dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 06.01.2022 - 17.15 Uhr

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ROUNDUP: Jahresinflation 2021 bei 3,1% - Höchster Stand seit fast 30 Jahren

WIESBADEN - Das Leben in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr sprunghaft verteuert. Kräftig gestiegene Energiepreise, Lieferengpässe sowie die Rücknahme der zeitweisen Mehrwertsteuersenkung trieben die Jahresinflation nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes auf 3,1 Prozent. Einen stärkeren Anstieg der Verbraucherpreise hatte die Wiesbadener Behörde im Jahresschnitt zuletzt 1993 mit damals 4,5 Prozent gemessen. Im Corona-Krisenjahr 2020 lag die Jahresteuerung noch bei 0,5 Prozent.

USA: Stimmung im Dienstleistungssektor trübt sich stärker als erwartet ein

TEMPE - Die Stimmung im Dienstleistungssektor der USA hat sich im Dezember stärker als erwartet eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex des Instituts for Supply Management (ISM) fiel zum Vormonat um 7,1 Punkte auf 62,0 Zähler, wie das Institut am Donnerstag in Tempe mitteilte. Analysten hatten mit einem Rückgang auf im Schnitt 67 Punkte gerechnet.

USA: Industrieaufträge steigen stärker als erwartet

WASHINGTON - Die US-Industrie hat im November mehr Aufträge erhalten als erwartet. Es seien 1,6 Prozent mehr Bestellungen als im Vormonat eingegangen, teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 1,5 Prozent gerechnet. Zudem wurde der Zuwachs im Oktober von 1,0 auf 1,2 Prozent nach oben revidiert.

Bundesfinanzminister Lindner will deutlich verringerte Kreditaufnahme

STUTTGART - Der FDP-Vorsitzende und Bundesfinanzminister Christian Lindner hat beim Dreikönigstreffen seiner Partei in Stuttgart eine um "sichtbar über 10 Milliarden Euro" reduzierte Kreditaufnahme für das Jahr 2021 in Aussicht gestellt. Noch liege der Haushaltsabschluss nicht vor, aber voraussichtlich müssten Kreditermächtigungen im zweistelligen Milliardenbereich nicht genutzt werden, sagte Lindner. Damit könnte die Neuverschuldung geringer ausfallen als von der Vorgängerregierung geplant.

USA: Handelsbilanzdefizit gestiegen

WASHINGTON - Das Außenhandelsdefizit der USA ist im November gestiegen. Das Defizit habe von 67,2 Milliarden im Vormonat auf 80,2 Milliarden US-Dollar zugelegt, teilte das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Defizit von 81,0 Milliarden gerechnet.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen leicht

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe leicht gestiegen. In der vergangenen Woche seien sie um 7000 auf 207 000 Anträgen geklettert, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 195 000 Anträgen gerechnet. Anfang Dezember war die Zahl der Hilfsanträge noch bis auf 188 000 gefallen, und damit auf den niedrigsten Stand seit 1969.

Eurozone: Erzeugerpreise steigen mit Rekordrate von 23,7 Prozent

LUXEMBURG - In der Eurozone hat sich der Anstieg der Erzeugerpreise im November stärker als erwartet beschleunigt. Die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, stiegen zum Vorjahresmonat um 23,7 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Das ist die höchste Rate seit der Einführung des Euro im Jahr 1999. Analysten hatten im Mittel mit einem Anstieg um 23,2 Prozent gerechnet. Im Oktober hatte die Rate 21,9 Prozent betragen. Das war der bisherige Höchststand.

Großbritannien: Corona-Angst belastet Unternehmensstimmung

LONDON - Neue Sorgen in der Corona-Pandemie haben die Stimmung britischer Unternehmen am Ende des vergangenen Jahres kräftig belastet. Der von IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex fiel gegenüber dem Vormonat um 4,0 Punkte auf 53,6 Zähler, wie Markit am Donnerstag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit wurde eine erste Schätzung leicht nach oben revidiert. Analysten hatten mit der Bestätigung der ersten Erhebung gerechnet und damit 53,2 Punkte erwartet.

ROUNDUP/Deutschland: Industrieaufträge erholen sich vom jüngsten Rückschlag

WIESBADEN - Die Industrie in Deutschland hat dank einer starken Nachfrage aus dem Ausland im November wieder mehr Aufträge erhalten. Im Vergleich zum Vormonat sind die Bestellungen um 3,7 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Analysten wurden von der Stärke des Anstiegs überrascht. Sie hatten im Schnitt nur einen Zuwachs um 2,3 Prozent erwartet.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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