dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 18.10.2017

dpa-AFX

USA: Baubeginne- und Baugenehmigungen fallen stärker als erwartet

WASHINGTON - Die US-Bauwirtschaft hat im September die Erwartungen deutlich enttäuscht. So sind die Baubeginne- und die Baugenehmigungen überraschend stark gefallen. Dies geht aus Zahlen des Handelsministeriums vom Mittwoch hervor.

Großbritannien: Arbeitslosigkeit weiter auf tiefstem Stand seit über 40 Jahren

LONDON - In Großbritannien bleibt die Arbeitslosigkeit so niedrig wie seit über 40 Jahren nicht mehr. Im August habe die Arbeitslosenquote unverändert bei 4,3 Prozent gelegen, teilte das Statistikamts ONS am Mittwoch mit. Damit verharrte die Arbeitslosenquote wie im Juli auf dem niedrigsten Stand seit 1975. Analysten hatten dies erwartet.

GfK: Franzosen und Briten mit mieser Konsumlaune

NÜRNBERG - Die Konsumlaune der Franzosen hat sich wenige Monate nach dem Wahlerfolg von Präsident Emmanuel Macron stark eingetrübt. Hintergrund seien die anhaltend hohe Erwerbslosenquote und Macrons von Kritik begleitete Reformpläne für den Arbeitsmarkt, hieß es in der am Mittwoch verbreiteten europäischen Konsumklimastudie des Marktforschers GfK . Sowohl die Erwartungen an die Konjunktur und an das eigene Einkommen als auch die Bereitschaft zu neuen Anschaffungen sind demnach im dritten Quartal zurückgegangen.

ROUNDUP/EZB kann Geldschwemme fortsetzen: Gericht weist Anträge ab

KARLSRUHE - Die Europäische Zentralbank (EZB) kann ihren umstrittenen Anti-Krisenkurs vorläufig fortsetzen. Das Bundesverfassungsgericht wies Eilanträge der ehemaligen AfD-Politiker Bernd Lucke, Hans-Olaf Henkel und anderer ab, mit denen die milliardenschweren Staatsanleihekäufe untersagt werden sollten, wie das Karlsruher Gericht am Mittwoch mitteilte.

ROUNDUP 2: Fronten im Konflikt um Katalonien zum Tag X weiter verhärtet

MADRID - Im Streit um eine Abspaltung Kataloniens von Spanien hat sich unmittelbar vor Ablauf eines Ultimatums keine der beiden Seiten kompromissbereit gezeigt. Ministerpräsident Mariano Rajoy drohte der Regionalregierung am Mittwoch erneut mit Entmachtung. Die geplante Gründung eines eigenen unabhängigen Staats müsse bis Donnerstag 10.00 Uhr gestoppt werden, sagte der konservative Politiker.

GESAMT-ROUNDUP: Trumps Einreisestopp wieder blockiert - Bewegung bei 'Obamacare'

WASHINGTON - Zum dritten Mal hat ein US-Gericht die Pläne von Präsident Donald Trump durchkreuzt, Menschen aus bestimmten Staaten nicht mehr einreisen zu lassen. Kurz vor dem Inkrafttreten neuer Einreisebeschränkungen legte ein Richter auf Hawaii Trumps jüngste Maßnahme vorübergehend auf Eis. Das Weiße Haus kritisierte die Entscheidung scharf: Trumps Maßnahme sei rechtmäßig. Dagegen kommt in den erbitterten Streit um die Krankenversicherung "Obamacare" überraschend neue Bewegung.

Vizeaußenminister: USA streben Diplomatie im Nordkorea-Konflikt an

SEOUL - Die USA streben nach Angaben von Vizeaußenminister John Sullivan mit ihren Verbündeten Südkorea und Japan weiter eine diplomatische Lösung im Streit um das Atomprogramm Nordkoreas an. Bei einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Südkorea und Japan machte Sullivan am Mittwoch in Seoul jedoch deutlich, dass Präsident Donald Trump und Außenminister Rex Tillerson erklärt hätten, dass "alle Optionen auf dem Tisch" lägen. Er warf der nordkoreanischen Führung um Machthaber Kim Jong Un vor, "unberechenbar" und "nicht transparent" zu sein.

EZB-Chef Draghi: Staaten sollen Zeitfenster für wirtschaftliche Reformen nutzen

FRANKFURT - Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hat die Staaten der Eurozone erneut zu wirtschaftlichen Reformen aufgerufen. Die lockere Geldpolitik habe ein Zeitfenster für Reformen geschaffen, sagte Draghi am Mittwoch in Frankfurt. "Die Krise habe bestätigt, das flexible Volkswirtschaften widerstandsfähiger sind." Dies gelte insbesondere für die Währungsunion.

Nafta-Verhandlungen sollen bis 2018 ausgedehnt werden

WASHINGTON - Bei den schwierigen Verhandlungen zur Zukunft des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta rechnen die USA, Mexiko und Kanada nicht mehr mit einer Einigung in diesem Jahr. Die Unterhändler der drei Länder verständigten sich am Dienstag in Washington darauf, die Gespräche sollten bis ins nächste Jahr ausgedehnt werden. Sie benötigten mehr Zeit, um Differenzen zu überbrücken, hieß es in einer Mitteilung.

'WSJ': Trump dürfte Entscheidung zu Yellen-Nachfolge bis 3. November fällen

NEW YORK - US-Präsident Donald Trump soll laut einem Medienbericht in den kommenden zweieinhalb Wochen eine Entscheidung über seinen Favoriten für den künftigen Vorsitzenden der US-Notenbank Fed fällen. Derzeit seien noch fünf Kandidaten im Rennen und es sei damit zu rechnen, dass Trump seine Entscheidung noch vor seiner Asienreise, die am 3. November beginne, bekanntgeben werde, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag mit Bezug auf einen nicht namentlich genannten Vertreter des Weißen Hauses.

Türkisches Parlament stimmt Verlängerung des Ausnahmezustands zu

ISTANBUL - Das türkische Parlament hat der Verlängerung des Ausnahmezustands über das Jahresende hinaus zugestimmt. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Für die umstrittene Maßnahme sprachen sich in der Debatte am Dienstag in Ankara die Regierungspartei AKP von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und die ultranationalistische MHP aus. Die Mitte-Links-Partei CHP und die pro-kurdische HDP waren strikt gegen die nunmehr fünfte Verlängerung des Ausnahmezustands seit dem Putschversuch vom Juli 2016.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.