dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 07.01.2021 - 17.00 Uhr

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ROUNDUP 4: Biden-Wahlsieg nach Chaos bestätigt - Trump gibt Widerstand auf

WASHINGTON - Das Ringen um den Ausgang der US-Präsidentenwahl ist vorbei: Der Kongress hat trotz eines Sturms von Trump-Anhängern auf den Parlamentssitz den Sieg von Joe Biden bestätigt. Amtsinhaber Donald Trump kündigte danach schließlich an, dass er sich nicht mehr gegen die Übergabe der Amtsgeschäfte am 20. Januar sperren werde. Zugleich bekräftigte Trump jedoch erneut, dass er nicht mit dem Ausgang der Wahl einverstanden sei.

USA: Dienstleister-Stimmung steigt trotz zweiter Corona-Welle

TEMPE - Die Stimmung der US-Dienstleister hat sich Ende des vergangenen Jahres trotz einer Verschärfung der Corona-Krise unerwartet robust gezeigt. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) legte im Dezember gegenüber dem Vormonat um 1,3 Punkte auf 57,2 Punkte zu, wie das Institut für Marktforschung am Donnerstag in Tempe mitteilte. Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 54,5 Punkte gerechnet.

ROUNDUP 2: Steinmeier und Merkel beschuldigen Trump nach Ausschreitungen

BERLIN - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kanzlerin Angela Merkel haben sich erschüttert über die Ausschreitungen in den USA gezeigt und Präsident Donald Trump mitverantwortlich dafür gemacht. Steinmeier warf Trump am Donnerstag vor, den "bewaffneten Mob" aufgestachelt zu haben, der das Kapitol gestürmt hat. "Es war ein Sturm auf das Herz der amerikanischen Demokratie", sagte er. "Diese Szenen, die wir gesehen haben, die sind das Ergebnis von Lügen und noch mehr Lügen, von Spalterei und Demokratieverachtung, von Hass und Hetze."

ROUNDUP 3/'Kriegszustand': China fürchtet größten Virus-Ausbruch seit Monaten

PEKING - China erlebt den größten Ausbruch des Coronavirus seit Monaten. Nachdem das bevölkerungsreichste Land das Virus seit dem Sommer weitgehend im Griff und nur noch vereinzelt Infektionen gezählt hatte, sind die Zahlen in der Provinz Hebei direkt vor den Toren Pekings in nur fünf Tagen auf mehr als 230 gestiegen, wie die Behörden berichteten. Besonders betroffen ist die Provinzhauptstadt Shijiazhuang, die am Donnerstag abgeriegelt wurde. Die elf Millionen Einwohner dürfen die Metropole nicht mehr verlassen.

US-Handelsbilanzdefizit steigt auf den höchsten Stand seit 2006

WASHINGTON - Das Defizit der USA im Außenhandel ist im November auf den höchsten Stand seit über 14 Jahren gestiegen. Das Defizit sei von 63,1 Milliarden US-Dollar im Vormonat auf 68,1 Milliarden Dollar geklettert, teilte das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Dies ist der höchste Stand seit August 2006. Analysten hatten im Schnitt mit einem Defizit von 67,3 gerechnet.

USA: Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe halten sich auf hohem Niveau

WASHINGTON - In den USA bleibt die Lage auf dem Arbeitsmarkt mit der zweiten Welle in der Corona-Pandemie angespannt. In der Woche bis zum 2. Januar stellten 787 000 Personen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. In der Woche davor waren es revidiert 790 000 Neuanträge (zuvor 787 000) gewesen. Volkswirte hatten im Schnitt mit 800 000 Erstanträgen gerechnet.

IWH: Deutlich mehr Insolvenzen - Rückkehr zum Vor-Corona-Niveau

HALLE - Die Rückkehr zu den strengeren Meldepflichten hat einer aktuellen Studie zufolge zu einem spürbaren Anstieg der Firmeninsolvenzen in Deutschland geführt. Im Dezember meldeten 921 Personen- und Kapitalgesellschaften Insolvenz an, wie das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) am Donnerstag in seinem aktuellen Insolvenztrend mitteilte. Das sei ein Drittel mehr als im Schnitt der vorherigen drei Monate und entspreche dem Niveau von Dezember 2019, als es noch keine Corona-Krise gab.

Italien: Inflationsrate stagniert im negativen Bereich

ROM - In Italien sind die Verbraucherpreise im Dezember erneut gefallen. Das nach europäischer Methode berechnete Preisniveau (HVPI) fiel gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,3 Prozent, wie das Statistikamt Istat am Donnerstag in Rom nach einer ersten Schätzung mitteilte.

ROUNDUP: Deutsche Industrie erhält deutlich mehr Aufträge

WIESBADEN - Die deutsche Industrie kann sich über eine rege Nachfrage freuen. Im November seien im Monatsvergleich 2,3 Prozent mehr Aufträge eingegangen, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Analysten hatten dagegen im Schnitt einen Rückgang um 0,5 Prozent erwartet. Zudem wurde der Anstieg im Vormonat von ursprünglich 2,9 auf 3,3 Prozent revidiert. Im Jahresvergleich stiegen die Aufträge im November um 6,3 Prozent.

Eurozone: Wirtschaftsstimmung erholt sich trotz Corona-Beschränkungen

BRÜSSEL - Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Dezember trotz der Einschränkungen durch den Kampf gegen die zweite Welle der Corona-Pandemie aufgehellt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) stieg um 2,7 Punkte auf 90,4 Punkte, wie die Europäische Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Volkswirte hatten zwar mit einer Verbesserung gerechnet, waren aber nur von 89,8 Punkten ausgegangen. In der EU insgesamt war die Entwicklung ähnlich.

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