dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 16.01.2023 - 17.00 Uhr

EU-Kommission: Europa könnte tiefe Rezession vermeiden

BRÜSSEL - Die Aussichten für die europäische Wirtschaft haben sich nach Ansicht der EU-Kommission wider Erwarten aufgehellt. "Ich glaube, dass wir eine tiefe Rezession vermeiden können", sagte Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni am Rande eines Treffens der Euro-Finanzminister am Montag in Brüssel. Es könne sein, dass die Wirtschaft lediglich einen vorübergehenden Abschwung durchlaufen werde.

Frankreich fordert 'Made in Europe'-Aktionsplan

PARIS - Frankreich möchte als Reaktion auf das umstrittene Subventionsprogramm für US-Firmen erreichen, dass die EU ihre Beihilfe- und Finanzierungsregeln für Unternehmen lockert. Präsident Emmanuel Macron berate am Montag in Paris mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen über einen französischen "Made in Europe"-Aktionsplan, teilte der Élyséepalast mit.

Moskau: Gas- und Öleinnahmen 2022 um 28 Prozent gestiegen

MOSKAU - Russlands Einnahmen aus dem Verkauf von Gas und Öl sind nach Moskauer Regierungsangaben trotz westlicher Sanktionen im vergangenen Jahr um knapp ein Drittel gestiegen. Die entsprechenden Haushaltseinnahmen seien 2022 um 28 Prozent beziehungsweise um 2,5 Billionen Rubel (Ende 2022 etwa 31,6 Milliarden Euro) im Vergleich zum Vorjahr gewachsen, sagte Russlands Vize-Regierungschef Alexander Nowak am Montag der Agentur Interfax zufolge.

Kältewelle im Iran: Gaskrise hält an

TEHERAN - Inmitten einer Kältewelle verschärft sich die Energiekrise im Iran. In der Stadt Torbat-e Dschjam im Nordosten des Landes stellten die Behörden wegen akuten Mangels das Gas ab, wie iranische Medien am Montag berichteten. Ein Video der Online-Zeitung "Ham-Mihan" schilderte dramatische Szenen vor einem Gebäude der Hilfsorganisation Roter Halbmond. Nach Informationen der Zeitung forderte die Menschenmenge Heizgeräte und Öllampen.

Hohe Gaspreise bescheren Norwegen Rekord-Handelsüberschuss

OSLO - Die hohen Gaspreise haben Norwegen im abgelaufenen Jahr einen Rekord beim Handelsüberschuss gebracht. Das skandinavische Land kam 2022 auf Gesamtexporte im Wert von rund 2,6 Billionen norwegischen Kronen (243 Milliarden Euro), was einem Plus von satten 87,2 Prozent zum Vorjahr entsprach. Das teilte die norwegische Statistikbehörde SSB am Montag mit. Importiert wurden demnach Waren im Wert von gut 1,0 Billionen Kronen. Damit kommt Norwegen auf ein Handelsüberschuss von knapp 1,6 Billionen Kronen (147 Mrd. Euro) - das entspricht fast dem Dreifachen des Überschusses des Jahres 2021.

Deutschland: Großhandelspreise steigen schwächer - Starker Rückgang zum Vormonat

WIESBADEN - Der Preisauftrieb im deutschen Großhandel hat sich auf hohem Niveau weiter abgeschwächt. Im Dezember erhöhten sich die Großhandelspreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 12,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Im vergangenen Frühjahr hatte der Preisanstieg zeitweise mehr als zwanzig Prozent betragen. Im Monatsvergleich gingen die Preise zum Jahresende um 1,6 Prozent zurück. Das ist der deutlichste Rückgang seit 14 Jahren.

Kundenhinweis:
ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl