dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 10.07.2017

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EU-Parlament kritisiert Brexit-Angebot aus London

BRÜSSEL - Vor der nächsten Runde der Brexit-Verhandlungen droht das Europaparlament mit einem Veto, falls Großbritannien sein Angebot für Bleiberechte der EU-Bürger im Land nicht nachbessert. Notfalls werde man die Zustimmung zum Austrittsabkommen verweigern, heißt es in einem in mehreren Medien veröffentlichten Brief der wichtigsten Fraktionsvorsitzenden.

Eurozone: Anlegerstimmung fällt nach Höhenflug leicht - Sentix

FRANKFURT - Die Anlegerstimmung im Euroraum hat sich im Juli von hohem Niveau aus leicht eingetrübt. Wie das Beratungsunternehmen Sentix am Montag mitteilte, fiel der von ihm erhobene Konjunkturindikator um 0,1 Punkte auf 28,3 Punkte. Volkswirte hatten für Juli einen stärkeren Rückgang auf 28,1 Punkte erwartet.

ROUNDUP: EU-Parlament fordert besseres Brexit-Angebot - und droht mit Veto

BRÜSSEL - Schon bei der ersten wichtigen Frage der Brexit-Verhandlungen lässt das Europaparlament die Muskeln spielen. Falls London das Angebot für Bleiberechte der 3,2 Millionen EU-Bürger in Großbritannien nicht nachbessere, werde man notfalls ein Veto gegen das geplante Austrittsabkommen einlegen, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Brief der wichtigsten Fraktionsvorsitzenden.

ROUNDUP 2: Deutsche Arbeitskosten noch im europäischen Mittelfeld

DÜSSELDORF - Mit Arbeitskosten von durchschnittlich 33,60 Euro pro Stunde liegt Deutschland noch im europäischen Mittelfeld. Höher seien die Arbeitskosten mit bis zu 43,80 Euro nur in Dänemark, Schweden, Finnland, Belgien, Luxemburg und Frankreich, teilte das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Montag in Berlin mit.

Japans Regierungschef Abe verliert Unterstützung im Volk

TOKIO - Japans rechtskonservativer Ministerpräsident Shinzo Abe verliert nach einer Skandalserie zunehmend Rückhalt im eigenen Volk. Nach am Montag veröffentlichten Umfragen sank die Zustimmung für Abe auf den tiefsten Stand seit seinem Amtsantritt im Dezember 2012. Abe soll unter anderem seinen Einfluss zugunsten wirtschaftlicher Interessen eines engen Freundes ausgeübt haben, was er bestreitet.

Deutsche Exporte überraschend stark gestiegen

WIESBADEN - Der deutsche Außenhandel hat überraschend stark an Fahrt aufgenommen. Im Mai seien die Exporte im Vormonatsvergleich saisonbereinigt um 1,4 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Volkswirte hatten nur einen Zuwachs um 0,3 Prozent erwartet. Im Mai seien Waren im Wert von 110,6 Milliarden Euro exportiert worden. Im Jahresvergleich legten die Exporte damit kräftig um 14,1 Prozent zu.

ROUNDUP: Chinesische Internetriesen liefern sich Wettkampf in Deutschland

MÜNCHEN - Die zwei chinesischen Internet-Großkonzerne Tencent und Alibaba weiten ihren globalen Konkurrenzkampf auf Deutschland aus. Die in der südchinesischen Wirtschaftsmetropole Shenzhen ansässige Tencent wird von November an mit dem Chatprogramm WeChat für chinesische Touristen in Deutschand mobiles Bezahlen per Handy anbieten. Das teilte der deutsche Partner Wirecard AG am Montag in München mit. Bereits seit 2015 expandiert Tencents schärfster Konkurrent Alibaba, der mit der App Alipay die Pionierrolle übernommen hatte.

Schäuble fordert Abbau fauler Kredite bei Europas Banken

BRÜSSEL - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat einen Abbau der großen Menge ausfallgefährdeter Kredite bei europäischen Banken angemahnt. Das sei von entscheidender Bedeutung, allerdings nur schrittweise möglich, sagte der CDU-Politiker am Montag vor Gesprächen mit den übrigen Euro-Finanzministern in Brüssel.

FDP-Chef Lindner: Deutschland braucht offensives Zuwanderungsrecht

BERLIN - Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat eine verstärkte Ausrichtung der Zuwanderungspolitik auf deutsche Interessen gefordert. So müsse das Land bei der Anwerbung kompetenter Fachkräfte und Forscher die nachlassende Anziehungskraft von Wissenschaftsnationen wie USA und Großbritannien nutzen.

Goldpreis fällt immer weiter - Silber auf tiefstem Stand seit April 2016

FRANKFURT - Die Aussicht auf steigende Zinsen weltweit setzt die Preise für Gold und Silber immer weiter unter Druck. Allein am Montag fiel der Goldpreis um mehr als ein halbes Prozent auf den tiefsten Stand seit Mitte März. Eine Feinunze (etwa 31 Gramm) des Edelmetalls kostete im frühen Handel rund 1205 US-Dollar. Am Freitag waren es zwischenzeitlich noch über 20 Dollar mehr gewesen. Der Silberpreis fiel zum Wochenbeginn sogar um über zwei Prozent auf den tiefsten Stand seit April 2016 bei rund 15 Dollar je Feinunze.

China: Verbraucherpreise bleiben etwas hinter den Erwartungen zurück

PEKING - In China stagniert die Inflation. Die Verbraucherpreise seien im Juni im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent gestiegen. Damit fiel die Teuerung genau so hoch aus wie im Mai. wie das nationale Statistikamt am Montag in Peking mitteilte. Von Bloomberg befragte Experten hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 1,6 Prozent gerechnet. Die Teuerung bleibt somit auf einem niedrigem Niveau. Der weiter moderate Anstieg der Verbraucherpreise gibt der chinesischen Notenbank weiter Spielraum, die Binnenkonjunktur mit ihrer lockeren Geldpolitik weiter zu unterstützen./zb

China: Erzeugerpreise ziehen wie erwartet weiter deutlich an

PEKING - In China legen die Erzeugerpreise weiter deutlich zu. Im Juni seien die Erzeugerpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,5 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt in Peking am Montag mit. Damit verteuerten sich die Produkte auf Erzeugerebene so stark wie im Mai und wie von Bloomberg befragte Experten erwartet hatten.

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