dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 24.07.2017

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USA: Verkäufe bestehender Häuser sinken überraschend stark

WASHINGTON - In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser im Juni überraschend stark gesunken. Im Vergleich zum Vormonat seien sie um 1,8 Prozent gefallen, wie die Maklervereinigung "National Association of Realtors" (NAR) am Montag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang um 0,9 Prozent erwartet.

ROUNDUP/Eurozone: Unternehmensstimmung erneut schlechter

LONDON - Die Unternehmensstimmung im Euroraum hat sich im Juli den zweiten Monat in Folge eingetrübt. Wie das Institut IHS Markit in London mitteilte, lag der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex bei 55,8 Punkten. Das sind 0,5 Zähler weniger als im Vormonat. Im April und im Mai hatte das Konjunkturbarometer mit 56,8 Punkten einen mehrjährigen Höchststand markiert. Auch nach dem aktuellen Rückgang liegt die Kennzahl deutlich über der Grenze von 50 Punkten und signalisiert damit Wachstum.

ROUNDUP/Griechenland wagt Rückkehr an die Finanzmärkte

ATHEN - Erstmals seit Bestehen der Links-Rechts-Regierung unter Premierminister Alexis Tsipras nimmt Griechenland eine Rückkehr an die Finanzmärkte in Angriff. Man werde eine Auktion für eine fünfjährige Staatsanleihe starten, teilte das Finanzministerium am Montag in einer schriftlichen Stellungnahme mit. Die Ergebnisse der Versteigerung sollen möglicherweise schon am Dienstag bekanntgegeben werden. Federführend ist ein Konsortium führender internationaler Banken.

ROUNDUP 2/Wirtschaftswachstum: IWF erwartet bessere Entwicklung in Deutschland

WASHINGTON - Die robuste Nachfrage im Inland und die Erholung der Weltkonjunktur treiben nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) das Wirtschaftswachstum in Deutschland stärker an als bisher angenommen. Der IWF hob seine Prognose für dieses und das kommende Jahr leicht an: Die Bundesrepublik kann 2017 mit einer Steigerung ihrer Wirtschaftsleistung um 1,8 Prozent und 2018 um weitere 1,6 Prozent rechnen. Das sind 0,2 und 0,1 Prozentpunkte mehr als in der letzten Prognose im April angenommen.

Bundesbank: Deutsche Wirtschaft wächst 'mit viel Schwung'

FRANKFURT - Die Bundesbank sieht die deutsche Wirtschaft weiter auf einem robusten Wachstumskurs. Die Konjunktur dürfte auch im zweiten Quartal "mit viel Schwung gewachsen sein", hieß es in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht der Zentralbank. Neben dem starken privaten Konsum sehen die Experten der Bundesbank auch zunehmend die Industrie als eine solide Stütze des Aufschwungs.

Bundesbank sieht in Protektionismus ernste Gefahr für die Weltwirtschaft

FRANKFURT - Die Bundesbank sieht jüngste Bestrebungen für mehr Abschottung einzelner Volkswirtschaften mit großer Sorge. "Protektionistische Tendenzen stellen eine bedeutende Gefahr für die Weltwirtschaft dar", hieß es in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht der Bundesbank. Die Notenbanker räumten zwar ein, dass insbesondere Geringverdiener unter den Folgen der Globalisierung zu leiden haben. Dieses Argument eigene sich aber nicht als Rechtsfertigung für Angriffe auf das bestehende Handelssystem. Die Experten der Bundesbank raten vielmehr, die Regeln des internationalen Handels weiterzuentwickeln.

ROUNDUP/Bundesbank: Niedrigzinsen entlasten Euro-Staaten um fast eine Billion

FRANKFURT - Die Euro-Staaten profitieren von der ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) durch milliardenschwere Einsparungen bei den Zinsen. Seit dem Jahr 2008 haben die Staaten nach Berechnungen der Bundesbank fast eine Billion Euro gespart. Für Deutschland bezifferte die Notenbank die Entlastung auf zusammengerechnet 240 Milliarden Euro, gemessen an dem durchschnittlichen Zinsniveau vor Ausbruch der Finanzkrise, wie aus dem Montag veröffentlichten Monatsbericht hervorgeht. Kreditinstitute und Sparer ächzen dagegen unter der Zinsflaute.

GESAMT-ROUNDUP: Türkei zieht Terrorliste deutscher Firmen zurück

BERLIN/BRÜSSEL/ISTANBUL - Nach heftiger Kritik aus Deutschland hat die Türkei eine umstrittene Liste mit knapp 700 terrorverdächtigen deutschen Unternehmen wieder zurückgezogen. Das teilte ein Sprecher von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Montag in Berlin mit. Der türkische Innenminister Süleyman Soylu habe in einem Telefonat mit de Maizière von einem "Kommunikationsproblem" gesprochen und versichert, dass weder türkische Behörden in der Türkei noch in Deutschland gegen Unternehmen ermittelten, die auf einer Liste geführt worden seien.

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