dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 05.01.2023 - 17.00 Uhr

ROUNDUP: US-Arbeitsmarkt bleibt trotz abflauender Konjunktur robust

WASHINGTON - In den USA bleibt der Arbeitsmarkt trotz Anzeichen einer drohenden Rezession weiter in einer robusten Verfassung. Wie aus Daten von Donnerstag hervorging, ist die Beschäftigung in der amerikanischen Privatwirtschaft im Dezember kräftig gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat kamen 235 000 Stellen hinzu, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP in Washington mitteilte. Analysten wurden von der Stärke des Anstiegs überrascht. Sie hatten im Schnitt nur mit 150 000 neuen Arbeitsplätzen gerechnet.

ROUNDUP 2/Bundesnetzagentur: Gasmangellage wird 'zunehmend unwahrscheinlich'

DÜSSELDORF - Die Chancen, dass Deutschland ohne Gasengpässe durch den Winter kommt, haben sich nach Einschätzung der Bundesnetzagentur spürbar verbessert. "Eine Gasmangellage in diesem Winter wird zunehmend unwahrscheinlich", prognostizierte die Aufsichtsbehörde in ihrem am Donnerstag vorgelegten Lagebericht zur Gasversorgung. Erstmals seit Mitte Juni veränderte die Netzagentur darin ihre Lagebeurteilung. Bislang hatte die Behörde die Situation als "angespannt" bewertet. Nun urteilte sie, die Lage sei "weniger angespannt als zu Beginn des Winters".

USA: Defizit in der Handelsbilanz schrumpft deutlich

WASHINGTON - Das Defizit im Außenhandel der USA ist im November deutlich gesunken. Es verringerte sich von revidierten 77,8 Milliarden US-Dollar im Vormonat auf 61,5 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt ein Defizit von 63,0 Milliarden Dollar erwartet.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe geben merklich nach

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe unerwartet gesunken. Sie fiel in der vergangenen Woche um 19 000 auf 204 000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten hingegen mit 225 000 Erstanträgen gerechnet.

USA: Beschäftigung im Privatsektor steigt deutlich stärker als erwartet - ADP

WASHINGTON - Die Privatwirtschaft der USA hat im Dezember unerwartet viele Arbeitsplätze geschaffen. Im Vergleich zum Vormonat kamen 235 000 Stellen hinzu, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten wurden von der Stärke des Anstiegs überrascht. Sie hatten im Schnitt nur mit 150 000 neuen Arbeitsplätzen gerechnet.

ROUNDUP: Russischer Parlamentschef droht Deutschland mit Enteignungen

MOSKAU - Russlands Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin hat Deutschland mit Enteignungsmaßnahmen gedroht, sollte Berlin russisches Vermögen zum Wiederaufbau der Ukraine heranziehen. "Sobald diese Entscheidung getroffen ist, haben wir das Recht auf gleiche Handlungen in Bezug auf das Eigentum von Deutschland und anderen Staaten", schrieb Wolodin am Donnerstag in seinem Telegram-Kanal. Vor Beginn des russischen Angriffskriegs zählten deutsche Unternehmen zu den größten Direktinvestoren in Russland.

ROUNDUP: Export schwächelt im November - Rückgang gegenüber Vormonat

WIESBADEN - Der deutsche Export hat im November 2022 einen Dämpfer erhalten. Die Ausfuhren sanken gegenüber dem Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 0,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. "Eine stark abgekühlte Konjunktur, insbesondere in den wichtigen Absatzmärkten EU und China, in die zusammen rund 60 Prozent aller deutschen Exportwaren gehen, lässt die Exportumsätze passend zum milden Winter abschmelzen", erläuterte Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Im Oktober hatte es nach den jüngsten Daten noch ein Exportplus von 0,8 Prozent gegeben.

Füllstand der deutschen Gasspeicher steigt weiter - aber nur minimal

BRÜSSEL - Die deutschen Gasspeicher verbuchen insgesamt weiterhin leicht steigende Füllstände. Allerdings war der Zuwachs zuletzt nur noch minimal. Wie am Donnerstag aus Daten des europäischen Gasspeicherverbandes GIE hervorging, waren die Speicher Ende Dienstag zu 90,72 Prozent gefüllt - ein Plus von 0,06 Prozentpunkten zum Vortag. Die Gasreserven sind damit den 14. Tag in Folge gestiegen, nachdem sie zuvor über mehrere Wochen gesunken waren. Ein Hauptgrund für die Entwicklung sind die vergleichsweise milden Wintertemperaturen in Europa, die den Verbrauch dämpfen.

Italien: Inflation schwächt sich etwas ab

ROM - In Italien hat sich die Inflation Ende des vergangenen Jahres von einem hohen Niveau aus geringfügig abgeschwächt. Die nach europäischen Standards ermittelten Verbraucherpreise (HVPI) legten im Dezember im Jahresvergleich um 12,3 Prozent zu, wie das Statistikamt Istat am Donnerstag in Rom laut einer ersten Schätzung mitteilte. Damit ist die Teuerung nur etwas niedriger als im November, als sie wie im Oktober bei 12,6 Prozent gelegen hatte und damit auf dem höchsten Stand seit Einführung des Euro.

Großbritannien: Unternehmensstimmung verbessert sich auf niedrigem Niveau

LONDON - Die Stimmung in den britischen Unternehmen hat sich im Dezember auf niedrigem Niveau etwas verbessert. Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global stieg zum Vormonat um 0,8 Punkte auf 49,0 Zähler, wie S&P am Donnerstag in London laut einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit wurde eine erste Schätzung wie von Volkswirten erwartet bestätigt. Ein Wert von unter 50 Punkten signalisiert aber weiterhin eine wirtschaftliche Schrumpfung. Der Indikator liegt damit den fünften Monat in Folge unter der Wachstumsschwelle.

China: Stimmung der Dienstleister signalisiert weiter schrumpfende Aktivität

PEKING - Die Stimmung in den Dienstleistungsbetrieben in China deutet weiter auf ein Schrumpfen der Wirtschaftsaktivitäten hin. Im Dezember lag der Stimmungsindex des Wirtschaftsmagazins "Caixin" den vierten Monat in Folge unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten, wie aus einer Mitteilung am Donnerstag hervorgeht. Der Indexwert legte zwar im Monatsvergleich um 1,3 Punkte auf 48,0 Punkte zu. Er bleibt aber nach wie vor unter der Marke, die wirtschaftliche Belebung von einem Rückgang der Aktivitäten trennt.

ROUNDUP: Deutscher Außenhandel entwickelt sich schwach

WIESBADEN - Der deutsche Außenhandel hat sich im November schwach entwickelt. Die Ausfuhren gingen unerwartet zurück und die Einfuhren sanken deutlich. Die Exporte fielen im Monatsvergleich um 0,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten mit einer Stagnation gerechnet, nachdem die Importe im Oktober um 0,8 Prozent gestiegen waren.

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