dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 03.11.2020 - 17.00 Uhr

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US-WAHL/ROUNDUP 2: USA stimmen über Präsidenten ab

WASHINGTON - Nach einem hart geführten Wahlkampf um das Amt des US-Präsidenten zwischen Amtsinhaber Donald Trump und Herausforderer Joe Biden rückt die Entscheidung näher. Trump gab sich am Wahltag in der TV-Sendung "Fox and Friends" siegesgewiss. Er gehe davon aus, ein noch besseres Ergebnis als 2016 zu erzielen. In Umfragen lag Biden sowohl landesweit als auch in mehreren entscheidenden "Swing States" vor Trump. Wegen der vielen Briefwahlstimmen und einer damit verbundenen längeren Auszählung ist unklar, ob es noch in der Wahlnacht einen Sieger geben wird. Die Amtseinführung des nächsten Präsidenten ist für den 20. Januar 2021 angesetzt.

ROUNDUP: Streit über Brexit-Vertrag: Großbritannien ignoriert EU-Frist

BRÜSSEL - Im Streit über die Verletzung des bereits gültigen Brexit-Abkommens hat Großbritannien eine von der Europäischen Union gesetzte Frist ignoriert. London habe nicht wie gefordert bis Ende Oktober reagiert, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Dienstag in Brüssel. Deshalb erwäge man nun weitere Schritte. Von einem britischen Regierungssprecher hieß es lediglich, man werde im gemeinsamen Ausschuss weiter an einem "zufriedenstellenden Ergebnis für beide Seiten" arbeiten und zu gegebener Zeit reagieren.

USA: Industrieaufträge steigen etwas stärker als erwartet

WASHINGTON - Die Aufträge an US-Industrieunternehmen sind im September etwas stärker als erwartet gestiegen. Die Betriebe erhielten 1,1 Prozent mehr Bestellungen als im Vormonat, wie das Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einem Zuwachs um 1,0 Prozent gerechnet. Der Anstieg im August wurde auf 0,6 Prozent (zunächst +0,7 Prozent) nach unten revidiert.

US-WAHL/Scholz: US-Wahlen sind Richtungsentscheidung

BERLIN - Vizekanzler Olaf Scholz setzt bei der US-Wahl auf einen versöhnlichen Ausgang und eine Stärkung der globalen Ordnung. "Ich hoffe für die Bürgerinnen und Bürger der USA, dass die Zukunft nach der heutigen Wahl durch Versöhnung geprägt ist und nicht durch Spaltung", sagte der SPD-Politiker am Dienstag in Berlin. "Und wir werden immer an der Seite derer stehen, die sich für Freiheit, eine regel- und wertebasierte Weltordnung und Multilateralismus einsetzen."

Streit über Brexit-Vertrag: Großbritannien ignoriert EU-Frist

BRÜSSEL - Im Streit über die Verletzung des bereits gültigen Brexit-Abkommens hat Großbritannien eine von der Europäischen Union gesetzte Frist ignoriert. London habe nicht wie gefordert bis Ende Oktober reagiert, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Dienstag in Brüssel. Deshalb erwäge man nun weitere Schritte.

Ifo: Geschäfte der Autoindustrie laufen momentan besser

MÜNCHEN - Die deutsche Autoindustrie bewertet ihre Geschäftslage im Oktober deutlich besser als im September, ist aber für die nächsten Monate nicht mehr ganz so optimistisch. Das hat die aktuelle Konjunkturumfrage des ifo-Instituts ergeben. "Die Nachfrage nach Autos hat merklich angezogen. Das hat die Stimmung unter den Managern erheblich verbessert", sagte der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe, am Dienstag in München.

ROUNDUP: Scholz mahnt raschen Start der europäischen Corona-Hilfen an

BRÜSSEL - Bundesfinanzminister Olaf Scholz fordert eine rasche Umsetzung der geplanten europäischen Milliardenhilfen gegen die Corona-Krise. "Hier ist jetzt Pragmatismus gefragt, wir müssen jetzt ganz schnell in die Pötte kommen", sagte der SPD-Politiker am Dienstag vor Beratungen der Euro-Finanzminister.

Australische Notenbank senkt Leitzins und kündigt Anleihekauf an

SYDNEY - Die australische Notenbank hat ihre Zügel weiter gelockert. Zum einem wurde - wie von Experten erwartet - der Leitzins um 0,15 Prozentpunkte auf 0,10 Prozent gesenkt. Zum anderen kündigte Notenbank-Chef Philip Lowe am Dienstag in Sydney den Kauf von Staatsanleihen über 100 Milliarden australische Dollar (60 Mrd Euro) in den kommenden sechs Monaten an. Damit wollen die Währungshüter die Erholung der Wirtschaft nach dem Corona-Schock im ersten Halbjahr weiter stützen. Das Anleihekaufprogramm kam für die meisten Analysten überraschend.

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