dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 02.07.2021 - 17.00 Uhr

·Lesedauer: 5 Min.

ROUNDUP 2/US-Beschäftigung steigt stärker als erwartet: 850 000 neue Jobs

WASHINGTON - Die US-Wirtschaft hat im Juni mehr Jobs geschaffen als erwartet. Landesweit kamen außerhalb der Landwirtschaft nach Angaben des US-Arbeitsministeriums von Freitag 850 000 Stellen hinzu. Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber dem Vormonat dennoch leicht um 0,1 Punkte auf 5,9 Prozent.

Eurozone: Erzeugerpreise steigen mit Rekordtempo

LUXEMBURG - Der Preisauftrieb auf Herstellerebene beschleunigt sich im Euroraum immer mehr. Die Erzeugerpreise stiegen im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,6 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte. Das ist die höchste Rate seit Beginn der Währungsunion im Jahr 1999. Im April hatte die Rate 7,6 Prozent betragen. Analysten hatten mit der jüngsten Entwicklung gerechnet.

ROUNDUP: Politik hofft auf Impfschub durch neue Astrazeneca-Empfehlung

BERLIN - Bund und Länder erhoffen sich durch die neue Empfehlung kombinierter Corona-Impfungen weiteren Schub für die Impfkampagne. Zahlreich verfügbarer Astrazeneca <GB0009895292>-Impfstoff ermögliche viele Erstimpfungen, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag in Berlin. Mit einer Zweitimpfung mit den Präparaten von Biontech <US09075V1026>/Pfizer oder Moderna <US60770K1079> ergebe sich sehr guter Impfschutz, so Spahn nach Beratungen mit seinen Länder-Kolleginnen und -Kollegen.

ROUNDUP 2/Aufseher entlasten Banken: Weniger Bürokratie für kleinere Institute

FRANKFURT - Deutschlands Bankenaufseher entlasten kleinere Banken und Sparkassen bei Berichtspflichten. "Rund 1150 Kreditinstitute in Deutschland können ab sofort operative Erleichterungen in Anspruch nehmen", teilten die Finanzaufsicht Bafin und die Deutsche Bundesbank am Freitag gemeinsam mit.

US-Industrie erhält wieder mehr Aufträge

WASHINGTON - Die US-Industrieunternehmen haben im Mai wieder mehr Aufträge erhalten. Die Bestellungen seien um 1,7 Prozent zum Vormonat gestiegen, teilte das Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Analysten hatten mit einem Zuwachs um 1,6 Prozent gerechnet. Im April waren die Aufträge noch leicht gefallen. Ohne Transportgüter wie Flugzeuge stiegen die Aufträge im Mai um 0,7 Prozent.

ROUNDUP: Mehr Weinanbauflächen in Deutschland - weiße Rebsorten beliebter

WIESBADEN - In Deutschland wird inzwischen in allen Flächenländern Wein angebaut. Insgesamt bauten Winzer im vergangenen Jahr Keltertrauben auf 103 180 Hektar an, das waren 994 Hektar oder 1,0 Prozent mehr als 2009, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Die größte Weinanbaufläche gab es in Rheinland-Pfalz mit 64 524 Hektar, die kleinste in Mecklenburg-Vorpommern mit 6 Hektar.

ROUNDUP/Arbeitswelt: Zwischen Homeoffice-Blues und neuen Freiheiten

BERLIN - Mit dem Ende der Homeoffice-Pflicht für Unternehmen stellt sich die Frage, welche Veränderungen der Arbeitswelt nach der Pandemie bleiben werden. Die Deutschen werden dabei wohl von widerstrebenden Gefühlen geplagt, das geht zumindest aus zwei Erhebungen des Umfrageinstituts YouGov hervor. Zwar sprechen sich fast zwei Drittel für eine weiterführende Option auf Homeoffice in bestimmten Branchen aus, aber Videokonferenzen will nach dem Ende der Pandemie nur noch jeder Dritte regelmäßig nutzen.

US-Handelsdefizit weitet sich aus

WASHINGTON - Das Handelsdefizit der USA mit dem Rest der Welt hat sich im Mai ausgeweitet. Gegenüber dem Vormonat stieg das Defizit auf 71,2 Milliarden US-Dollar von 69,1 Milliarden im Monat zuvor, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt ein Defizit von 71,4 Milliarden Dollar erwartet.

Bundesregierung stuft Zypern und Katalonien als Risikogebiete ein

BERLIN - Mit Zypern und der spanischen Region Katalonien setzt die Bundesregierung am Sonntag zwei weitere Urlaubsgebiete auf die Liste der Corona-Risikogebiete. Außerdem werden drei weitere Regionen in Spanien und Norwegen zu Risikogebieten erklärt, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mitteilte. Das hat aber kaum faktische Auswirkungen für Urlauber, da Flugreisende sich ohnehin bei Einreise testen lassen müssen und damit dann die Quarantänepflicht entfällt. Allerdings bedeutet die Einstufung als Risikogebiet, dass das Auswärtige Amt von Reisen dorthin abrät.

EZB-Präsidentin Lagarde sieht noch keinen nachhaltigen Aufschwung

FRANKFURT - Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, sieht noch keinen stabilen konjunkturellen Aufschwung in der Eurozone nach dem Corona-Einbruch. Eine "nachhaltige Erholung" sei noch nicht erreicht, sagte Lagarde am Freitag der französischen Zeitung "La Provence". Die Notenbankchefin machte darüber hinaus abermals deutlich, dass der jüngste Anstieg der Inflation im gemeinsamen Währungsraum nur vorübergehend sei.

Fed-Mitglied Harker offen für Reduzierung der Anleihekäufe in diesem Jahr

NEW YORK - Das Mitglied der US-Notenbank Fed, Patrick Harker, hat sich offen für eine baldige Reduzierung der milliardenschweren Anleihekäufe der Zentralbank gezeigt. Er sei bereit, den Prozess des Taperings zu starten, sagte der Präsident der regionalen Notenbank von Philadelphia in einem am Donnerstagabend veröffentlichten Interview mit dem "Wall Street Journal". Derzeit kauft die amerikanische Notenbank monatlich Wertpapiere in einem Volumen von 120 Milliarden US-Dollar zur Stützung der US-Wirtschaft nach dem Corona-Einbruch.

RKI registriert 649 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,0

BERLIN - Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 649 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 07.18 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche waren 774 Ansteckungen registriert worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,0 an (Vortag: 5,1; Vorwoche: 6,2).

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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