dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 12.01.2023 - 17.00 Uhr

ROUNDUP: US-Inflation weiter auf dem Rückzug

WASHINGTON - Die Inflation in den USA befindet sich weiter auf dem Rückzug. Im Dezember stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,5 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Im November hatte die Rate noch bei 7,1 Prozent gelegen. Ökonomen hatten diese Entwicklung im Schnitt erwartet.

USA: Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinkt leicht

WASHINGTON - In den USA bleibt die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe niedrig und die Lage am Arbeitsmarkt robust. In der vergangenen Woche sanken die Erstanträge leicht um 1000 auf 205 000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit vergangenen September. Analysten hatten im Schnitt mit 215 000 Anträgen gerechnet.

China: Inflation zieht leicht an - Erzeugerpreise geben erneut nach

PEKING - Steigende Lebensmittelpreise haben die Inflation in China am Jahresende trotz der Konjunkturbelastungen durch die Corona-Pandemie angetrieben. Im internationalen Vergleich ist die Teuerungsrate mit 1,8 Prozent im Dezember aber immer noch sehr niedrig. Der Anstieg steht im Einklang mit den Erwartungen von Analysten, nachdem die Teuerungsrate im November auf 1,6 Prozent zurückgefallen war. Die Kerninflation ohne stärker schwankende Lebensmittel- und Energiepreise stieg von 0,6 Prozent im November auf 0,7 Prozent im Dezember, wie das nationale Statistikamt am Donnerstag mitteilte.

EZB-Umfrage: Verbraucher erwarten Rückgang der Inflation

FRANKFURT - In der Eurozone sind die Inflationserwartungen von Verbrauchern laut einer Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) gesunken. Im November erwarteten die Befragten auf Sicht von zwölf Monaten eine Inflationsrate von 5,0 Prozent, wie die EZB am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Im Monat zuvor hatte die Erwartung noch 5,4 Prozent betragen. Auf Sicht von drei Jahren wurde im November eine Rate von 2,9 Prozent erwartet, nachdem im Oktober die Erwartung bei 3,0 Prozent gelegen hatte. Die EZB strebt auf mittlere Sicht eine Teuerung von zwei Prozent an.

Ifo: Unternehmen kommen schlechter an Kredite

MÜNCHEN - Für deutsche Unternehmen wird es schwieriger, an Kredite zu kommen. "Die Banken erhöhen nach und nach die Kreditzinsen und gehen zurückhaltender bei der Vergabe vor", berichtete Ifo-Experte Klaus Wohlrabe am Donnerstag. Die von Münchner Institut erhobene sogenannte Kredithürde stieg auf 29,9 Prozent. Das ist der Anteil jener Unternehmen, die aktuell Kreditverhandlungen führen und von Zurückhaltung bei den Banken sprechen. Die aktuellen Werte wurden im Dezember erhoben, im September hatte der Wert noch bei 24,3 Prozent gelegen, im Juni bei 18,6 Prozent.

Chinesische Subventionen gefährden deutsche Wettbewerbsfähigkeit

MÜNCHEN - Die hohen Industriesubventionen in China gefährden nach einer neuen Studie des Prognos-Instituts die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Die begünstigten Unternehmen profitierten wegen der hohen Zuschüsse von Kosten- und Wettbewerbsvorteilen, heißt es in dem am Donnerstag in München veröffentlichten Papier. Auftraggeber war die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft.

ROUNDUP: Einbruch bei Start-up-Neugründungen in Deutschland

BERLIN - In Deutschland wurden 2022 deutlich weniger Start-ups gegründet als ein Jahr zuvor. Wie der Startup-Verband am Donnerstag mitteilte, brach die Zahl der Gründungen um 18 Prozent auf 2618 ein. "Gegen die schwierige konjunkturelle Lage ist auch das Start-up-Ökosystem nicht immun", sagte die stellvertretende Verbandsvorsitzende Magdalena Oehl laut Mitteilung. In München wurden demnach 14,5 Neugründungen pro 100 000 Einwohner gezählt - die bayerische Landeshauptstadt überholte damit erstmals Berlin (13,6) als gründungsstärkste Stadt.

ROUNDUP: 'Betroffen sind eigentlich alle': DIHK beklagt Fachkräftemangel

BERLIN - Der Fachkräftemangel verschärft sich weiter. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Fachkräftereport der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). "Betroffen sind eigentlich alle", sagte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks bei der Vorstellung des Berichts am Donnerstag in Berlin.

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