dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 12.10.2017

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ROUNDUP: Erzeugerpreise liefern Hinweise auf steigende US-Inflation

WASHINGTON - In den USA hat sich die Preisentwicklung für Unternehmen weiter verstärkt und damit Hinweise auf eine allgemein stärkere Inflation geliefert. Im September seien die Erzeugerpreise im Jahresvergleich um 2,6 Prozent gestiegen, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mit. Analysten hatten dies erwartet. Im August hatte die Teuerungsrate für Unternehmen nur 2,4 Prozent betragen, nachdem sie im Juli noch deutlich niedriger bei 1,9 Prozent gelegen hatte.

Eurogruppen-Chef Dijsselbloem wird ESM-Berater

LUXEMBURG - Der scheidende niederländische Finanzminister und Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem wird künftig den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) beraten. Dijsselbloem werde als externer Ratgeber bis zum Ende seiner Amtszeit als Eurogruppen-Chef im Januar tätig sein, teilte der ESM am Donnerstag in Luxemburg mit. Anfangen soll er ab dem Tag, an dem er nicht mehr niederländischer Finanzminister ist. Der genaue Zeitpunkt dafür steht noch nicht fest.

Bundesbank-Chef Weidmann: 'Geldpolitik zügig und konsequent straffen'

DÜSSELDORF - Der Präsident der Deutschen Bundesbank hat einmal mehr vor einer zu lange andauernden lockeren Geldpolitik gewarnt. "Im Aufschwung müssen die geldpolitischen Zügel zügig und konsequent angezogen werden", sagte Jens Weidmann im Interview mit der "Wirtschaftswoche" (Freitagsausgabe). Die robuste konjunkturelle Entwicklung eröffne die Perspektive auf eine Normalisierung der derzeit extrem lockeren Geldpolitik. "Wenn der Preisdruck zunimmt, müssen wir geldpolitisch straffen. Und wir dürfen dabei keine Rücksicht auf die Finanzierungslasten der Staaten nehmen", mahnte der Notenbanker. Es stelle sich die Frage "wie viel Spielräume die Geldpolitik noch hat, wenn der nächste Abschwung kommt."

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gesunken

WASHINGTON - In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche stärker gefallen als erwartet. Sie sanken um 15 000 auf 243 000 Anträge, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 250 000 Anträge gerechnet.

Brexit-Verhandlungen verfehlen erstes Etappenziel

BRÜSSEL - Die Verhandlungen über den britischen EU-Austritt haben ihr erstes Etappenziel klar verfehlt. Es gebe bisher keinen ausreichenden Fortschritt, um die wichtige zweite Phase der Brexit-Gespräche zu starten, stellte EU-Unterhändler Michel Barnier am Donnerstag fest. Die EU hofft nun, dass die Hürde bis Dezember genommen wird.

Tschechien schließt sich Wiener Maut-Klage nicht an

PRAG - Bei der Klage gegen die deutsche Pkw-Maut kann Österreich nicht auf Tschechien als Verbündeten vor dem EU-Gerichtshof zählen. "Wir haben entschieden, uns der Klage nicht anzuschließen", sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Prag am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Man werde die Situation beobachten und prüfen, welche weiteren Schritte unternommen werden könnten.

ROUNDUP 2: Österreich kündigt Klage wegen deutscher Pkw-Maut an

WIEN - Im Streit um die deutsche Pkw-Maut wird Österreich eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) einbringen. Die geplante Einführung der Maut sei diskriminierend, begründete Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ) am Donnerstag in Wien den Schritt. "Das ist eine reine Ausländer-Maut", sagte der Minister.

USA ziehen sich aus Unesco zurück

PARIS/WASHINGTON - Die USA ziehen sich aus der UN-Kulturorganisation Unesco zurück. Das gab das US-Außenministerium am Donnerstag in Washington bekannt. Hintergrund ist auch ein Streit über die Aufnahme Palästinas in die Organisation.

ROUNDUP: Krankenkassenbeiträge werden 2018 voraussichtlich gesenkt

BERLIN - Rekordbeschäftigung und Konjunktur bescheren den Beitragszahlern im kommenden Jahr aller Voraussicht nach eine leichte Entlastung bei der gesetzliche Krankenversicherung. Der zuständige Schätzerkreis beschloss am Donnerstag, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag von derzeit 1,1 Prozent auf 1,0 Prozent reduziert werden soll.

Kauder hofft auf Finanzminister aus Union - 'Schäubles Erbe bewahren'

BERLIN - Die Union sollte nach Ansicht von Fraktionschef Volker Kauder (CDU) auch in einer möglichen Jamaika-Koalition den Finanzminister stellen. "Ich wünsche mir, dass das Finanzministerium bei uns bleibt", sagte Kauder dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Die Union könne hier aber keine rote Linie ziehen. Am Ende müssten sich die Parteichefs über die Posten verständigen.

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