dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 05.02.2021 - 17.00 Uhr

·Lesedauer: 3 Min.

ROUNDUP: Lage am US-Arbeitsmarkt bessert sich wieder

WASHINGTON - Die Lage am US-Arbeitsmarkt hat sich zu Jahresbeginn wieder gebessert. Die Arbeitslosigkeit ging im Januar deutlich zurück, während die Beschäftigung nach einem schwachen Vormonat wieder zulegte. Vollends überzeugen konnte der monatliche Jobbericht der Regierung aber nicht: Der Stellenaufbau viel schwächer aus als erwartet. Zudem wurden im Dezember mehr Stellen gestrichen als bisher bekannt.

GESAMT-ROUNDUP: Vor Lockdown-Beratungen große Sorge wegen Virusvarianten

BERLIN - Wenige Tage vor dem nächsten Corona-Gipfel wächst in der Bundesregierung die Sorge vor einer Ausbreitung der ansteckenderen Virusmutationen. Ein Weg aus dem Lockdown könne deshalb nur mit viel Augenmaß geplant werden, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag. "Wenn wir diesen Mutationen die Möglichkeit zur Ausbreitung geben würden, riskierten wir einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen." Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, warnte, das Virus sei zuletzt gefährlicher geworden. Mehrere Länder denken darüber nach, welche Lockerungen Priorität haben, sobald das Infektionsgeschehen solche Schritte zulässt.

USA: Handelsbilanzdefizit geht im Dezember etwas zurück

WASHINGTON - Das Handelsbilanzdefizit der USA ist im Dezember etwas zurück gegangen. Das Defizit sei zum Vormonat um 2,4 Milliarden US-Dollar auf 66,6 Milliarden Dollar gefallen, teilte das Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem noch geringeren Minus von 65,7 Milliarden Dollar gerechnet. Ausschlaggebend für die Entwicklung war, dass die Exporte stärker stiegen als die Importe.

Eurostat: Starkes Gefälle bei Mindestlöhnen in den EU-Ländern

BRÜSSEL - Die Höhe der Mindestlöhne klafft in der Europäischen Union weit auseinander. Wie aus am Freitag veröffentlichten Zahlen des EU-Statistikamtes Eurostat hervorgeht, lagen die Mindestlöhne für Vollzeitbeschäftigte im Osten der EU im Januar bei weniger als 700 Euro im Monat, etwa in Ungarn, Kroatien und Polen. In nordwestlichen EU-Ländern waren es hingegen mehr als 1500 Euro monatlich, unter anderem in Deutschland, Frankreich und Irland.

Arbeitgeberpräsident: Deutschland steht vor entscheidenden Wochen

BERLIN - Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger sieht Deutschland in der Corona-Krise vor entscheidenden Wochen und hat vor einer Pleitewelle gewarnt. Er forderte mit Blick auf den wochenlangen Lockdown und das Bund-Länder-Treffen am kommenden Mittwoch eine Perspektive auf eine Wiedereröffnung. Dulger erklärte am Freitag, natürlich müsse der Gesundheitsschutz der Bevölkerung in einer Pandemie Priorität haben. "Aber es ist aus unserer Sicht unverantwortlich, die Maßnahmen im Prinzip fortzuführen, ohne ein klares und regelbasiertes Ausstiegsszenario aufzuzeigen."

Deutschland: Unerwartet starker Auftragsrückgang in der Industrie

WIESBADEN - Die deutsche Industrie hat zum Jahresende 2020 einen überraschend starken Dämpfer beim Auftragseingang erhalten. Im Dezember seien im verarbeitenden Gewerbe 1,9 Prozent weniger Aufträge eingegangen als im Monat zuvor, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Analysten wurden vom Ausmaß des Rückschlags überrascht. Sie hatten im Schnitt nur einen Rückgang um 1,0 Prozent erwartet.

Biden zieht Nominierung von Trump-Kandidatin für Fed zurück

WASHINGTON - US-Präsident Joe Biden hat die Nominierung der umstrittenen Ökonomin Judy Shelton zurückgezogen, die sein Amtsvorgänger Donald Trump für einen Sitz im Direktorium der US-Notenbank Federal Reserve vorgesehen hatte. Das teilte das Weiße Haus am Donnerstagabend (Ortszeit) in Washington mit.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.