit diesem als solide geltenden Wachstumstempo. Im Jahresvergleich betrug das Wachstum der französischen Wirtschaft robuste 1,8 Prozent.

Frankreich: Verbraucherpreise steigen mit konstantem Tempo

PARIS - Der allgemeine Preisauftrieb in Frankreich hat sich im Juli nicht verändert. Wie das Statistikamt Insee am Freitag mitteilte, lagen die Verbraucherpreise nach europäischer Rechnung (HVPI) 0,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Damit entsprach der Anstieg dem Zuwachs im Vormonat. Im Monatsvergleich fiel der HVPI um 0,4 Prozent. Analysten hatten mit diesen Werten gerechnet.

Spanien: Verbraucherpreise steigen etwas stärker als erwartet

MADRID - Die Verbraucherpreise in Spanien sind im Juli etwas stärker gestiegen als erwartet. Nach Zahlen des Statistikamts INE vom Freitag erhöhte sich das nach europäischer Methode errechnete Preisniveau (HVPI) um 1,7 Prozent zum Vorjahr. Analysten hatten im Mittel eine Rate von 1,6 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich fielen die Verbraucherpreise um 1,2 Prozent.

Schwedens Wirtschaft wächst stark

STOCKHOLM - Die schwedische Wirtschaft ist im zweiten Quartal des laufenden Jahres sehr stark gewachsen. Wie das nationale Statistikamt am Freitag mitteilte, lag die Wirtschaftsleistung (BIP) 1,7 Prozent höher als im Vorquartal. Das ist nicht nur der stärkste Zuwachs seit Ende 2010. Auch wurden die Erwartungen von Bankanalysten um fast das doppelte übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal betrug das Wachstum 4,0 Prozent.

ROUNDUP: Inflation in Japan bleibt schwach

TOKIO - In Japan bleibt die Entwicklung der Preise trotz der jüngsten Stabilisierung schwach. Im Juni stiegen die Verbraucherpreise ohne frische Lebensmittel im Jahresvergleich landesweit zwar zum sechsten Mal in Folge, das Ziel der Notenbank und Regierung liegt aber noch in weiter Ferne. Der Preisindex habe im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent zugelegt, teilte das nationale Statistikbüro am Freitag in Tokio mit. Bereits im Mai war der Indikator um 0,4 Prozent gestiegen.

Devisen: Schweizer Franken weiter auf rasanter Talfahrt

FRANKFURT - Am Devisenmarkt hat sich der Kursverfall des Schweizer Franken am Freitag fortgesetzt. Am frühen Morgen mussten für einen Euro zeitweise 1,1363 Franken gezahlt werden und damit so viel wie noch nie, seit die Schweizer Notenbank Anfang 2015 ihr Kurziel von 1,20 Franken aufgehoben hatte. Dies hatte damals einen extremen Kurssprung beim Franken ausgelöst. Für kurze Zeit war er sogar mehr Wert als ein Euro.

ROUNDUP 3: Republikaner kassieren historische Niederlage bei Krankenversicherung

WASHINGTON - Es blieb dramatisch bis tief in die Nacht - doch am Ende haben die Republikaner um Präsident Donald Trump erneut eine herbe Niederlage kassiert. Die Konservativen im Senat sind abermals mit einem Versuch gescheitert, die Krankenversicherung in den USA neu zu organisieren. Für einen abgespeckten Gesetzentwurf bekamen sie mit 49 gegen 51 Stimmen keine Mehrheit zusammen - der Widerstand in den eigenen Reihen war zu groß.

ROUNDUP 2/Russland reagiert auf USA: Diplomaten sollen Land verlassen

MOSKAU/WASHINGTON - Russland geht im Sanktionsstreit mit den USA zum Gegenangriff über und kündigt die Ausweisung von US-Diplomaten an. Washington solle bis zum 1. September die Zahl seiner Mitarbeiter in der Botschaft und in den Konsulaten in Russland auf 455 senken, teilte das Außenministerium am Freitag mit. Zudem würden zum 1. August zwei Landhäuser bei Moskau geschlossen, die das US-Personal nutzt. Weitere Gegenmaßnahmen behalte sich Russland vor.

Britische Konsumenten so pessimistisch wie direkt nach Brexit-Votum

LONDON - Die Stimmung der Verbraucher in Großbritannien ist wieder genauso schlecht wie unmittelbar nach dem Brexit-Votum. Der entsprechende Indikator des Marktforschungsinstituts GfK ist im Juli nach einem deutlichen Rückgang im Vormonat erneut gefallen und lag bei minus 12 Punkten, wie das Institut am Freitag mitteilte. Damit ist die Konsumlaune erstmals wieder so schlecht wie nach einem starken Stimmungseinbruch im Juli 2016, dem Monat nach dem Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union.

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