dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 25.10.2017

dpa-AFX

ROUNDUP 2: Ifo-Index auf Rekordhoch - 'Wirtschaft unter Volldampf'

MÜNCHEN - In der deutschen Wirtschaft stehen die Zeichen weiter auf Boom. Im Oktober ist die Stimmung in den Unternehmen der größten europäischen Volkswirtschaft auf ein Rekordhoch gestiegen. Das Ifo-Geschäftsklima verbesserte sich um 1,4 Punkte auf 116,7 Zähler, wie das Münchner Forschungsinstitut am Mittwoch mitteilte. Damit wurde der jüngste Rekord vom Juli übertroffen. "Die deutsche Wirtschaft steht unter Volldampf", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest die Ergebnisse der jüngsten Umfrage.

USA: FHFA-Hauspreisindex steigt stärker als erwartet

NEW YORK - In den USA sind die Hauspreise im August überraschend stark gestiegen. Der FHFA-Hauspreisindex erhöhte sich zum Vormonat um 0,7 Prozent, wie die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Mittwoch in New York mitteilte. Volkswirte hatten hingegen nur einen Zuwachs um 0,4 Prozent erwartet.

ROUNDUP 2: Puigdemont sagt Reise nach Madrid ab

MADRID - Der Chef der katalanischen Regionalregierung, Carles Puigdemont, hat eine geplante Erklärung im spanischen Senat zu den Unabhängigkeitsbestrebungen seiner Region kurzfristig abgesagt. Das teilte die Regionalregierung in Barcelona am Mittwoch mit. Er sollte sich dort auch zu den von Madrid geplanten Maßnahmen gegen die katalanische Regionalregierung äußern.

Jamaika-Ärger: FDP zweifelt an Verhandlungsfähigkeit der Grünen

BERLIN - Die FDP greift die Jamaika-Unterhändler der Grünen wegen ihrer Darstellung der Verhandlungsergebnisse zum Thema Haushalt und Finanzen scharf an. "Mir scheint, die Grünen sind nicht verhandlungsfähig", sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer Marco Buschmann der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Er bezog sich auf Äußerungen von Grünen-Parteichef Cem Özdemir und Unterhändler Jürgen Trittin, die das Zwischenergebnis von CDU, CSU, FDP und Grünen zum Thema Haushalt und Finanzen in Frage gestellt hatten. "Wenn sie künftig an jedem Morgen danach die Kompromisse des Vorabends aufkündigen, könnten wir uns die künftigen Sondierungsrunden schenken", warnte Buschmann.

USA: Neubauverkäufe steigen so stark wie seit 25 Jahren nicht mehr

WASHINGTON - In den USA sind die Verkäufe neuer Häuser im September so stark gestiegen wie seit über 25 Jahren nicht mehr. Im Vergleich zum Vormonat seien sie um 18,9 Prozent gestiegen, teilte das Handelsministerium am Mittwoch mit. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang um 1,1 Prozent erwartet. Zuletzt waren die Verkäufe im Januar 1992 stärker gestiegen. Der Anstieg war besonders stark im Süden der USA. Die Wirbelstürme "Harvey" und "Irma" hatten dort für Zerstörung gesorgt.

USA: Aufträge für langlebige Güter deutlich gestiegen

WASHINGTON - In den USA haben die Aufträge für langlebige Güter im September überraschend deutlich zugelegt. Die Aufträge seien um 2,2 Prozent zum Vormonat geklettert, teilte das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten nur einen Zuwachs um 1,0 Prozent erwartet. Der Anstieg folgt auf einen Zuwachs um 2,0 Prozent im Vormonat.

ROUNDUP: Britische Wirtschaft mit mehr Schwung - Experten erwarten Zinsanhebung

LONDON - Die Wirtschaft Großbritanniens hat im dritten Quartal trotz großer Unsicherheiten rund um den Brexit wieder etwas an Schwung gewonnen. Nach Zahlen des Statistikamts ONS vom Mittwoch wuchs die Wirtschaftsleistung (BIP) von Juli bis September um 0,4 Prozent zum Vorquartal. In den ersten beiden Quartalen des Jahres waren es jeweils nur 0,3 Prozent gewesen. Analysten hatten mit einer Fortsetzung des Wachstums auf diesem Niveau gerechnet. Experten zufolge ist jetzt eine Leitzinsanhebung kommende Woche durch die Bank of England noch wahrscheinlicher geworden.

Özdemir: Schwarze Null und Soli-Aus gehen nicht zusammen

BERLIN - Eine Absage an neue Staatsschulden und die Abschaffung des Solidaritätszuschlags sind aus Sicht der Grünen nicht vereinbar. Gemeinsames Ziel von Union, FDP und Grünen in Jamaika-Sondierungen sei ein ausgeglichener Haushalt, sagte Parteichef Cem Özdemir der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. "Mit der Abschaffung des Solidaritätszuschlages wäre dieses Ziel für uns nicht mehr zu erreichen." Auch eine gezielte Entlastung unterer und mittlerer Einkommen sei dann nicht möglich.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.