dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 13.07.2021 - 17.00 Uhr

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ROUNDUP/USA: Inflationsrate steigt auf höchsten Stand seit August 2008

WASHINGTON - In den USA hat die Inflation im Juni überraschend und stark angezogen. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Verbraucherpreise um 5,4 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Das ist die höchste Rate seit August 2008. Volkswirte hatten hingegen mit einem leichten Rückgang der Rate auf 4,9 Prozent gerechnet, nachdem sie im Mai noch bei 5,0 Prozent gelegen hatte.

Deutschland: Noch kein Anstieg der Unternehmensinsolvenzen erkennbar

WIESBADEN - In der Corona-Pandemie ist ein Anstieg der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland bisher ausgeblieben. "Auch als Effekt staatlicher Unterstützungen und des Aussetzens der Insolvenzantragspflicht setzte sich hingegen der langjährige Trend sinkender Insolvenzzahlen sogar verstärkt fort", sagte Albert Braakmann, Leiter der Abteilung "Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Preise" am Dienstag bei einer Online-Veranstaltung des Bundesamtes. Die Rückkehr der in der Pandemie ausgesetzten Insolvenzantragsplicht könne diesen Trend jedoch beenden.

Grünes Licht für deutschen Corona-Aufbauplan auf EU-Ebene

BRÜSSEL - Die EU-Finanzminister haben die ersten zwölf EU-Aufbaupläne zur Bewältigung der Corona-Pandemie angenommen - darunter den von Deutschland. Die Staaten können die Mittel aus der sogenannten EU-Aufbau- und Resilienzfazilität (RFF) nun einsetzen, teilten die EU-Länder am Dienstag mit. "Die heutigen Ratsbeschlüsse sind der letzte Schritt, bevor die Mitgliedstaaten Zuschuss- und Darlehensvereinbarungen mit der Kommission schließen und die ersten Mittel zur Umsetzung ihrer nationalen Pläne erhalten können", hieß es.

ROUNDUP: Britische Banken dürfen wieder Dividenden zahlen - EZB rät zur Vorsicht

LONDON/MADRID - Die größten britischen Banken dürfen für 2020 wieder unbeschränkt Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten. Die britische Notenbank hob die wegen der Corona-Krise verhängten Beschränkungen für große Geldhäuser des Landes am Dienstag mit sofortiger Wirkung auf. Auch die großen Banken im Euroraum können in Sachen Dividenden mit Lockerungen rechnen. Doch die Europäische Zentralbank (EZB) als Aufsichtsbehörde will anders als die Bank of England allzu stark sprudelnde Ausschüttungen auch weiterhin verhindern.

ROUNDUP 2: Chinas Außenhandel wächst im Juni überraschend stark

PEKING - Chinas Außenhandel ist im Juni erneut deutlich gewachsen. Wie die Zollbehörde am Dienstag mitteilte, legten die Exporte der zweitgrößten Volkswirtschaft im Vorjahresvergleich um 32,2 Prozent auf rund 281 Milliarden Dollar (237 Mrd Euro) zu. Die Importe stiegen sogar um 36,7 Prozent auf rund 230 Milliarden Dollar. Beide Zuwachsraten lagen über den Erwartungen von Experten.

ROUNDUP: Chinas Außenhandel wächst im Juni um über 30 Prozent

PEKING - Chinas Außenhandel ist im Juni erneut deutlich gewachsen. Wie die Zollbehörde am Dienstag mitteilte, legten die Exporte der zweitgrößten Volkswirtschaft im Vorjahresvergleich um 32,2 Prozent auf rund 281 Milliarden Dollar (237 Mrd Euro) zu. Die Importe stiegen sogar um 36,7 Prozent auf rund 230 Milliarden Dollar. Beide Zuwachsraten lagen über den Erwartungen von Experten.

Frankreich: Inflation zieht leicht an

PARIS - In Frankreich sind die Verbraucherpreise im Juni etwas stärker gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die nach europäischen Standards gemessene Inflation (HVPI) von 1,8 Prozent im Vormonat auf 1,9 Prozent, wie das Statistikamt Insee am Dienstag in Paris mitteilte. Eine erste Schätzung wurde bestätigt. Im Monatsvergleich stiegen die Lebenshaltungskosten um 0,2 Prozent.

Ifo-Umfrage: Nach wie vor große Existenzangst in mehreren Branchen

MÜNCHEN - Trotz der wirtschaftlichen Erholung sind die Folgen der Corona-Krise für Veranstalter, Tourismus und Gastgewerbe längst nicht überwunden: In der Veranstaltungsbranche fürchteten im Juni nach wie vor 70 Prozent der Betriebe um ihre Existenz, bei den Reisebüros waren es mit 68 Prozent kaum weniger, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag berichtete. Angst vor der Pleite dominiert auch im Gastgewerbe: Jeweils mehr als die Hälfte der Gastwirte und Hoteliers fürchten demnach, den Betrieb aufgeben zu müssen. Bei der letzten Unternehmensumfrage zu diesem Thema im Februar waren die Werte allerdings noch erheblich höher gewesen.

IEA warnt vor Preissteigerungen wegen Opec-Streit

PARIS - Die Internationale Energieagentur IEA hat eindringlich vor den Folgen des Streits zwischen großen Fördernationen gewarnt. Sollte der Streit nicht gelöst werden, drohe ein steigendes Angebotsdefizit mit möglicherweise höheren Kraftstoffpreisen, erklärte die IEA am Dienstag in Paris. In der Folge könnte die bereits erhöhte Inflation weiter steigen und die wirtschaftliche Erholung von der Corona-Krise gefährden, heißt es im Monatsbericht der Organisation.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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