Doubles in Berlin: Echt nicht wahr - Das sind die Imitatoren der Stars

Die Victoria B ar in Schöneberg hat ganz besonders prominente Gäste: Tina Turner, Elvis Presley, Amy Winehouse, Freddie Mercury und die Blues Brothers geben sich die Ehre

Der Barkeeper in der kultigen Victoria Bar staunt nicht schlecht, als die vier Männer und zwei Frauen zum Fototermin erscheinen. Noch sehen Rachel Hiew, Dorothea "Coco" Fletcher, Lee Garcia, Grahame Patrick und die Brüder Chris und Geoff Dahl nicht aus wie weltbekannte Stars. Aber zwanzig Minuten später scheint es, als säßen Amy Winehouse, Tina Turner, Freddie Mercury, Elvis Presley und die Blues Brothers an der Bar. Mit Kostümen, Perücken und etwas Make-up haben sie sich innerhalb von Minuten in Weltstars verwandelt. In ihrem Outfit stehen sie mehrere hundertmal im Jahr auf der Bühne des Estrel Festival Centers und ermöglichen dort, teilweise schon lange verstorbene Superstars live zu erleben. Oder zumindest die Illusion davon.

Oder fangen wir anders an: S-Bahnhof Sonnenallee. Auf dem Weg zum Bahnsteig drehen sich alle um, Pendler, Männer, Frauen, Kinder, Hipster, Flaschensammler. Wie gebannt starren sie auf die Erscheinung Suzie Kennedy. In ihrem schulterfreien, kirschroten Etuikleid sieht sie Marilyn Monroe so ähnlich, dass man sich kneifen muss, um sicherzustellen: Nein, man träumt nicht. Die Augen der Männer kleben wie magnetisiert am üppigen Dekolleté der Blondine. Als Suzie kurz darauf in der Raucherkneipe "Am S-Bahnhof Sonnenallee" am Tresen Platz nimmt, muss Elektriker Rainer ­Eischler erst mal einen Schluck Bier nehmen. "Ist sie's? Kann doch gar nicht sein. Donnerwetter", meint er zum Wirt, der gleich sein Handy holt.

Bild Nr. 1:
Kein Double, sondern ein Original: Produzent Bernhard Kurz Reto Klar

"Marilyn Monroe" wollte eigentlich Tierärztin werd...

Lesen Sie hier weiter!