Dow Jones legt am Freitag zu


Kursgewinne bei Pharmawerten haben zum Wochenschluss die US-Aktienmärkte gestützt. Präsident Donald Trump kritisierte zwar die Pharmafirmen wegen ihrer Preispolitik. Die Konzerne erwirtschafteten auf Kosten der amerikanischen Steuerzahler ein Vermögen. Trotz der Kritik stiegen aber die Aktienkurse von Pharmakonzernen, weil die Regierung offensichtlich keine aggressiven Schritte plant und die Pharmapreise nicht mit unmittelbaren Maßnahmen kürzen will. Trump erwähnte sogar, das andere Staaten den Pharmafirmen niedrige Preise „aufzwingen“ würden. Das klang danach, dass er eher versuchen wolle, die Preise im Ausland auf das völlig überteuerte US-Niveau anzuheben.

Der Dow-Jones-Index mit den Standardwerten schloss um 0,4 Prozent fester bei 24.831 Punkten. Seit Wochenbeginn legte er 2,3 Prozent zu. Der S & P 500 notierte 0,2 Prozent höher bei 2728 Zählern, das entspricht einem Wochenplus von 2,4 Prozent. Der Dow Jones lag dabei erstmals seit dem 18. April wieder über seinem 100-Tage-Durchschnitt. Das deutet nach Einschätzung von Investoren auf weitere Gewinne hin. Die jüngsten Quartalsergebnisse seien gut ausgefallen, sagte Bill Northey von der Vermögensverwaltung der U.S. Bank. „Die Bewertungen sehen jetzt wieder etwas realistischer aus als Ende vergangenen Jahres.“ Nach Reuters-Berechnungen haben die S & P-500-Unternehmen ihre Gewinne je Aktie im Schnitt um 26 Prozent gesteigert.

Gedämpft war die Stimmung an der Technologiebörse Nasdaq, deren Index leicht im Minus bei 7403 Zählern schloss. Seit Wochenbeginn summiert sich der Kursanstieg jedoch auf 2,7 Prozent. Aktien des Grafikkarten-Herstellers Nvidia fielen nach enttäuschenden Quartalszahlen um 2,2 Prozent. Vor allem die Umsätze mit cloudbasierten Diensten für Kunden wie Amazon.com oder Microsoft wuchsen nicht so stark wie von Analysten erwartet. Auch Titel des Chip-Herstellers AMD kamen unter die Räder.

Die Anteilsscheine von Symantec, das vor allem für die Anti-Virus-Software Norton bekannt sind, brachen um ein Drittel ein. Der Konzern schnitt im abgelaufenen Geschäftsjahr schwächer ab als gedacht.


In Frankfurt verteidigte der Dax die Marke von 13.000 Punkten. Er schloss 0,2 Prozent tiefer bei 13.001 Zählern, auf Wochensicht gelang ein Plus von 1,4 Prozent. Experten zufolge ist der Weg für ein Rekordhoch frei. Die bisherige Bestmarke vom Januar liegt bei 13.596,89 Zählern.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 720 Millionen Aktien den Besitzer. 1830 Werte legten zu, 1468 gaben nach, und 200 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,07 Milliarden Aktien 1620 im Plus, 1322 im Minus und 210 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 2/32 auf 99-6/32. Sie rentierten mit 2,97 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 3/32 auf 100-13/32 und hatten eine Rendite von 3,1 Prozent.