dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 27.10.2017

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ROUNDUP 2: Spaniens Senat billigt Entmachtung katalanischer Regionalregierung

MADRID - Der spanische Senat hat im heftigen Streit um die Unabhängigkeit Kataloniens eine Entmachtung der Regionalregierung unter Carles Puigdemont gebilligt. In Madrid votierte der Senat am Freitag mit großer Mehrheit für eine Zwangsverwaltung der Region und andere Maßnahmen. Unmittelbar zuvor stimmten die Abgeordneten des Regionalparlaments in Barcelona für einen Prozess zur Loslösung von Spanien und zur Gründung eines unabhängigen Staates, allerdings ohne einen Zeitplan festzulegen.

Spanischer Finanzmarkt durch katalanisches Unabhängigkeitsvotum unter Druck

FRANKFURT - Die spanischen Finanzmärkte sind am Freitag durch das Unabhängigkeitsvotum des katalanischen Regionalparlaments belastet worden. Die Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen sind merklich gestiegen und der Aktienmarkt hat seine Verluste ausgeweitet. Der Euro ist ebenfalls weiter unter Druck geraten.

ROUNDUP: Bundesbank-Chef Weidmann für 'klares Ende' der EZB-Anleihekäufe

PARIS - Bundesbank-Präsident Jens Weidmann gehen die jüngsten Beschlüsse der Europäischen Zentralbank (EZB) zu ihren milliardenschweren Anleihekäufen nicht weit genug. Die EZB hatte entschieden, die vor allem in Deutschland umstrittenen Wertpapierkäufe 2018 zu reduzieren, aber kein festes Enddatum gesetzt. "Allerdings wäre aus meiner Sicht ein klares Ende der Nettokäufe angezeigt gewesen", sagte Weidmann am Freitag bei einer Veranstaltung in Paris.

Kreise/Neuer Fed-Chef: Trump neigt zu Powell als Yellen-Nachfolger

NEW YORK - US-Präsident Donald Trump neigt laut einem Medienbericht zu Fed-Direktor Jerome Powell als Nachfolger von US-Notenbankchefin Janet Yellen. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf drei Personen, die mit der Materie vertraut seien. Die Entscheidung stehe aber nicht fest und Trump könne jederzeit seine Meinung ändern.

Gläubiger und Griechenland einigen sich auf Haushaltsziele

ATHEN - Nach Abschluss der jüngsten Kontrollen durch die internationalen Gläubiger Griechenlands steht fest, welche Haushaltsbilanz das Land in diesem und im nächsten Jahr erreichen muss. Demnach soll der Primärüberschuss - also eine positive Haushaltsbilanz ohne Berücksichtigung der Schuldenlasten - im Jahr 2017 bei 2,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegen. Im kommenden Jahr soll dieser Wert 3,5 Prozent erreichen. Die Einigung sei für alle Beteiligten akzeptabel, hieß es griechischen Medien zufolge am Freitag aus Kreisen des Athener Finanzministeriums.

USA: Michigan-Konsumklima auf höchstem Stand seit 13 Jahren

MICHIGAN - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Oktober weiter aufgehellt, allerdings nicht so stark wie zunächst gedacht. Das Konsumklima der Universität von Michigan erhöhte sich zum Vormonat um 5,6 Punkte auf 100,7 Zähler, wie die Universität am Freitag nach einer zweiten Erhebung mitteilte. Das ist der höchste Stand seit Januar 2004. Eine erste Schätzung hatte jedoch einen etwas stärkeren Zuwachs auf 101,1 Zähler ergeben.

ROUNDUP: Jamaika-Verhandler müssen sich nach Krach zusammenraufen

BERLIN - Nach erstem Krach bei den großen Reizthemen Klima und Flüchtlinge müssen sich Union, FDP und Grüne für weitere Sondierungen über eine Jamaika-Koalition zusammenraufen. Die Grünen forderten ein klares Bekenntnis zu den Klimaschutzzielen ein. Die FDP verwahrte sich gegen Vorwürfe bei diesem Thema und lässt weiterhin offen, ob ein Bündnis überhaupt zustande kommt. Die CSU besteht dafür hart auf einer Begrenzung der Zuwanderung. In der neuen Woche geht es zuerst mit Bildung, Digitalisierung, Sozial- und Innenthemen weiter.

ROUNDUP: Wirbelstürme bringen US-Wirtschaft nicht aus dem Tritt

WASHINGTON - Die US-Wirtschaft ist im Sommer trotz schwerer Wirbelstürme robust gewachsen. Nach Zahlen des Handelsministeriums vom Freitag erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal um auf das Jahr hochgerechnet 3,0 Prozent zum Vorquartal. Das ist nur unwesentlich weniger als das annualisierte Wachstum von 3,1 Prozent im zweiten Quartal und mehr als Analysten mit 2,6 Prozent erwartet hatten. Das US-Statistikbüro räumte allerdings ein, die wirtschaftlichen Auswirkungen der schweren Stürme nicht quantifizieren zu können.

EZB: Experten erwarten etwas höheres Wirtschaftswachstum

FRANKFURT - Von der Europäischen Zentralbank (EZB) befragte Fachleute gehen von einem etwas höheren Wirtschaftswachstum im Euroraum aus. Dies teilte die EZB am Freitag in Frankfurt mit. Demnach rechnen die Befragten in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent. In der vorherigen Umfrage vor etwa drei Monaten waren es noch 1,9 Prozent gewesen. Für 2018 und 2019 werden Wachstumsraten von 1,9 und 1,7 Prozent erwartet. Das sind jeweils 0,1 Prozentpunkte mehr als bislang erwartet.

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