Doppelpass: Kritik an Stieler, Rückendeckung für Petersen

Nils Petersen wurde gegen Schalke vom Platz gestellt

Mit Unverständnis haben die Experten im CHECK24 Doppelpass auf den umstrittenen Platzverweis des Freiburgers Nils Petersen  reagiert.

Der Stürmer hatte beim 0:2 gegen Schalke 04 nach zweimaligem Reklamieren von Schiedsrichter Tobias Stieler die Gelb-Rote Karte erhalten.

Nach Aussage von Petersen hatte er die erste Gelbe Karte aber gar nicht wahrgenommen, da sie Stieler in seinem Rücken gezeigt hatte.

Schubert: "Lege meine Hand ins Feuer"

"Wer Nils Petersen kennt, der weiß, dass das stimmt", sagte der frühere Gladbacher Trainer Andre Schubert. "Für Nils lege ich meine Hand ins Feuer."

Stieler hingegen behauptete, er habe Petersen eindeutig informiert: "Ich habe ihm die Gelbe Karte gezeigt, dabei auf den Rücken getippt und gesagt: 'Gelb, Nummer 18.' Es war also klar kommuniziert."

Eine Aussage, die bei Christian Ziege für völliges Unverständnis sorgte. "Wenn ich auf dem Platz stehe, weiß ich nicht, welche Rückennummer ich habe. Da sind Emotionen im Spiel", meinte der Ex-Nationalspieler.

Reif fehlt Fingerspitzengefühl

Da Stieler schon in der Hinrunde gegen Stuttgart einen umstrittenen Platzverweis gegen Freiburgs Caglar Söyüncü ausgesprochen hatte, hätte er nach Ansicht von Marcel Reif diesmal mehr Fingerspitzengefühl zeigen müssen.

"Warum läufst du als Schiedsrichter so kurz nach dem Elfmeter denn hinterher, und gibst ihm wegen einer Äußerung die zweite Gelbe. Auf Schalke ist es so laut, da kann ich doch auch mal weghören, selbst wenn es eine Verbalinjurie vom Schulhof ist", sagte der SPORT1-Experte: "Das kann ich nicht nachvollziehen."