dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 05.10.2021 - 17.00 Uhr

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USA: Stimmung im Dienstleistungssektor hellt sich überraschend auf

TEMPE - Die Stimmung im Dienstleistungssektor der USA hat sich im September überraschend aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 61,9 Punkte, wie das Institut am Dienstag in Tempe mitteilte. Analysten hatten hingegen mit einem Rückgang auf 59,9 Punkte gerechnet. Im August hatte der Indikator noch nachgegeben, nachdem er im Juli mit 64,1 ein Rekordhoch erreicht hatte.

ROUNDUP: Unternehmensstimmung im Euroraum trübt sich deutlich ein

LONDON - Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich im September erheblich eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex des Marktforschungsunternehmens IHS Markit fiel gegenüber dem Vormonat um 2,8 Punkte auf 56,2 Zähler, wie Markit am Dienstag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Das Resultat der ersten Erhebung wurde leicht angehoben.

USA: Handelsbilanzdefizit steigt auf Rekordwert

WASHINGTON - Das Außenhandelsdefizit der USA ist im August auf einen Rekordwert gestiegen. Das Defizit habe von 70,3 Milliarden auf 73,3 Milliarden US-Dollar zugelegt, teilte das Handelsministerium am Dienstag in Washington mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Defizit von 70,8 Milliarden Dollar gerechnet.

US-Finanzministerin Yellen: Zahlungsausfall würde zu Rezession führen

WASHINGTON - Ein Zahlungsausfall der US-Regierung würde nach Ansicht von Finanzministerin Janet Yellen zu einer Rezession führen. Falls der Kongress die Schuldenobergrenze nicht rechtzeitig anheben oder aussetzen sollte, drohten "katastrophale" Folgen, warnte Yellen am Dienstag im TV-Sender CNBC. "Ich erwarte absolut, dass dies auch eine Rezession verursachen würde", sagte die Ministerin. Das Verhalten im Kongress gefährde die Erholung der US-Wirtschaft von der Corona-Krise und sei "unverantwortlich", sagte Yellen.

ROUNDUP/Bundesbank: Bankkunden drohen weitere Gebührenerhöhungen

FRANKFURT/BERLIN - Steigende Gebühren und weniger Filialen - Bankkunden müssen sich nach Einschätzung der Bundesbank auf eine Fortsetzung dieses Trends einstellen. "Damit unsere Banken auch mittelfristig stabil und rentabel bleiben, werden unpopuläre Geschäftsentscheidungen im Privatkundenbereich weiter notwendig sein, wie beispielsweise das Schließen von Filialen und die Aufgabe von Eigenständigkeit", sagte Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling am Dienstag laut Redetext auf einer Banken-Konferenz der "Börsen-Zeitung" in Frankfurt. "Banken werden vermehrt Negativzinsen an Kunden weitergeben und Gebühren erhöhen müssen."

ROUNDUP/Brexit-Streit um Gibraltar: EU-Staaten genehmigen Verhandlung

LONDON - Die EU-Länder haben grünes Licht für Verhandlungen der EU-Kommission mit dem Vereinigten Königreich zur Gibraltar-Frage im Brexit-Streit gegeben. Ziel sei es, etwa angesichts der besonderen geografischen Lage ein "weit gefasstes und ausgewogenes Abkommen" auszuhandeln, teilten die EU-Staaten am Dienstag mit.

ROUNDUP/Trotz harter Handelsstrategie der USA: Erstes positives Echo in China

PEKING/WASHINGTON - Trotz der unverändert harten Gesamtlinie im Umgang mit China stößt die neue US-Strategie im Handelskrieg der zwei größten Volkswirtschaften bei chinesischen Experten auf ein erstes positives Echo. Die staatliche Zeitung "Global Times", die der Führung in Peking häufig als englischsprachiges Sprachrohr dient, zitierte am Dienstag Fachleute. Diese sähen ein "positives Signal", dass kommende Handelsgespräche konstruktiver verlaufen könnten.

Britische Dienstleister trotz Engpässen zuversichtlicher

LONDON - Die britischen Dienstleister lassen sich offenbar noch nicht von den zahlreichen wirtschaftlichen Engpässen in dem Land beeindrucken. Der Einkaufsmanagerindex von IHS Markit stieg im September gegenüber dem Vormonat um 0,4 Punkte auf 55,4 Zähler, wie die Marktforscher am Dienstag in London mitteilten. Analysten hatten dagegen mit einem Rückgang gerechnet.

Eurozone: Erzeugerpreise steigen mit Rekordtempo

LUXEMBURG - Der Preisanstieg auf Herstellerebene in der Eurozone hat sich erneut beschleunigt. Die Erzeugerpreise legten im August gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,4 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Das ist die höchste Rate seit Beginn der Währungsunion im Jahr 1999. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 13,5 Punkten gerechnet. Im Juli hatte die Rate noch bei 12,4 Prozent gelegen.

Frankreich: Industrie steigert Produktion erneut

PARIS - Die französische Industrie hat ihre Produktion im August weiter gesteigert. Die Gesamtproduktion lag 1,0 Prozent höher als im Vormonat, teilte das Statistikamt Insee am Dienstag in Paris mit. Analysten hatten mit einem deutlich schwächeren Zuwachs um 0,4 Prozent gerechnet. Der Anstieg folgt auf eine Produktionsausweitung um 0,5 Prozent im Vormonat.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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