dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 19.09.2017

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ROUNDUP: Trump wiederholt in erster UN-Rede 'America-First'-Bekenntnis

NEW YORK - US-Präsident Donald Trump hat in seiner ersten Rede vor den Vereinten Nation seine Absicht wiederholt, die Außenpolitik an amerikanischen Interessen ausrichten zu wollen. "Als Präsident der Vereinigten Staaten werde ich Amerika immer an die erste Stelle stellen", sagte Trump am Dienstag bei der UN-Generaldebatte in New York. Genauso sollten es auch andere Staats- und Regierungschefs tun, fügte er hinzu. "Alle verantwortlichen Staatenlenker stehen in der Pflicht, ihren eigenen Bürgern zu dienen."

Niederlande erwarten hohes Wirtschaftswachstum

DEN HAAG - Die Niederlande erwarten ein starkes Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent in diesem Jahr und 2,5 Prozent 2018. Die Entwicklung der Wirtschaft und der Staatsfinanzen sei positiver als erwartet, stellte der amtierende Finanzminister Jeroen Dijsselbloem bei der Vorlage des Haushaltes in Den Haag fest. Den Haag will im kommenden Jahr vor allem in Gesundheit, Bildung sowie Sicherheit investieren.

USA: Entwicklung in der US-Bauwirtschaft im August uneinheitlich

WASHINGTON - Die US-Bauwirtschaft hat sich im August uneinheitlich entwickelt. So sind die Baubeginne überraschend gefallen, während die Baugenehmigungen unerwartet zulegten. Dies geht aus Zahlen des Handelsministeriums vom Dienstag hervor.

USA: Einfuhrpreise steigen deutlich schneller

WASHINGTON - In den USA hat sich der Anstieg der Importpreise im August deutlich beschleunigt. Die Preise für in die USA eingeführte Güter erhöhten sich zum Vorjahresmonat um 2,1 Prozent, wie das US-Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Im Juli hatte die Jahresrate korrigiert 1,2 (zunächst 1,5) Prozent betragen. Analysten hatten aktuell eine Jahresrate von 2,2 Prozent erwartet.

USA: Leistungsbilanzdefizit höher als erwartet

WASHINGTON - Das Defizit in der US-Leistungsbilanz ist im zweiten Quartal höher als erwartet ausgefallen. Der Fehlbetrag habe 123,1 Milliarden US-Dollar betragen, teilte das amerikanische Handelsministerium am Dienstag in Washington mit. Das ist das größte Defizite seit Ende 2008. Bankvolkswirte hatten im Mittel nur ein Minus von 116,0 Milliarden Dollar erwartet. Das Defizit im ersten Quartal wurde allerdings von 116,8 auf 113,5 Milliarden Dollar nach unten korrigiert.

Norwegischer Staatsfonds mehr als eine Billion Dollar wert

OSLO - Norwegens Staatsfonds ist mehr als eine Billion US-Dollar wert. In der Nacht zum Dienstag sei die Schwelle bei dem Fonds, in den ein Teil der hohen norwegischen Öl-Einnahmen fließt, erstmals überschritten worden, teilte die norwegische Zentralbank mit. Das Land hat große Öl- und Gasreserven, ist wirtschaftlich aber auch stark von der Förderung der fossilen Brennstoffe abhängig. Darum fließt ein Teil der Einnahmen als eine Art Versicherung in den Fonds.

ROUNDUP/Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen hellen sich auf

MANNHEIM - Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im September nach einem Rückgang im Vormonat wieder verbessert. Der Konjunkturindikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) stieg um 7,0 Punkte auf 17,0 Zähler, wie das ZEW am Dienstag in Mannheim mitteilte. Damit wurde der Rückgang im Vormonat fast wettgemacht. Bankvolkswirte hatten im Mittel einen Zuwachs auf lediglich 12,0 Punkte erwartet.

Eurozone: Überschuss in Leistungsbilanz gestiegen

FRANKFURT - Der Überschuss in der Leistungsbilanz der Eurozone ist im Juli gestiegen. Nach Zahlen der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Dienstag betrug der Überschuss bereinigt 25,1 Milliarden Euro. Im Monat zuvor hatte der Überschuss bei revidiert 22,8 Milliarden Euro (zunächst 21,2 Milliarden Euro) gelegen.

Frankreichs Finanzminister: Haushaltsdefizit sinkt 2018 auf 2,6 Prozent

PARIS - Frankreichs Staatsfinanzen profitieren von der jüngsten konjunkturellen Erholung. Vor dem Hintergrund einer wachsenden Wirtschaftsleistung rechnet Finanzminister Bruno Le Maire mit einem Rückgang der Neuverschuldung. Im kommenden Jahr werde das Defizit im Staatshaushalt auf 2,6 Prozent sinken, sagte Le Maire am Dienstag in einem Interview mit dem Fernsehsender "France 2". Im laufenden Jahr erwartet der Minister ein Defizit von 2,9 Prozent. Frankreich würde damit wieder unter der europäischen Defizitgrenze des Vertrags von Maastricht von 3,0 Prozent der Wirtschaftsleistung liegen.

Finma zieht Schein-Kryptowährung aus dem Verkehr

ZÜRICH - Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) zieht die Anbieter der selbst kreierten Scheinkryptowährung E-Coins aus dem Verkehr. Diese hätten Publikumseinlagen in Millionenhöhe entgegengenommen, ohne über die dafür nötige Bankbewilligung zu verfügen, teilt die Finma am Dienstag mit.

Ukraine kündigt Rückkehr an internationale Finanzmärkte an

KIEW - Die Ukraine plant mit der Ausgabe eigener Staatsanleihen ihre Rückkehr an die internationalen Finanzmärkte. Umgerechnet 2,5 Milliarden Euro sollen aus dem Verkauf von Papieren mit einer Laufzeit von 15 Jahren am kommenden Montag eingenommen werden, teilte das Finanzministerium in Kiew am Dienstag mit. Den Investoren wird demnach ein Zinssatz von 7,375 Prozent in Aussicht gestellt. Gut vier Jahre lang hatte das Land keine Anleihen mehr platziert.

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