Dorna-CEO Ezpeleta: "Es wird auf jeden Fall eine MotoGP-Saison 2020 geben"

Juliane Ziegengeist

Nach der Absage des MotoGP-Rennens in Katar und der Verschiebung des Thailand-GP, bedingt durch das Coronavirus, hat sich Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta in einem Statement zu Wort gemeldet. Darin versichert er, dass es eine Saison 2020 geben werde, und erklärt die Umstände der jüngsten Entscheidungen.

"Wir waren in engem Kontakt mit den Behörden in Katar, um genau zu verstehen, was wir tun können. Am Wochenende hat sich die Situation dann stark verändert", rekapituliert Ezpeleta. Sei es am Samstag und Sonntag zunächst für niemanden ein spezifisches Problem gewesen einzureisen, kippte die Situation.

"Später am Sonntag erhielten wir von den Behörden in Katar den Hinweis, dass aufgrund der Situation in Italien und auf der ganzen Welt jeder, der die italienische Staatsangehörigkeit besitzt oder in Italien lebt und von dort kommt, sicher sein muss, dass er in den letzten 14 Tagen nicht in Italien war."

Reisebestimmungen machen MotoGP in Katar unmöglich

Dass bedeutet zwar nicht, dass die Einreise nach Katar verboten ist. Aber jeder, der sich in den letzten 14 Tagen in Italien aufgehalten hat, muss in Katar für 14 Tage in Quarantäne. "Offensichtlich ist das für unsere Leute nicht möglich, und das hat uns dazu veranlasst, die MotoGP-Kategorie zu streichen", so Ezpeleta.

"Da die Moto2 und die Moto3 diese Woche in Katar getestet haben, ist es möglich, mit der Meisterschaft fortzufahren, aber nur mit der Moto2 und der Moto3, sowie dem Asia Talent Cup." Einen angepassten Zeitplan veröffentlichte die Dorna im Laufe dieses Montags. In Thailand werden aber auch sie nicht starten.

Dort wurde das für den 20. bis 22. März geplante Rennwochenende bis auf Weiteres verschoben. Die Initiative dafür ging von der örtlichen Regierung aus, die auf der Grundlage einer Neubewertung der aktuellen Gefährdungslage durch das Virus für eine vorläufige Absage des Grands Prix votierte.

Restliche Rennen sollen stattfinden, auch das in Thailand

"Wir haben das ganze Wochenende mit den Behörden in Thailand gesprochen, und sie haben uns mitgeteilt, dass am frühen Montag (thailändischer Zeit; Anm. d. R.) ein Treffen stattfinden würde, um zu entscheiden, welche Veranstaltungen in Thailand stattfinden können", erklärt Ezpeleta. Mit den besagten Folgen.

Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta weiß, dass er von Rennen zu Rennen planen muss

Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta weiß, dass er von Rennen zu Rennen planen muss GP-Fever.de

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"Es hat nichts damit zu tun, dass Italiener oder andere Nationalitäten nach Thailand reisen, sondern damit, dass sie beschlossen haben, große Veranstaltungen mit vielen Zuschauern abzusagen. Es ist anders als die Situation mit Katar, deshalb haben wir beschlossen, den Großen Preis von Thailand zu verschieben."

Jetzt wird versucht, einen Termin gegen Ende des Jahres zu finden, um den Grand Prix doch noch stattfinden zu lassen. Thailand war erst in dieser Saison an den Anfang des Rennkalenders gewandert. Im Vorjahr fand das Rennen noch im Oktober statt. Gut möglich, dass es nun wieder dorthin verlegt wird.

Dorna-Boss Ezpeleta versichert derweil: "Es wird auf jeden Fall eine MotoGP-Saison 2020 geben. Wir werden versuchen, mit allem fortzufahren, und uns der Situation bewusst bleiben, weil sie sich von Tag zu Tag ändert. Aber unser Wunsch ist es, alle Rennen in der Saison 2020 zu fahren."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.