Fürther Slapstick: Köln kontert noch kurioser

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Fürther Slapstick: Köln kontert noch kurioser
Fürther Slapstick: Köln kontert noch kurioser
Fürther Slapstick: Köln kontert noch kurioser

Slapstick-Alarm in Köln!

Die Geißböcke haben Greuther Fürth mit viel Mühe - und einigem Glück - zum Auftakt des 7. Spieltags mit 3:1 niedergerungen - und dabei mit einem äußerst kuriosen Tor geglänzt. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Beim Stand von 1:1 in Hälfte zwei waren es nämlich gleich zwei Kölner, die den Ball zur erstmaligen FC-Führung über die Linie drückten. Ellyes Skhiri und Rafael Czichos kamen in der 55. Minute beide mit der Hüfte an den Ball und bugsierten diesen so über die Torlinie - das zwischenzeitliche 2:1 für Köln.

Im Stadion schien derweil niemand zu wissen, wer das Tor nun wirklich gemacht hatte. Stadionsprecher Michael Trippel nannte beide Namen als Torschützen, später klärte sich auf: offiziell wird der Treffer Skhiri zugeschrieben.

Baumgart: „Haben noch einen weiten Weg vor uns“

„Wir sind eiskalt vor dem Tor gewesen und haben das Spiel gedreht“, sagte Kölns Abwehrspieler Rafael Czichos bei DAZN: „Insgesamt müssen wir auf dem Teppich bleiben, wir haben ein Heimspiel gegen einen ekligen Gegner gewonnen, da dürfen wir nicht zu kritisch sein.“

FC-Trainer Steffen Baumgart lobte vor allem die starke zweite Hälfte: „Wir haben uns in der ersten Halbzeit nicht so durchgesetzt, trotzdem sind die Jungs drangeblieben, haben gearbeitet. Es ist auch wichtig, dass du weiterspielst und an dich glaubst. Wir wissen, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben.“

Auf Seiten der Fürther herrschte Ernüchterung. „Die zweite Hälfte war kein Vergleich zur ersten. Wir haben keinen Torabschluss mehr und dann muss man akzeptieren, dass die Niederlage verdient ist“, meinte Trainer Stefan Leitl. Mittelfeldspieler Timothy Tillman war bedient: „Es ist bitter, wenn du nach der Halbzeit zwei Dinger fängst. Das tut weh. Wir haben uns auf jeden Fall mehr vorgenommen.“

Köln mit doppeltem Alu-Glück

Schon zuvor - in Hälfte eins - war es zu einer kuriosen Szene gekommen, diesmal auf der anderen Seite, bei den Fürthern, die nach ihrer Führung in der 7. Minute durch Marco Meyerhöfer beinahe auf 2:0 gestellt hätten.

Denn während Köln mit der Doppelhüfte glänzte, hatten die Kleeblätter mit dem Doppelpfosten Pech. Neuzugang Jeremy Dudziak kam in der 32. Minute im Kölner Strafraum frei zum Schuss, scheiterte aber am Aluminium. Der 26-Jährige bekam indes seine zweite Chance, weil der Ball zurücksprang, traf allerdings erneut den Pfosten, diesmal aus spitzem Winkel.

Die Kölner sprangen durch den Sieg vorerst auf Rang sechs, Fürth wartet mit nur einem Punkt weiter auf den ersten Erfolg. Die Kleeblätter behalten die Rote Laterne.

Sebastian Andersson (50.) hatte den zwischenzeitlichen Ausgleich für Köln erzielt. Skhiri machte zum 3:1 den Deckel drauf.

40.000 Fans in Köln

Erstmals in Pandemie-Zeiten durften wieder 40.000 Zuschauer ins Kölner Stadion, die Tickets waren schnell weg, die Fans sangen lautstark - und sahen dann einen Gegner auf Augenhöhe. Fürth presste ebenso aggressiv wie der FC und nutzte gleich seine erste Chance.

Nach einer schnellen Passfolge durfte Meyerhöfer völlig frei auf Timo Horn zulaufen und schob diesem den Ball durch die Beine. Köln betrieb zwar großen Aufwand, kam auch zu einigen Abschlüssen, wurde dabei aber nicht gefährlich. Das schaffte dagegen Fürth, und wie: Jeremy Dudziak traf innerhalb von Sekunden gleich zweimal den Innenpfosten (32.).

Auf der Gegenseite war Köln einem Tor bis zur Pause nur einmal ganz nah, als Anthony Modeste per Kopf an Fürths Torwart Marius Funk scheiterte (43.). Erst nach Wiederanpfiff zeigte der FC das Spiel, das ihn zuletzt ausgezeichnet hatte: Es ging nun deutlich schneller in die Spitze, die Angreifer kamen endlich in gefährliche Positionen, und Andersson traf nach starker Vorarbeit von Schmitz.

Das erste Saisontor für den Schweden, der nur Augenblicke später an Funk (53.) scheiterte. Köln drehte das Spiel dennoch in kürzester Zeit: Skhiri drückte einen Eckball über die Linie.

Da Köln nun allerdings weiter höchst offensiv spielte, blieb die Begegnung offen, auch Fürth wirkte weiterhin gefährlich. Schließlich machte Skhiri nach einem Konter alles klar.

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