dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 21.08.2017

dpa-AFX

Bundesbank: Deutsche Wirtschaft wächst 'mit viel Schwung'

FRANKFURT - Die Bundesbank sieht die deutsche Wirtschaft weiter in einem kräftigen Aufschwung. "Die ausgesprochen gute Stimmung sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Verbrauchern und die gute Auftragslage in der Industrie sprechen dafür, dass die deutsche Wirtschaft auch im laufenden Vierteljahr mit viel Schwung zulegen dürfte", hieß es in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht der Zentralbank. Wegen der günstigen Lage auf dem Arbeitsmarkt und steigender Löhne dürfte der private Konsum "auch im Sommer eine solide Stütze für die Konjunktur bleiben".

Bundesbank: Geld beiseitelegen lohnt sich trotz Niedrigzinsen

FRANKFURT - Trotz Niedrigzinsen lohnt es sich laut Bundesbank weiterhin, Geld auf die hohe Kante zu legen. Allerdings war die Rendite im historischen Vergleich zuletzt eher niedrig. Berücksichtige man die Inflation, habe die Verzinsung im ersten Quartal 2017 unterm Strich bei knapp 1,9 Prozent gelegen, heißt es in dem am Montag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht der Deutschen Bundesbank.

RATING: Fitch hebt Kreditwürdigkeit Griechenlands an

LONDON - Wegen Verbesserungen bei der Staatsverschuldung, einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung und gesunkener politischer Risiken hat die Ratingagentur Fitch wieder mehr Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit Griechenlands. Man habe die Bonitätseinstufung des Krisenlandes von "CCC" auf "B-" angehoben , teilte Fitch am späten Freitagabend mit. Zudem sei der Ausblick positiv, womit eine weitere Anhebung in Aussicht gestellt wird.

Globalisierung rückwärts: Banken ziehen sich auf Heimatmärkte zurück

FRANKFURT - Die Globalisierung der Finanzmärkte findet zunehmend ohne Geldhäuser statt: Seit der Finanzkrise ziehen sich Banken weltweit mit ihrem Kreditgeschäft auf ihre Heimatmärkte zurück, wie eine am Montag veröffentlichte Studie des Beratungsunternehmens McKinsey dokumentiert. Die entsprechenden grenzüberschreitenden Kapitalflüsse sind demnach seit einem Rekordwert im Jahr 2007 weltweit um 65 Prozent eingebrochen. Das Volumen ging bis 2016 von 12,4 Billionen auf 4,3 Billionen US-Dollar zurück.

London schlägt umfangreichen Handel mit EU nach Brexit vor

LONDON - Großbritannien hat der Europäischen Union einen weitgehenden Handel nach dem Brexit vorgeschlagen. Britische Waren, die auf dem EU-Markt erhältlich sind, sollten demnach auch nach der Trennung von der EU dorthin exportiert werden dürfen. Das geht aus einem Positionspapier des Brexit-Ministeriums hervor, das am Montag in London veröffentlicht worden ist. Die Regelung sollte umgekehrt auch für EU-Produkte gelten, die nach Großbritannien verkauft werden

Kieler Institut: Beitrag zur Arbeitslosenversicherung muss sinken

KIEL - Die gute Lage am Arbeitsmarkt spült der Bundesagentur für Arbeit (BA) Milliarden in die Kasse und macht nach Ansicht des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) eine Beitragssenkung erforderlich. Der Gewinn der BA werde in diesem Jahr mit sechs Milliarden Euro rund viermal so hoch ausfallen wie offiziell erwartet, teilte das IfW am Montag in Kiel mit. Das wäre der höchste Jahresüberschuss der BA seit der Finanzkrise. Ihre Rücklagen würden damit von 11,4 auf rund 17,5 Milliarden Euro steigen.

Tschechien erhöht den Mindestlohn

PRAG - Tschechien erhöht zum Beginn des neuen Jahres den gesetzlichen Mindestlohn. Der Stundensatz steigt um knapp 11 Prozent auf 73,20 Kronen - umgerechnet sind das rund 2,80 Euro. Das beschloss das Mitte-Links-Kabinett am Montag in Prag. "Arbeit muss sich auszahlen", teilte der sozialdemokratische Ministerpräsident Bohuslav Sobotka mit. Gut 130 000 Beschäftigte werden in Tschechien nach dem Mindestlohn bezahlt.

ROUNDUP: IW sieht drei Risiken für deutschen Immobilienmarkt

MÜNCHEN - Zu viele Einfamilienhäuser auf dem Land, zu viele Studentenapartments in Großstädten - das sind nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft Risiken für den Immobilienmarkt. Dazu kommen möglicherweise überoptimistische Erwartungen von Immobilieninvestoren in Sachen Mietsteigerungen, wie IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer und seine Kollegen in einer aktuellen Studie schreiben. Strenger werdende Mietregulierung könnte den Kalkulationen der Investoren zuwider laufen, heißt es darin.

IW sieht drei Risiken für deutschen Immobilienmarkt

MÜNCHEN - Das Institut der deutschen Wirtschaft sieht drei Risiken für den deutschen Immobilienmarkt: zu viele Einfamilienhäuser auf dem Land, zu viele Studentenapartments in Großstädten und möglicherweise überoptimistische Erwartungen von Investoren in Sachen Mietsteigerungen. Eine strengere Mietregulierung könnte den Kalkulationen der Investoren zuwider laufen, heißt es in der Studie des IW-Immobilienexperten Michael Voigtländer und seiner Kollegen.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.