dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 30.06.2017

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ROUNDUP: Brexit bremst britische Wirtschaft

LONDON - Ein Jahr nach dem Brexit-Votum verdüstern sich die Aussichten für die britische Wirtschaft zunehmend. Am Freitag veröffentlichten Daten zufolge ist die Stimmung der britischen Verbraucher so schlecht wie seit einem vorübergehenden Schock nach dem "Ja" zu einem Austritt aus der Europäischen Union (EU) nicht mehr. Das Wachstum schwächt sich ab, die Exportindustrie gerät ins Stottern, die Reallöhne sinken und die Briten sparen so wenig wie nie seit Beginn der Aufzeichnungen vor über 50 Jahren.

ROUNDUP/Eurozone: Inflationsrate höher als erwartet - Kerninflation steigt

LUXEMBURG - Die Inflation im Euroraum ist im Juni höher ausgefallen als erwartet. Wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte, lagen die Verbraucherpreise 1,3 Prozent über dem Niveau vor einem Jahr. Analysten hatten im Mittel mit einer Rate von 1,2 Prozent gerechnet. Im Mai hatte die Rate noch 1,4 Prozent betragen.

ROUNDUP 3: Arbeitslosigkeit im Juni auf 26-Jahres-Tief gesunken

NÜRNBERG - Die boomende Konjunktur sorgt weiter für glänzende Zahlen am deutschen Arbeitsmarkt. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im Juni 2,473 Millionen Menschen ohne Job - der niedrigste Wert in dem Monat seit dem Jahr 1991. Damit gab es 25 000 weniger Arbeitslose als im Mai und 142 000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 5,5 Prozent. Bei der Zahl der Erwerbstätigen verkündete das Statistische Bundesamt zudem einen Rekord: Mit etwa 44,1 Millionen waren so viele in Lohn und Brot wie noch nie seit der Wiedervereinigung Deutschlands. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl um 648 000.

USA: Michigan-Konsumklima trübt sich weniger ein als erwartet

MICHIGAN - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Juni weniger eingetrübt als erwartet. Das Konsumklima der Universität von Michigan sei von 97,1 Punkten im Vormonat auf 95,1 Zähler gefallen, teilte die Universität am Freitag mit. Dies ist der tiefste Stand seit dem vergangenen November. In einer ersten Schätzung war noch ein Rückgang auf 94,5 Punkte ermittelt worden. Der Rückgang im Juni ist der erste nach drei Anstiegen des Indikators in Folge.

USA: Private Einkommen steigen etwas stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Einkommen der privaten Haushalte im Mai etwas stärker gestiegen als erwartet. Im Monatsvergleich seien sie um 0,4 Prozent geklettert, teilte das US-Handelsministerium am Freitag mit. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um 0,3 Prozent gerechnet. Im Vormonat fiel die Entwicklung jedoch etwas schlechter aus als ursprünglich gedacht. Anstatt eines Zuwachses um 0,4 Prozent ergibt sich nach neuen Zahlen ein Anstieg um 0,3 Prozent.

USA: Chicago-Einkaufsmanagerindex steigt auf höchsten Stand über drei Jahren

CHICAGO - In den USA ist in der Region Chicago das Geschäftsklima im Juni auf den höchsten Stand seit über drei Jahren gestiegen. Der entsprechende Index sei von 59,4 Punkten im Vormonat auf 65,7 Punkte geklettert, teilte die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Freitag in Chicago mit. Experten hatten einen Indexstand von 58,0 Punkten erwartet. Zuletzt lag der Indikator im Mai 2014 höher.

ROUNDUP 3: Arbeitslosigkeit im Juni auf 26-Jahres-Tief gesunken

NÜRNBERG - Die boomende Konjunktur sorgt weiter für glänzende Zahlen am deutschen Arbeitsmarkt. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im Juni 2,473 Millionen Menschen ohne Job - der niedrigste Wert in dem Monat seit dem Jahr 1991. Damit gab es 25 000 weniger Arbeitslose als im Mai und 142 000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 5,5 Prozent. Bei der Zahl der Erwerbstätigen verkündete das Statistische Bundesamt zudem einen Rekord: Mit etwa 44,1 Millionen waren so viele in Lohn und Brot wie noch nie seit der Wiedervereinigung Deutschlands. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl um 648 000.

Britischer Notenbankchef warnt Finanzbranche vor Risiken durch Klimawandel

DÜSSELDORF - Der Chef der Bank of England (BoE) hat die Finanzbranche zur Berücksichtigung von Risiken durch die Erderwärmung aufgerufen. "Der Klimawandel geht mit einer Tragödie einher, die sich erst noch am Horizont abzeichnet", sagte Mark Carney im Interview mit dem Handelsblatt (Freitagsausgabe). Die BoE werde prüfen, ob britische Banken die entsprechenden Risiken ausreichend berücksichtigen.

ROUNDUP: Große Handelspartner laufen Sturm gegen Chinas neue Importbarrieren

PEKING - Alle großen Handelspartner Chinas haben gegen neue Hürden der Volksrepublik für Importe von Nahrungsmitteln protestiert. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Peking vom Freitag warnen die Europäische Union, die USA, Japan, Australien und andere Staaten in einem Brief an die chinesische Regierung vor "bedeutenden Störungen im Handel und Verzerrungen", sollten die Vorschriften wie geplant zum 1. Oktober in Kraft treten. Die Anforderungen stünden in keinem Verhältnis zu den Risiken, die von diesen Produkten ausgingen.

Große Handelspartner kritisieren Chinas neue Importkontrollen

PEKING - Alle großen Handelspartner Chinas haben neue Kontrollen des Landes für den Import von Nahrungsmitteln kritisiert. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur vom Freitag warnen die Europäische Union, die USA, Japan, Australien und andere Staaten in einem Brief an die Regierung in Peking vor "bedeutenden Störungen im Handel und Verzerrungen", sollten die Vorschriften wie geplant zum 1. Oktober in Kraft treten. Die Kontrollen stünden in keinem Verhältnis zu den Risiken, die von diesen Produkten ausgingen, heißt es weiter. Die neuen Hürden werden von den Handelspartnern als protektionistisch und diskriminierend empfunden.

Frankreich: Inflation schwächt sich leicht ab

PARIS - In Frankreich hat sich der Preisauftrieb im Juni leicht abgeschwächt. Nach Angaben des Statistikamts Insee vom Freitag lagen die Verbraucherpreise nach europäischer Rechnung (HVPI) 0,8 Prozent höher als vor einem Jahr. Im Vormonat hatte die Inflationsrate 0,9 Prozent betragen. Ökonomen hatten mit dem Rückgang gerechnet. Im Monatsvergleich stagnierten die Verbraucherpreise.

Japan: Industrieproduktion fällt nach starkem Vormonat wieder zurück

TOKIO - In Japan ist die Industrieproduktion im Mai nach dem starken Anstieg im April deutlich gefallen. Die Produktion sei im Vergleich zum April um 3,3 Prozent gesunken, teilte das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie am Freitag in Tokio mit. Von Bloomberg befragte Experten hatten mit einem Rückgang von 3,0 Prozent gerechnet.

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