dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 11.05.2020 - 17.00 Uhr

Italiens Industrieproduktion bricht wegen Corona-Krise drastisch ein

ROM - In Italien ist die Industrieproduktion im März wegen den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie drastisch eingebrochen. Im Monatsvergleich sei die Fertigung um 28,4 Prozent gesunken, teilte das nationale Statistikamt Istat am Montag mit. Damit ist der Einbruch noch stärker ausgefallen, als Analysten es befürchtet hatten. Diese waren im Mittel nur von einem Rückgang um 20,0 Prozent ausgegangen.

ROUNDUP: EZB hält trotz Urteil an Anleihenkäufen fest - Merkel: Heikle Lage

FRANKFURT/BERLIN - Die Europäische Zentralbank (EZB) wird trotz des Urteils des Bundesverfassungsgerichts ihre umstrittenen Wertpapierkäufe fortsetzen. Dies geschehe im Einklang mit dem Mandat der Notenbank, sagte Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel der italienischen Tageszeitung "La Repubblica" (Montag).

ROUNDUP/Erste Lockerungen in Frankreich - Vorsichtiges Erwachen mit Pannen

PARIS - Holpriger Start in die Freiheit: Frankreich hat viele seiner Corona-Beschränkungen nach zwei Monaten nur mit Schwierigkeiten beendet. Im morgendlichen Pariser Berufsverkehr herrschte dichtes Gedränge auf zahlreichen Bahngleisen und in Vorstadtzügen, wie Bilder und Videos zeigten. Auch das Gesetz zur Verlängerung des Ausnahmezustands im Gesundheitsbereich konnte nicht rechtzeitig verabschiedet werden - einige Lockerungs-Regelungen traten zunächst nicht in Kraft. Gleichzeitig öffneten die Geschäfte wieder, der Schulbetrieb beginnt für einige Jahrgänge und die Deutsche Bahn nahm den grenzüberschreitenden Zugverkehr nach Frankreich wieder auf.

ROUNDUP/EZB-Urteil: CDU-Europaabgeordnete warnen vor Vorstoß von der Leyens

BERLIN - Die CDU-Europaabgeordneten Markus Pieper und Stefan Berger haben nach dem umstrittenen Karlsruher Urteil zur Europäischen Zentralbank (EZB) vor einem Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland gewarnt. "Ein Vertragsverletzungsverfahren ist unverhältnismäßig", sagte Pieper der "Funke Mediengruppe" (Montag). Man könne den Konflikt anders aus dem Weg räumen, "zunächst durch mehr Transparenz und bessere Begründung der Anleihekaufprogramme seitens der EZB.

Tschechien öffnet zusätzliche Grenzübergänge für Pendler

PRAG - Tschechien hat weitere Grenzübergänge für Berufspendler geöffnet, die in Sachsen arbeiten. Seit Montag gibt es zusätzliche Passier- und Kontrollstellen zwischen Kraslice und Klingenthal, Hrensko und Schmilka sowie Dolni Poustevna und Sebnitz, wie aus Informationen des Innenministeriums in Prag hervorgeht. Vielen Pendlern bleiben damit lange Umwege erspart. Staus oder Engpässe wurden nicht gemeldet. Weiter gilt, dass tägliche Grenzgänger den tschechischen Behörden einmal im Monat einen negativen Labortest auf das neuartige Coronavirus vorlegen müssen. Für ausländische Touristen und Tagesbesucher bleibt die Grenze nach Tschechien vorerst dicht.

RKI: Nach Anstieg von R-Wert Infektions-Entwicklung weiter beobachten

BERLIN - Der Wiederanstieg der Reproduktionszahl über die kritische Marke von 1 erlaubt laut Robert Koch-Institut (RKI) noch keine weitergehenden Schlussfolgerungen zum Infektionsgeschehen in Deutschland. Es könne "weiterhin noch nicht bewertet werden, ob sich der während der letzten Wochen sinkende Trend der Neuinfektionen weiter fortsetzt oder es zu einem Wiederanstieg der Fallzahlen kommt", schreibt das Institut in seinem aktuellen Situationsbericht (Stand Sonntag 0.00 Uhr). Demzufolge wird R nun auf 1,13 geschätzt. Das RKI verweist auf statistische Schwankungen, die durch die insgesamt niedrigeren Zahlen verstärkt würden.

Ifo-Umfrage: Corona trifft Arbeitsmarkt im Süden am härtesten

MÜNCHEN - Ausgerechnet die beiden Musterschüler in Sachen Arbeitslosigkeit könnten von der Corona-Krise am härtesten getroffen werden. In Baden-Württemberg und Bayern hat laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Ifo-Instituts bereits rund ein Fünftel der Unternehmen beschlossen, Jobs abzubauen. "Von nun an schlägt die Krise auf den deutschen Arbeitsmarkt durch", sagt Klaus Wohlrabe vom Ifo-Institut.

ROUNDUP/Ifo-Umfrage: Corona trifft Arbeitsmarkt im Süden am härtesten

MÜNCHEN - Ausgerechnet die beiden Musterschüler in Sachen Arbeitslosigkeit könnten von der Corona-Krise am härtesten getroffen werden. In Baden-Württemberg und Bayern hat laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Ifo-Instituts rund ein Fünftel der Unternehmen beschlossen, Jobs abzubauen. "Von nun an schlägt die Krise auf den deutschen Arbeitsmarkt durch", sagt Klaus Wohlrabe vom Ifo-Institut. Zwischen den Branchen gibt es dabei riesige Unterschiede beim Jobabbau: von gar nicht bis großflächig.

Weitere Lockerungen in Tschechien - Zeman und Steinmeier telefonieren

PRAG - Die Coronavirus-Pandemie war am Montag Thema eines Telefongesprächs zwischen dem tschechischen Präsidenten Milos Zeman und seinem deutschen Kollegen Frank-Walter Steinmeier. "Die Präsidenten haben Informationen über die Situation in ihren jeweiligen Ländern ausgetauscht", schrieb Zemans Sprecher Jiri Ovcacek bei Twitter. Die beiden Staatsoberhäupter hätten zudem über einen geplanten Besuch Steinmeiers im Nachbarland gesprochen. Der konkrete Termin hänge indes von der weiteren Pandemie-Entwicklung ab.

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