dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 26.07.2017

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Großbritanniens Wirtschaft wächst etwas stärker - aber schwaches erstes Halbjahr

LONDON - Die Wirtschaft Großbritanniens ist im zweiten Quartal etwas stärker gewachsen als zu Jahresbeginn. Das Wachstum bleibt aber weiterhin deutlich hinter dem Tempo des vergangenen Jahres zurück. Nach Zahlen des Statistikamts ONS vom Mittwoch wuchs die Wirtschaftsleistung (BIP) von April bis Juni um 0,3 Prozent zum Vorquartal. In den ersten drei Monaten des Jahres waren es nur 0,2 Prozent gewesen. Analysten hatten mit der aktuellen Entwicklung gerechnet.

USA: Neubauverkäufe gestiegen

WASHINGTON - In den USA sind die Verkäufe neuer Häuser im Juni wie erwartet gestiegen. Zudem wurden die ursprünglichen Zahlen vom Mai deutlich nach oben revidiert. Im Vergleich zum Vormonat seien die Verkäufe im Juni um 0,8 Prozent nach oben geklettert, teilte das Handelsministerium am Mittwoch mit. Volkswirte hatten mit diesem Zuwachs gerechnet.

Frankreich: Verbraucherstimmung trübt sich überraschend ein

PARIS - Die Stimmung französischer Verbraucher hat sich im Juli überraschend eingetrübt. Der Indexwert für das Verbrauchervertrauen sei um 4 Punkte auf 104 Zähler gefallen, teilte die Statistikbehörde Insee am Mittwoch in Paris mit. Im Vormonat hatte der Indikator für die Konsumlaune noch den höchsten Wert seit Mitte 2007 erreicht.

Italien: Unternehmen und Verbraucher zuversichtlicher

ROM - Die italienischen Unternehmen und Verbraucher sind im Juli zuversichtlicher geworden. Nach Zahlen des Statistikamts Istat vom Mittwoch stieg das Unternehmensvertrauen um 0,4 Punkte auf 107,7 Zähler. Der mehrjährige Höchststand vom April wurde damit eingestellt. Analysten hatten dagegen einen Rückgang erwartet. Die Verbraucherstimmung erhöhte sich um 0,3 Punkte auf 106,7 Zähler. Auch hier wurde von Analysten ein Rückgang erwartet.

ROUNDUP: EU droht den USA wegen neuer Russland-Sanktionen

WASHINGTON/BRÜSSEL - Die EU-Kommission hat sich alarmiert über die geplante Verschärfung von Sanktionen gegen Russland durch den US-Kongress gezeigt und mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht. Auch aus der deutschen Wirtschaft kamen am Mittwoch besorgte Töne über den Gesetzentwurf, den das Repräsentantenhaus in Washington zuvor verabschiedet hatte. Es wird befürchtet, dass die darin vorgesehenen Maßnahmen gegen russische Energieunternehmen Auswirkungen auf europäische Unternehmen haben könnte.

ROUNDUP 2: US-Senat debattiert Abschaffung von 'Obamacare'

WASHINGTON - Der US-Senat hat seinen ersten Schritt zur Abschaffung von "Obamacare" unternommen. Er stimmte am Dienstag mit der knappest möglichen Mehrheit dafür, eine Debatte über ein Alternativgesetz zu eröffnen. Vizepräsident Mike Pence musste das Unentschieden mit seiner Stimme brechen, weil zwei republikanische Senatorinnen mit Nein gestimmt hatten. Damit hatte es 50:50 gestanden. Alle 48 Demokraten stimmten mit Nein.

Trump macht sowohl Cohn als auch Yellen Hoffnung auf Fed-Spitzenamt

WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump sieht seinen Wirtschaftsberater Gary Cohn als Top-Anwärter für den Posten des obersten Notenbankers. Allerdings überraschte er in einem Interview des "Wall Street Journal" (Dienstag) mit der Aussage, er könne sich durchaus auch gut vorstellen, die derzeitige Fed-Chefin Janet Yellen für eine weitere Amtszeit zu nominieren.

Frankreich: Arbeitslosenzahl gesunken

PARIS - In Frankreich ist die Arbeitslosenzahl im Juni gefallen. Sie sei auf 3,483 Millionen gesunken, teilte das französische Arbeitsministerium am Dienstag in Paris mit. Im Vergleich zum Vormonat ging die Zahl um 10 900 zurück. Im Mai war die Arbeitslosenzahl noch um 22 300 gestiegen.

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