dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 09.11.2020 - 17.00 Uhr

·Lesedauer: 5 Min.

Spahn: Impfstoff-Fortschritt bei Biontech 'sehr ermutigend'

BERLIN - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Fortschritte des Mainzer Unternehmens Biontech <US09075V1026> und des Pharmakonzerns Pfizer <US7170811035> bei einem Corona-Impfstoff als "sehr ermutigend bezeichnet". Die Unternehmen hatten zuvor mitgeteilt, ihr Impfstoff biete nach Studiendaten einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19. Voraussichtlich ab der kommenden Woche soll die Zulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragt werden.

US-WAHL/ROUNDUP/Biden geht an die Arbeit: Vorstellung Corona-Expertenrat

WASHINGTON - "Ab dem ersten Tag bereit" - das verspricht die neue Webseite des frisch gewählten US-Präsidenten Joe Biden. Und vor seinem offiziellen Amtsantritt will der Demokrat schon Pflöcke einrammen: Am Montag will er einen Expertenrat zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorstellen. Sein Ziel ist es, schon am Tag seiner Amtseinführung am 20. Januar einen Aktionsplan zur Überwindung der Corona-Krise auf den Weg zu bringen. "Ich will, dass es jeder weiß: Wir werden unseren Plan, das Virus unter Kontrolle zu bringen, an unserem ersten Tag in Kraft setzen", sagte Biden am Samstagabend (Ortszeit) in seiner Siegesrede in seinem Heimatort Wilmington.

ROUNDUP 2: Merkel bietet Biden mehr deutsches Engagement für Sicherheit an

BERLIN - Kanzlerin Angela Merkel hat den USA nach dem Sieg von Joe Biden bei der Präsidentenwahl ein stärkeres deutsches Engagement in Sicherheitsfragen angeboten. "Wir Deutsche und wir Europäer wissen, dass wir in dieser Partnerschaft im 21. Jahrhundert mehr eigene Verantwortung übernehmen müssen", sagte die CDU-Politikerin am Montag in Berlin. "Amerika ist und bleibt unser wichtigster Verbündeter, aber es erwartet von uns - und zurecht - stärkere eigene Anstrengungen, um für unsere Sicherheit zu sorgen und für unsere Überzeugungen in der Welt einzutreten."

ROUNDUP 2/Am Ende der Geduld: EU führt neue Strafzölle auf US-Produkte ein

BRÜSSEL/BERLIN - Die EU führt ungeachtet des bevorstehenden Machtwechsels im Weißen Haus neue Strafzölle auf Waren aus den USA ein. Die von der Welthandelsorganisation WTO genehmigten Sonderabgaben wegen unerlaubter Subventionen für den US-Flugzeugbauer Boeing <US0970231058> gelten bereits von diesem Dienstag an und sollen die USA im transatlantischen Streit um Zuschüsse für die Luftfahrtindustrie zurück an den Verhandlungstisch bringen. Sie sind zudem ein klares Signal an den künftigen US-Präsidenten Joe Biden, der wirtschaftlich wie der noch amtierende Präsident Donald Trump auf eine "America First"-Politik setzt.

ROUNDUP 2: China sieht deutsche Schweinshaxe als Grund für neuen Corona-Fall

PEKING/BREMEN - China hat eine über Bremerhaven importierte Schweinshaxe als Auslöser für einen neuen Corona-Fall ausgemacht. Nach Berichten von staatlichen Medien soll sich in der ostchinesischen Stadt Tianjin ein Arbeiter in einem Kühlhaus infiziert haben. Demnach haben Tests Virus-Spuren an der Verpackung einer gefrorenen Schweinshaxe nachgewiesen, die über einen Hafen im Bundesland Bremen nach China transportiert wurde und am 19. Oktober in Tianjin ankam. Von dort wurde sie in die Stadt Dezhou gebracht.

