Lamborghini feiert Doppelsieg

Ljubo Herceg
Andrea Caldarelli und Rolf Ineichen liefern sich im Lamborghini ein packendes Dull in Oschersleben

Das zweite Rennen der GT-Masters-Serie in Oschersleben wurde zu italienischen Festspielen und wurde von Lamborghini dominiert. 

Andrea Caldarelli/Mirko Bortolotti sowie Christian Engelhart/Rolf Ineichen vom GRT Grasser Racing Team feierten einen souveränen Doppelsieg und distanzierten die Konkurrenz von Ferrari und Porsche deutlich.

"Wir sind doppelt glücklich. Erst recht, dass wir nach gestern so zurückgekommen sind", sagte Bortolotti nach dem Doppelsieg von Lamborghini gegenüber SPORT1. "Wir sind sehr stolz. Das Auto ist top aufgestellt. Nur schade, dass wir gestern die Punkte verloren haben." 

Im ersten Rennen wurden beide Lamborghini nachträglich disqualifiziert. Deshalb fügte Caldarelli an: "Wir wollten uns nur nicht in die Quere kommen, das war so ausgemacht." Damit konnte Lamborghini doch noch einen versöhnlichen Wochenendabschluss feiern.

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Lamborghini fährt allen davon

Der 31-jährige Engelhart verpasste im Huracan GT3 seinen vierten Erfolg an der Magdeburger Förde nur knapp. Zuletzt war der Schweizer mit seinem jetzigen Partner Ineichen 2016 erfolgreich.

Bis zum Fahrerwechsel zwischen der 25. und 35. Minuten führte Engelhart, ehe dann Ineichen Bortolotti im Lamborghini vorbeiziehen ließ, ohne groß Paroli zu bieten, da die Markenkollegen einfach schneller waren.

Für die Italiener vom GRT Grasser Racing Team war es der erste Sieg in Oschersleben. (Datenservice: Rennkalender)


Lehrstunde für Rookie Hofer

Für die Zweitplatzierten vom ersten Rennen am Samstag, Kelvin und Sheldon van der Linde, war im Audi bereits nach fünf Minuten Schluss. Die südafrikanischen Brüder waren sehr enttäuscht, nachdem Sheldon van der Linde das Heck ausbrach und er daraufhin im Kies landete. (Datenservice: Fahrerwertung)

Rookie Max Hofer aus Österreich und der Brite Philip Ellis, die Überraschungssieger vom Samstag, fuhren im zweiten Rennen ebenfalls nur hinterher.

Packender Kampf um Platz drei

Während die Lamborghini an der Spitze davonfuhren und den Sieg unter sich ausmachten, entbrannte im Verfolgerfeld der Kampf um den letzten Podestplatz. Diesen sicherte sich das Ferrari-Duo Luca Ludwig/Dominik Schwager vor Robert Renauer/Mathieu Jaminet im Porsche. (Datenservice: Teamwertung)

Damit standen auf dem Podium drei italienische Marken. Die lange auf Platz drei liegenden Audi-Piloten Jake Dennis/Oscar Tunjo im R8 LMS von Phoenix Racing wurden nach einem Dreher bis ans Ende des Feldes durchgereicht und hatten mit dem Rennausgang nichts mehr zu tun.

Bernhard punktet erstmals

Langstrecken-Weltmeister und Le-Mans-Sieger Timo Bernhard (Homburg) im Porsche fuhr mit dem Franzosen Kevin Estre als Siebter erstmals in die Punkte. Bei seinem GT-Masters-Debüt am Samstag war Bernhard nicht über Rang 13 hinausgekommen.

Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (Braubach), am Samstag noch Dritter, musste sich gemeinsam mit Teamkollege Mikkel Jensen (Dänemark) mit Platz 16 begnügen.