dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 05.01.2022 - 17.15 Uhr

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ROUNDUP: Omikron bald vorherrschend - Verschärfungen und kürzere Quarantäne

BERLIN - Angesichts der explosionsartigen Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus rücken kürzere Quarantänezeiten und mögliche schärfere Kontaktbeschränkungen näher. Nach Einschätzung der Bundesregierung dürfte Omikron bereits in wenigen Tagen bundesweit die dominierende Corona-Variante sein. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kündigte mit Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz am Freitag Vorschläge für schärfere Kontaktbeschränkungen an. Bundesregierung und Wissenschaftler mahnten die Bevölkerung, trotz meist milderer Verläufe durch Omikron das Risiko schwerer Erkrankungen und längerfristiger Lungenschäden nicht zu unterschätzen.

USA: Beschäftigung im Privatsektor steigt massiv - ADP-Bericht

WASHINGTON - Die US-Privatwirtschaft hat im Dezember eine unerwartet hohe Anzahl von Stellen geschaffen. Gegenüber dem Vormonat seien 807 000 Beschäftigte hinzugekommen, teilte der Arbeitsmarktdienstleister ADP am Mittwoch in Washington mit. Damit ist der Stellenzuwachs etwa doppelt so stark ausgefallen wie Analysten im Schnitt erwartet hatten.

EZB-Rat Kazaks: EZB wird handeln wenn die Inflationserwartungen steigen

FRANKFURT - Das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Martins Kazaks, hat ein konsequentes Handeln der Notenbank im Fall steigender Inflationserwartungen angekündigt. Man sollte nicht denken, dass die Notenbank die Zinsen - falls nötig - nicht anheben werde, sagte der Notenbankpräsident von Lettland in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Wir werden mit Sicherheit unseren Job machen", versicherte er.

Studie: Deutschland bei Privatvermögen in Europa Nummer eins

ZÜRICH - Deutschland liegt nach einer Schweizer Studie bei den Privatvermögen in Europa in der Gesamtsumme auf Platz eins. Das Privatvermögen betrug hier 2020 rund 16,4 Billionen Euro, gefolgt von Frankreich mit 12,6 Billionen Euro und Großbritannien und Italien mit je 10 Billionen Euro, wie das Institut Redesigning Financial Services (RSF) am Mittwoch in Zürich berichtete.

ROUNDUP: Verkauf von Emissionsrechten spült 12,5 Milliarden Euro in Klimafonds

BERLIN - Der Verkauf von Emissionsrechten für das Treibhausgas Kohlendioxid hat dem Staat im vergangenen Jahr Einnahmen in Höhe von 12,5 Milliarden Euro und damit einen Rekord beschert. Hauptgrund ist der erstmalige Verkauf nationaler Emissionsrechte (CO2-Abgabe), der allein - wie erwartet - für 7,2 Milliarden Euro sorgte. Gleichzeitig verdoppelten sich die Einnahmen aus dem Rechteverkauf im europäischen Emissionshandel von 2,7 im Jahr 2020 auf 5,3 Milliarden Euro, wie das Umweltbundesamt am Mittwoch in Berlin berichtete.

Italien: Inflation steigt weiter auf höchsten Stand seit 2008

ROM - In Italien ist die Inflation Ende des vergangenen Jahres weiter gestiegen und hat den höchsten Stand seit über 13 Jahren erreicht. Im Dezember legten die Verbraucherpreise gemäß europäischer Methode (HVPI) im Jahresvergleich um 4,2 Prozent zu, wie die Statistikamts Istat vom Mittwoch nach einer ersten Schätzung mitteilte. Das ist die höchste Inflationsrate seit August 2008, als die Rate bei 4,3 Prozent lag.

ROUNDUP: Unternehmensstimmung im Euroraum trübt sich ein - Omikron belastet

LONDON - Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hat sich Ende des vergangenen Jahres wieder eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex des Forschungsunternehmens IHS Markit fiel im Dezember zum Vormonat um 2,1 Punkte auf 53,3 Zähler, wie Markit am Mittwoch in London nach einer dritten Schätzung mitteilte. Eine vorangegangene Schätzung wurde damit leicht nach unten revidiert. Zuvor war für Dezember ein Indexwert von 53,4 Punkten gemeldet worden und Analysten haben eine Bestätigung der vorangegangenen Erhebung erwartet.

Frankreichs Konsumstimmung hellt sich überraschend auf

PARIS - Die Konsumstimmung in Frankreich hat sich Ende des vergangenen Jahres überraschend verbessert. Der Index für die Verbraucherstimmung stieg im Dezember um zwei Punkte auf 100 Zähler, wie das Statistikamts Insee am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten hingegen im Schnitt mit einem Rückgang auf 97 Zähler gerechnet.

Ifo: Lage bei Autobauern verschlechtert sich fünften Monat in Folge

MÜNCHEN - Die Lage in der deutschen Autoindustrie verschlechtert sich nach Erkenntnissen des Ifo-Instituts weiter. Der Indikator für die Branche fiel im Dezember auf minus 1 Punkt nach plus 7,9 Punkten im November, wie die Münchner Wirtschaftsforscher am Mittwoch mitteilten. Damit verdüsterte sich die Situation den fünften Monat in Folge. "Diese abermalige Verschlechterung ist von den Herstellern getrieben, nicht von den Zulieferern", sagte Ifo-Experte Oliver Falck. Der Lageindikator für die Hersteller fiel auf 15,6 Punkte. Im November lag er bei 36,5 Punkten.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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