dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 26.06.2017

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ROUNDUP: Ifo-Geschäftsklima setzt Höhenflug fort

MÜNCHEN - Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat ihren Höhenflug im Juni fortgesetzt. Das vom Ifo-Institut erhobene Geschäftsklima erreichte den höchsten Stand seit der Deutschen Wiedervereinigung. Der wichtigste Frühindikator für die deutsche Wirtschaft stieg um 0,5 Punkte auf 115,1 Zähler, wie das Institut am Montag im München mitteilte. Damit wurde der Rekordwert vom Vormonat überboten. Bankvolkswirte hatten dagegen mit einem leichten Rückgang auf 114,5 Punkte gerechnet.

USA: Aufträge für langlebige Güter gesunken

WASHINGTON - In den USA sind die Aufträge für langlebige Güter im Mai deutlicher als erwartet gesunken. Die Aufträge seien um 1,1 Prozent zum Vormonat gefallen, teilte das US-Handelsministerium am Montag in Washington mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang um 0,6 Prozent gerechnet. Zudem ist der Rückgang im Vormonat April etwas deutlicher ausgefallen als bislang geschätzt. Er lag bei 0,9 statt 0,8 Prozent.

ROUNDUP: Britische Minderheitsregierung steht - Finanzspritze für Nordirland

LONDON - Fast drei Wochen nach der Parlamentswahl steht die Minderheitsregierung in Großbritannien. Die Konservativen werden künftig von der umstrittenen, nordirischen Democratic Unionist Party (DUP) unterstützt. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichneten beide Parteien am Montag in London. Als Gegenleistung gibt es eine Milliarden-Finanzspritze für die Ex-Bürgerkriegsregion Nordirland. Eine formale Koalition werden die Parteien nicht bilden.

EZB hat weiter Bedenken wegen griechischer Staatsschulden

FRANKFURT - Ein Brief von EZB-Präsident Mario Draghi an EU-Parlamentarier deutet nicht auf baldige Notenbankkäufe griechischer Staatsanleihen hin. Es gebe weiterhin ernsthafte Bedenken mit Blick auf die Tragfähigkeit der griechischen Staatsschulden, heißt es in dem am Montag von der EZB veröffentlichten Schreiben an einen EU-Parlamentarier. Grund seien fehlende Informationen über weitere Schuldenerleichterungen für Athen. Die Euro-Partner Griechenlands hatten diese Mitte Juni nur im Grundsatz zugesagt.

ROUNDUP: EU-Handelskommissarin warnt USA vor Abschottung - EU würde kontern

BRÜSSEL - EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hat die USA vor einer Abschottung ihres Stahlmarktes gewarnt und mit Gegenmaßnahmen gedroht. Sollten unter Berufung auf die nationale Sicherheit allgemeine Einfuhrbeschränkungen für europäische Unternehmen eingeführt werden, wäre das "sehr schlecht" und "ungerechtfertigt", sagte sie am Montag in Brüssel. Europa werde in diesem Fall kontern. "Wie genau und zu welchem Zeitpunkt werde ich nicht sagen, aber wir werden Vorbereitungen treffen", erklärte Malmström.

EU-Handelskommissarin warnt USA vor Abschottung - EU würde kontern

BRÜSSEL - EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hat die USA vor einer Abschottung ihres Stahlmarktes gewarnt. Sollten unter Berufung auf die nationale Sicherheit allgemeine Einfuhrbeschränkungen für europäische Unternehmen eingeführt werden, wäre das "sehr schlecht" und "ungerechtfertigt", sagte sie am Montag in Brüssel. Europa werde in diesem Fall kontern. "Wie genau und zu welchem Zeitpunkt werde ich nicht sagen, aber wir werden Vorbereitungen treffen", kommentierte Malmström.

ZEW: Experten sehen Trump als mögliche Konjunkturstütze für Europa

MANNHEIM - Die US-Präsidentschaft Donald Trumps dürfte nach Ansicht von Finanzexperten Europas Wirtschaft eher nützen als Schaden. Bei einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) gab knapp ein Drittel der Befragten an, mit einem positiven Einfluss der Wirtschaftspolitik Trumps auf das Wachstum innerhalb der Europäischen Union (EU) zu rechnen. Von einem negativen Effekt gehen dagegen nur 12 Prozent der Befragten aus, während 56 Prozent keinen Impuls erwarten.

GESAMT-ROUNDUP: Stimmung in deutschen Firmen steigt auf Rekord seit Vereinigung

MÜNCHEN/FRANKFURT - Die deutsche Wirtschaft setzt ihren Wachstumskurs ungebrochen fort. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Juni von 114,6 auf 115,1 Punkte und überbot damit den Rekordwert des Vormonats. Dies sei ein neuer Höchststand seit der Wiedervereinigung, teilte das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung am Montag in München mit. Die Firmen beurteilten ihre Geschäftslage nochmals deutlich besser und zeigten sich noch optimistischer für das kommende halbe Jahr. Auch die Bundesbank ist zuversichtlich für die deutsche Konjunktur. Sie werde ihre Dynamik aus dem Winterhalbjahr im Frühjahr fortsetze, erklärte sie in ihrem neuen Monatsbericht.

FDP-Spitzenpolitiker Lambsdorff: Die SPD hat immerhin ein Konzept

BERLIN - Die FDP hat nach dem SPD-Bundesparteitag Sympathie für das Steuerkonzept der Sozialdemokraten von Kanzlerkandidat Martin Schulz erkennen lassen. Die CDU dagegen "legt keine Inhalte fest, hat kein Programm und hat ihren Generalsekretär (Peter Tauber) entmachtet", kritisierte FDP-Bundesvorstandsmitglied Alexander Graf Lambsdorff in der "Bild"-Sendung "Die richtigen Fragen" (Montag). Bei der CDU werde der Wähler völlig im Unklaren gelassen, die Partei sei "inhaltsleer" und "blutarm", die Steuerpolitik von Finanzminister Wolfgang Schäuble "unglaubwürdig".

Bundesbank: Deutsche Konjunktur bekommt weiter Schwung

FRANKFURT - Die Bundesbank sieht die Konjunktur in Deutschland weiter Fahrt aufnehmen. "Die deutsche Wirtschaft dürfte im Frühjahr 2017 den kräftigen Expansionskurs aus dem Winterhalbjahr fortsetzen", heißt es im am Montag veröffentlichten Monatsbericht der Deutschen Bundesbank. Für Schwung sorge vor allem die lebhafte Industrie, die sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland wichtige Impulse erhalte. Vor allem in anderen Euro-Ländern waren deutsche Produkte zuletzt stark gefragt.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.