ROUNDUP/Nach Treffen: Merz, Röttgen und Kretschmer vorsorglich in Quarantäne

BERLIN/DRESDEN - Nach einer Parteiveranstaltung in Sachsen haben sich die beiden CDU-Vorsitzkandidaten Friedrich Merz und Norbert Röttgen sowie der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (ebenfalls CDU) vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben. Zuvor war ein weiterer Teilnehmer der Veranstaltung positiv auf das Coronavirus getestet worden. Schnelltests fielen bei den drei Politikern negativ aus, wie Merz' Sprecher, eine Mitarbeiterin von Röttgens Abgeordnetenbüro und die sächsische Staatskanzlei am Montag mitteilten.

Ukrainischer Präsident Selenskyj mit Coronavirus infiziert

KIEW - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich mit dem Coronavirus infiziert. "Trotz aller Quarantänemaßnahmen habe ich ebenfalls ein positives Ergebnis erhalten", schrieb das Staatsoberhaupt am Montag in sozialen Netzwerken mit.

US-WAHL: OSZE-Wahlbeobachter sehen in USA keine Hinweise auf Wahlbetrug

BADEN-BADEN - Die Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) haben bei der US-Präsidentenwahl keinen Wahlbetrug festgestellt. "Wir haben Fehler gesehen, wir haben vereinzelte Mängel gesehen, das ist im Bereich des Normalen. Aber wir haben keine Hinweise auf Betrug oder gar Fälschungen gesehen", sagte der Leiter der Beobachtermission, Michael Georg Link (FDP), am Montag im Radioprogramm SWR Aktuell.

ROUNDUP: Export holt nach Corona-Einbruch weiter auf - Minus im Gesamtjahr

WIESBADEN - Angeschoben von der Nachfrage vor allem aus China hat sich die deutsche Exportwirtschaft im September weiter aus dem Corona-Tief gearbeitet. Im Vergleich zum August legten die Ausfuhren um 2,3 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Mit einem Volumen vom 109,8 Milliarden Euro lagen die Waren-Exporte allerdings noch um 3,8 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Von Januar bis einschließlich September blieben die Ausfuhren mit 880 Milliarden Euro um 11,7 Prozent unter dem Niveau der ersten neun Monate des Vorjahres.

Eurozone: Konjunkturstimmung trübt sich weiter ein - Sentix

FRANKFURT - Die Konjunkturstimmung unter Anlegern hat sich im November zum zweiten Mal in Folge eingetrübt. Das von dem Analyseunternehmen Sentix erhobene Stimmungsbarometer für den Euroraum fiel gegenüber dem Vormonat um 1,7 Punkte auf minus 10,0 Zähler, wie Sentix am Montag in Frankfurt mitteilte. Die Befragten bewerteten sowohl die aktuelle Wirtschaftslage als auch die konjunkturellen Erwartungen etwas schlechter.

ROUNDUP: Neuer türkischer Notenbankchef will Lira-Verfall stoppen

ANKARA/FRANKFURT - Die türkische Notenbank will sich unter ihrer neuen Führung gegen den Verfall der türkischen Lira stemmen. "Notwendige geldpolitische Entscheidungen werden unternommen", teilte der neue Notenbankgouverneur Naci Agbal in einer am frühen Montagmorgen in Ankara veröffentlichten Stellungnahme mit. Die Notenbank werde alle politischen Instrumente entschlossen einsetzen, um das Ziel der Preisstabilität zu erreichen, versicherte der Währungshüter unmittelbar, nachdem er das Amt übernommen hatte. Am Devisenmarkt konnte die türkische Lira nach den Aussagen zu einer deutlichen Kurserholung ansetzen.

13 363 neue Corona-Infektionen in Deutschland

BERLIN - Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13 363 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 2650 Fälle weniger als am Sonntag, wie aus Angaben des RKI vom Montagmorgen hervorgeht. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Montag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 12 097 gelegen. Der Höchststand war am Samstag mit 23 399 gemeldeten Fällen erreicht worden.

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