dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 01.12.2020 - 17.00 Uhr

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ROUNDUP: Biontech und Pfizer beantragen EU-Zulassung für Corona-Impfstoff

MAINZ/NEW YORK - Die Mainzer Firma Biontech <US09075V1026> und der US-Pharmariese Pfizer <US7170811035> haben bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (Ema) die Zulassung ihres Corona-Impfstoffs in der EU beantragt. Der Antrag auf eine bedingte Marktzulassung sei am Montag eingereicht worden, teilten Biontech und Pfizer am Dienstag mit. Am Montag hatte auch der US-Konzern Moderna <US60770K1079> bei der Ema einen entsprechenden Antrag für seinen Impfstoff gestellt.

ROUNDUP: Moderna beantragt Zulassung für Corona-Impfstoff in der EU und den USA

NEW YORK - Der US-Pharmakonzern Moderna <US60770K1079> hat wie angekündigt als erstes Unternehmen die Zulassung für einen Corona-Impfstoff in der EU beantragt. Der Antrag auf eine bedingte Zulassung sei am Montag bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur Ema eingereicht worden, sagte eine Moderna-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur in New York.

GESAMT-ROUNDUP 2: Schon bald EU-Entscheidung zu Corona-Impfstoff

MAINZ/AMSTERDAM - Auf dem Weg zum einsatzbereiten Corona-Impfstoff geht es Schlag auf Schlag: Die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema will noch im Dezember über eine Zulassungsempfehlung für das Präparat der Mainzer Firma Biontech <US09075V1026> und des US-Pharmakonzerns Pfizer <US7170811035> entscheiden. Bis spätestens 29. Dezember soll ein Ergebnis der Prüfung vorliegen, teilte die Agentur am Dienstag in Amsterdam mit.

USA: ISM-Index für die Industrie fällt stärker als erwartet

WASHINGTON - Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im November stärker als erwartet eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex ISM fiel von 59,3 Punkten im Vormonat auf 57,5 Zähler, wie das Institute for Supply Management am Dienstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgag auf 58,0 Punkte gerechnet.

USA: Bauausgaben steigen stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Bauausgaben im Oktober stärker gestiegen als erwartet. Im Monatsvergleich seien die Ausgaben um 1,3 Prozent geklettert, teilte das US-Handelsministerium am Dienstag in Washington mit. Analysten hatten mit einen Zuwachs gerechnet, aber im Schnitt nur um 0,8 Prozent.

China: Caixin-Stimmungsindikator legt überraschend zu

PEKING - In China deutet auch der Stimmungsindikator für mittlere und kleinere Industriebetriebe auf eine kräftig Erholung des wichtigen Sektors hin. Der vom Wirtschaftsmagazin Caixin erhobene Einkaufsmanagerindex für die Industrie kletterte im November auf 54,9 (Oktober: 53,6) Punkte. Dies sei der höchste Wert seit fast zehn Jahren, teilte das Wirtschaftsmagazin am Dienstag in Peking mit. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten mit einem leichten Rückgang gerechnet.

ROUNDUP/Eurozone: Industriestimmung trübt sich etwas weniger ein als erwartet

LONDON - Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im November etwas weniger als erwartet eingetrübt. Der vom Marktforschungsinstitut IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex für die Industrie fiel im Vergleich zum Vormonat um 1,0 Punkte auf 53,8 Punkte, wie das Institut am Dienstag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Schätzung waren noch 53,6 Punkte ermittelt worden. Volkswirte hatten mit einer Bestätigung der Erstschätzung gerechnet.

ROUNDUP: Inflation im Euroraum weiter negativ

LUXEMBURG - Die Verbraucherpreise im Euroraum sind weiter gesunken. Die Inflationsrate betrug im November minus 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Das ist die gleiche Rate wie im Vormonat. Analysten hatten mit der Entwicklung im Schnitt gerechnet. Das mittelfristige Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) wird nach wie vor drastisch verfehlt.

OECD: Weltweiter Aufschwung 2021 schwächer als erwartet

PARIS - Die Industrieländervereinigung OECD erwartet angesichts der noch nicht überwundenen Corona-Krise einen langsameren Wirtschaftsaufschwung als zunächst vorhersagt. Die Weltwirtschaft dürfte nach einem starken Einbruch 2020 im neuen Jahr um 4,2 Prozent wachsen, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag in Paris in einer Konjunkturprognose mit. Für 2022 werde dann ein Plus von 3,7 Prozent erwartet.

ROUNDUP 3: Deutscher Arbeitsmarkt trotzt der zweiten Corona-Welle - noch?

NÜRNBERG - Die verschärften Corona-Regeln machen sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar, führen zurzeit aber nicht zu mehr Entlassungen. Im November waren mit 2,699 Millionen Menschen sogar 61 000 weniger arbeitslos als noch im Oktober. Die Arbeitslosenquote sank nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im Vergleich zum Oktober um 0,1 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent. Allerdings stellen die Unternehmen zurzeit nur zögerlich neues Personal ein, und die Anzeigen auf Kurzarbeit stiegen im November erstmals seit Mai wieder.

Deutschland: Zahl der Kurzarbeiter im September weiter gesunken

NÜRNBERG - Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland ist weiter gesunken. Im September hatten Unternehmen für 2,22 Millionen Menschen Kurzarbeit angemeldet, wie die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Im August waren es noch 2,55 Millionen Menschen in Kurzarbeit. Auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle im April hatte die Zahl noch bei knapp 6 Millionen gelegen.

Italiens Wirtschaft erholt sich etwas schwächer von Corona-Einbruch

ROM - Die italienische Wirtschaft hat sich im Sommer etwas schwächer vom Corona-Einbruch im Frühjahr erholt als bisher gedacht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 15,9 Prozent gestiegen, teilte das nationale Statistikamt Istat am Dienstag in Rom mit. In einer ersten Schätzung wurde noch ein Zuwachs um 16,1 Prozent ermittelt.

Schweizer Wirtschaft erholt sich deutlich von Corona-Einbruch

BERN dpa-AFX) - Die Schweizer Wirtschaft hat sich im dritten Quartal deutlich von ihrem Corona-Absturz im Frühling erholt. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg von Juli bis September gegenüber dem Vorquartal um 7,2 Prozent. Die Binnennachfrage und Teile des Dienstleistungssektors hätten sich deutlich erholt, während die internationale Entwicklung auf den Exporten gelastet habe, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag in Bern mit.

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