dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 13.11.2020 - 17.00 Uhr

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USA: Konsumklima der Uni Michigan trübt sich überraschend ein

MICHIGAN - Das Konsumklima in der USA hat sich im November überraschend eingetrübt. Das von der Universität von Michigan erhobene Verbrauchervertrauen fiel gegenüber dem Vormonat um 4,8 Punkte auf 77,0 Punkte, wie die Universität am Freitag laut einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten hingegen mit einem leichten Anstieg auf 82,0 Punkten gerechnet.

USA: Erzeugerpreise steigen stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Erzeugerpreise im Oktober erneut gestiegen. Sie legten im Jahresvergleich um 0,5 Prozent zu, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten lediglich ein Anstieg um 0,4 Prozent erwartet. Damit legten die Erzeugerpreise den zweiten Monat in Folge zu, nachdem sie zuvor fünf Monate in Folge gefallen waren.

Eurozone: Handelsbilanzüberschuss steigt überraschend deutlich

LUXEMBURG - Der Außenhandel der Eurozone hat sich im September weiter von dem drastischen Einbruch in der Corona-Krise erholt. Der saisonbereinigte Handelsbilanzüberschuss habe dank gestiegener Exporte zum Vormonat um 3 Milliarden auf 24,0 Milliarden Euro zugelegt, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mit. Volkswirte hatten im Schnitt mit 22,5 Milliarden Euro gerechnet.

Spanien: Inflationsrate sinkt nicht so stark wie erwartet

MADRID - In Spanien sind die Verbraucherpreise im Oktober im Vergleich zum Vorjahr etwas geringer gefallen als erwartet. Gegenüber dem Vorjahresmonat sei der nach europäischen Standards erhobene Verbrauchpreisindex (HVPI) um 0,9 Prozent gesunken, teilte das Statistikamt INE am Freitag in Madrid nach einer zweiten Schätzung mit. In einer ersten Sachätzung hatte die Behörde noch einen Rückgang um 1,0 Prozent gemeldet und Analysten waren von einer Bestätigung der ersten Erhebung ausgegangen.

Frankreich: Verbraucherpreise legen überraschend etwas zu

PARIS - In Frankreich bleibt die Preisentwicklung weiter schwach. Die Verbraucherpreise seien im Oktober im Jahresvergleich gemessen nach europäischen Standards (HVPI) um 0,1 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Insee am Freitag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. In der ersten Schätzung hatte die Behörde eine Stagnation gemeldet und Analysten waren im Schnitt von einer Bestätigung der ersten Erhebung ausgegangen.

Deutschland: Weiterhin wenige Insolvenzen bei Unternehmen

FRANKFURT - In der Corona-Krise bleibt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland niedrig. Vor allem wegen der seit März ausgesetzten Antragspflicht meldeten sich auch im August weniger von der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung bedrohte Unternehmen bei den Amtsgerichten als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag berichtete. 1051 Insolvenzanträge bedeuteten im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang um 35,4 Prozent.

ROUNDUP: EU-Haushaltstreit: Weber kritisiert Ungarn und Polen scharf

BRÜSSEL - Nach einer Veto-Drohung gegen das gerade vereinbarte EU-Haushaltspaket übt der CSU-Europaabgeordnete Manfred Weber scharfe Kritik an Ungarn und Polen. Die Drohung sei "ein Stück weit hohl", sagte der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP) am Freitag im Bayerischen Rundfunk. "Jetzt gilt es, die Nerven zu behalten." Auch Europa-Staatsminister Michael Roth (SPD) warnte vor einer Blockade. Damit hat vor allem Ungarn offen gedroht.

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