Vor BVB-Finale: Bürki im Blickpunkt

Johannes Fischer
Roman Bürki wechselte 2015 von Freiburg nach Dortmund

Roman Bürki steht schon in seit über zwei Jahren im BVB-Kasten, doch noch immer muss der Schweizer damit leben, dass Diskussionen um seine Position entstehen, wenn er mal einen schwächeren Tag erwischt.

Es ist dann meistens ein leichtes Murren, das sich bei Dortmunder Anhängern breit macht, wenn der Keeper daneben greift - so wie am Samstag gegen Leipzig. Oder beim 1:3 gegen Tottenham, als er zwei Treffer in die kurze Ecke bekam.


Im Stadion ist dieses Murren kaum wahrnehmbar, in den einschlägigen Foren schon deutlicher. Dort wird offen darüber diskutiert, ob die Borussia den richtigen Torwart für ihre Ansprüche hat.

"Es gibt immer Menschen, die versuchen, etwas Negatives zu finden, die versuchen, mich zu kritisieren", sagte Bürki kürzlich im Reviersport.  "Aber wenn man das große Ganze anschaut, dann überwiegt das Positive. Klar habe ich bei ein paar Toren in der Champions League nicht hundertprozentig gut ausgesehen. Das gestehe ich ein."


Blickt man auf die Zahlen in der Königsklasse, hat Bürki tatsächlich Nachholbedarf. 16 Gegentore in zehn Champions-League-Spielen (alle 56 Minuten ein Gegentor) sind für höchste Ansprüche zu viel, wobei ein Torwart selbstverständlich immer auch auf seine Abwehr angewiesen ist.

Aussagekräftiger ist die Tatsache, dass der 26-Jährige in diesen zehn Partien nur 60,7 Prozent der Torschüsse abgewehrt hat. Zum Vergleich: Marc-Andre ter Stegen parierte 73, Prozent, Manuel Neuer 79 Prozent und Kevin Trapp sogar 92 Prozent aller Bälle.

Nur drei Mal hielt Bürki bisher die Null. Im Spiel bei APOEL Nikosia am Dienstagabend (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER), in dem der BVB zum Siegen verdammt ist, wäre der richtige Zeitpunkt, an seinen Statistiken zu feilen.

Immerhin: Innerhalb des Vereins gibt es bislang keine Zweifel an Bürki. Von der sportlichen Führung erhält der Schweizer stets Rückendeckung.