dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 23.08.2017

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ROUNDUP/Eurozone: Unternehmensstimmung hellt sich überraschend auf

LONDON - Die Unternehmensstimmung im Euroraum hat sich im August nach zwei Rückgängen in Folge wieder verbessert. Wie das Institut IHS Markit in London am Mittwoch nach einer ersten Schätzung mitteilte, lag der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex bei 55,8 Punkten. Das sind 0,1 Zähler mehr als im Vormonat. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang auf 55,5 Zähler erwartet.

Eurozone: Unternehmensstimmung hellt sich überraschend auf

LONDON - Die Unternehmensstimmung im Euroraum hat sich im August nach zwei Rückgängen in Folge wieder verbessert. Wie das Institut IHS Markit in London am Mittwoch nach einer ersten Schätzung mitteilte, lag der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex bei 55,8 Punkten. Das sind 0,1 Zähler mehr als im Vormonat. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang auf 55,5 Zähler erwartet.

Eurozone: Verbrauchervertrauen steigt überraschend

LUXEMBURG - Das Verbrauchervertrauen in der Eurozone hat sich im August überraschend aufgehellt. Der entsprechende Indikator sei im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf minus 1,5 Punkte gestiegen, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Luxemburg mit. Volkswirte hatten im Schnitt mit einen leichten Rückgang auf minus 1,8 Punkte gerechnet. Der Indikator befindet sich damit weiter auf einem hohen Niveau.

USA: Neubauverkäufe brechen überraschend ein

WASHINGTON - In den USA sind die Verkäufe neuer Häuser im Juli überraschend eingebrochen. Im Vergleich zum Vormonat seien sie um 9,4 Prozent gefallen, teilte das Handelsministerium am Mittwoch mit. Volkswirte hatten hingegen mit einer Stagnation gerechnet.

Bundesbankpräsident Weidmann für zügigen Ausstieg aus EZB-Anleihekäufen

FRANKFURT - Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat sich abermals für einen zügigen Ausstieg aus den milliardenschweren Wertpapierkäufen der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgesprochen. Aus rein geldpolitischer Sicht sehe er keine Notwendigkeit, die Wertpapierkäufe über das Jahresende 2017 hinaus zu verlängern, sagte Weidmann der "Börsen-Zeitung" (Donnerstagausgabe). Allerdings sprach sich der Bundesbanker zugleich für einen "geordneten Ausstieg" aus. Es gebe Einigkeit, dass die Käufe "nicht von heute auf morgen beendet werden".

London räumt Europäischem Gerichtshof indirekte Rolle nach Brexit ein

LONDON - Die britische Regierung ist teilweise von ihrer harten Haltung zur Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs nach dem Brexit abgerückt. In einem am Mittwoch in London veröffentlichten Positionspapier heißt es, die direkte Rechtsprechung des Gerichts in Großbritannien solle mit dem EU-Austritt enden. Die Regierung schloss allerdings nicht aus, dass Urteile des Gerichts auch künftig als Richtschnur für juristische Auseinandersetzungen mit Auswirkungen auf das Vereinigte Königreich herangezogen werden. Für ein künftiges Abkommen mit der EU will London, dass je nach Streitfall unterschiedliche Gremien entscheiden.

Streit um Lohndumping: Kommission unterstützt Bemühungen von Macron

BRÜSSEL - Im Streit um Pläne zur Einschränkung des Lohndumpings in Europa begrüßt die EU-Kommission die Vermittlungsbemühungen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. "Wir sehen Bemühungen um eine Annäherung der Positionen positiv (...)", sagte ein Sprecher am Mittwoch wenige Stunden vor einem Treffen Macrons mit den Regierungschefs von Tschechien und der Slowakei. Man hoffe auf einen Erfolg der Anstrengungen.

Bundesbank: Hälfte des deutschen Goldes nun in heimischen Tresoren

FRANKFURT - Die Deutsche Bundesbank hat die Verlagerung ihrer Goldreserven aus dem Ausland gut drei Jahre früher abgeschlossen als geplant. "Die vorzeitige Umsetzung ist aus meiner Sicht ein voller Erfolg", sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele am Mittwoch in Frankfurt. Nach öffentlichem Druck hatte die Notenbank 2013 das Ziel ausgegeben, bis spätestens Ende 2020 mindestens die Hälfte der deutschen Goldreserven von derzeit 3378 Tonnen in eigenen Tresoren im Inland aufzubewahren.

Schäuble weist Spekulationen über Sinneswandel bei 'Eurobonds' zurück

BERLIN - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat Spekulationen über einen deutschen Sinneswandel zugunsten einer Vergemeinschaftung von Staatsschulden ("Eurobonds") in Europa zurückweisen lassen. "Die Position des Bundesfinanzministers hat sich nicht geändert. Wir arbeiten nicht an neuen Milliardentöpfen", sagte eine Ministeriumssprecherin am Mittwoch in Berlin auf Anfrage.

ROUNDUP 2: EU-Schutzwall gegen China-Übernahmen? Berlin macht in Brüssel Druck

BERLIN/BRÜSSEL - Schutzwall gegen chinesische Firmenübernahmen: Die Bundesregierung macht bei der Europäischen Union Druck für stärkere Vetorechte beim Verkauf von Technologie-Firmen nach Fernost. Dies geht aus einem Brief von Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Juncker will sich der Sache annehmen. "Konkrete Vorschläge planen wir für den Herbst", betonte ein Kommissionssprecher am Mittwoch.

Macron will mit Österreich gegen Lohndumping in der EU vorgehen

SALZBURG - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will gemeinsam mit Österreichs Kanzler Christian Kern gegen Sozialdumping in der EU vorgehen. "Für die gleiche Arbeit soll der gleiche Lohn gezahlt werden", sagte Macron am Mittwoch in Salzburg. Die beiden Politiker setzen sich dafür ein, dass dieselbe Tätigkeit an ein- und demselben Ort finanziell gleich entlohnt werden muss. Das sieht auch ein aktueller Entwurf der EU-Kommission vor. Alles andere sei ein "Verrat am Geiste Europas", so Macron. Die Freizügigkeit in der EU sei nicht geschaffen worden, um jenen mit den niedrigsten Standards zu helfen.

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